The Charlie Chaplin Archives

Um es sogleich vorweg zu nehmen: Der TASCHEN-Verlag hat es mal wieder geschafft sowohl Qualität als auch Quantität in Perfektion verschmelzen zu lassen. Der vorliegende Prachtband „The Charlie Chaplin Archives“ ist alles und vielleicht sogar etwas mehr als sich so mancher Fan wünschen kann.

Den glücklichen Umstand, als Laie einen detaillierten Blick hinter die Kullisen der Entstehungsgeschichte aller(!) Werke Chaplins werfen zu können, verdanken wir seinen beiden Halbbrüdern Sydney Chaplin und Wheeler Dryden. Die beiden waren dafür verantwortlich, die Chaplin-Studios zu räumen als die Familie in die Schweiz umzog. Nun liegt dieser gewaltige Schatz nach 10 Jahren Arbeit, in denen die geretteten Dokumente und Schriftstücke katalogisiert und eingescannt wurden, in all seiner Schönheit vor.

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Paul Duncan, der schon das James Bond-Archiv zusammenstellte, trug für diesen Band in Überformat die wichtigsten Informationen und Aufnahmen zusammen um ein detailliertes Bild zu schaffen, welches das Genie eines Charlie Chaplin sowohl in der Arbeit als auch im privaten Umfeld einfängt.

Dabei fängt er schon bei den ersten Schritten auf der Bühne als Kind an, welches ein paar Groschen für die Familie dazu verdienen will. Schon damals erkannte man in ihm das schlummernde Talent, dass eine Tages zu einem der größten Schauspieler aller Zeiten avancieren sollte. Ausgeschmückt mit allerlei teils unbekannten Ablichtungen, erfährt die Beschreibung etwas Greifbares, welches durch die durchgehenden Zeitzeugen-Aussagen an Tiefe gewinnt. Diese setzen sich aus Beschreibungen Chaplins und seiner Weggefährten zusammen, die um einige Details durch Einwürfe der Macher des Bandes ergänzt werden.

Durch diesen Stil, der sich durch das gesamte Buch zieht, werden in schönster Weise private Momente mit denen am Set in Verbindung gebracht. Im Detail wären es Umbesetzungen, Liebschaften, Entdeckungen von Talenten, Verhältnisse zu Personen des öffentlichen Lebens, sowie Tragödien, die das Leben Charlie Chaplins vom Anfang bis zum Ende durchziehen.

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Es werden dabei in chronologischer Abfolge alle Stationen auf den Bühnen dieser Welt erfasst, bewertet, kommentiert und in einen überspannenden Zusammenhang gesetzt. Angefangen bei einem Varieté-Ensemble, über Chaplins persönliche Entdeckung des Mediums Film in den USA, bis hin zu seinen Einsätzen für „Keystone“, „Essanay“, „Mutual“, sowie „First National“, die ihn einem größeren Publikum zugänglich machten. Dabei kommen viele Anekdoten ans Licht, die eine Erklärung für viele Entscheidungen in seiner Karriere liefern und dem Leser die Entwicklung seiner berühmtesten Figur, des Tramps, lebendig vor Augen führen.

Danach folgen die Werke, die vermutlich jeder, egal ob Cineast oder Gelegenheitskonsument, gleichermaßen kennen und lieben sollte: „A Woman In Paris“ (1923), „Goldrausch“ (1925), „Circus“ (1928), „Lichter der Großstadt“ (1931), „Moderne Zeiten“ (1936) sowie einer der legendärsten Filme überhaupt – „Der große Diktator“ (1940).

Hier wird sich wie schon bei den Kurzfilmen, am Set-Geschehen, dem fast schon manischen Perfektionismus Chaplins und den Reaktionen auf die jeweilige Veröffentlichung abgearbeitet, die vieles in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Selbstverständlich werden hier auch die Spätwerke „Monsieur Verdoux – Der Frauenmörder von Paris“ (1947), „Rampenlicht“ (1952), „Ein König in New York“ (1957), sowie die letzte vollendete Arbeit „Die Gräfin von Hongkong“ (1967) berücksichtigt. Insbesondere letzteres Kapitel ist äußerst amüsant im Bezug auf Chaplins Verhältnis zu den Hauptdarstellern Sophia Loren und Marlon Brando, welcher vom Großmeister wie ein Schuljungen getadelt wird.

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Als Abschluss kann man sich die nie vollendeten oder nie veröffentlichten Filme in Form von Skripten, Fotografien und Hintergrundinformationen zu Gemüte führen. Es ist zum Beispiel erstaunlich festzustellen, dass ein komplett fertiges Werk wie „A Woman of the Sea“ vernichtet wurde, aus der Idee Napoleon zu spielen „Der große Diktator“ wurde und sich die letzten Gedanken Chaplins in Form von „The Freak“ in ein Drama mit Fantasy-Einschlag hätten manifestieren können.

Als Fazit lässt sich ziehen, dass dieser Band ein unumgängliches Must-Have für jeden Charlie Chaplin-Fan und Cineasten darstellt. Wie so einige Veröffentlichungen bei TASCHEN zuvor, schlägt der Preis von 150 Euro zwar so manche Geldbörse durch, ist aber jeden Cent wert. Wir reden hier von einem 560 starken, im Überformat gelieferten Werk, dass mit seinen 7 Kilo deutlich macht was in ihm steckt. Wer der englischen Sprache im Übrigen nicht mächtig sein sollte, kann in dem komplett auf deutsch gedruckten Beiheft in die Archive abtauchen. Als zusätzlichen Anreiz enthalten die ersten 10.000 Exemplaren einen kostbaren Filmstreifen mit 12 Einzelbildern aus Lichter der Großstadt (1931), der aus einem 35-mm-Film aus dem Chaplin-Archiv geschnitten wurde.

Release-Party zur Comicbiographie „Sophie Scholl“

Heute fand die Party zur Veröffentlichung der Comicbiographie „Sophie Scholl“ beim Knesebeck Verlag im Café „Küss die Hand“ in München statt. Mit dabei war natürlich das Kreativteam um Heiner Lünstedt und Ingrid Sabisch sowie die Vorsitzende der „Weiße Rose“-Stiftung Dr. Hildegard Kronawitter. Eine ausführliche Besprechung des Titels kommt Anfang nächster Woche.

   
    
    
    
 

Gotham Central – Band 1: In Erfüllung der Pflicht

Wie ja die meisten wissen, entsprang „Batman“ der Heftreihe „Detective Comics“, die sich entsprechend dem Namen großteils mit Krimi-Geschichten beschäftigte. Inzwischen wird der dunkle Ritter zwar gelegentlich immer noch als „Mitternachtsdetektiv“ bezeichnet, verdient diese Bezeichnung oftmals aber nicht wirklich. Der Fokus wurde immer weiter weg von Ermittlungen und überraschenden Wendungen verlagert, bis die menschliche Fledermaus endgültig zum reinen Action-Helden mutiert ist.

Serien aus dem Batman-Universum gingen nur selten andere Wege und blieben dabei unbeachtet, bis sich schließlich das Fernsehen dazu entschloss Polizisten und damit „echte“ Detektive ins Rampenlicht zu rücken. Dies geschah mit der Erfolgsserie „Gotham“, die am 21. September mit der zweiten Staffel weiter geht. Das sie nicht gänzlich aus der Luft gegriffen ist, lässt sich natürlich am Respekt vor der Fangemeinde ablesen, die selbstverständlich eine Comic-Basis erwartet, wenn Namen wie James Gordon, Harvey Bullock oder Bruce Wayne fallen. In diesem Fall wurden zwar keine ganzen Story-Stränge übernommen, aber die ein oder andere Serie diente durchaus als Inspirationsquelle. Dazu zählen vor allem „Batman: Gordon aus Gotham“ und das nun hier vorliegende „Gotham Central – Band 1: In Erfüllung der Pflicht“.

Die Handlung konzentriert sich dabei auf den Alltag der Cops um Marcus Driver, Renee Montoya, sowie Cris Allen. Die Schichten sind in einer Stadt wie Gotham natürlich durchzogen von Begegnungen mit allerlei Verrückten und dem allgegenwärtigen „Batman“, der selbstverständlich auch einen wandelnden Druck auf die Gesetzeshüter ausübt, ihre Fälle auch ohne den selbsternannten Rächer anzugehen. Die Geschichte setzt ein, als ein Polizist von Mr. Freeze getötet und ein anderer verletzt zurück gelassen wird. Ab dem Zeitpunkt ist das Präsidium wild entschlossen den Fall ohne die Hilfe von Bats zu lösen. Vor allem konnte die Tragödie nur zustande kommen, weil die betroffenen Beamten einen falschen Tipp auf der Suche nach den Entführern und Mördern eines jungen Mädchens gefolgt sind und damit ihr eigenes Schicksal besiegelt haben. Dementsprechend gilt es die Schuldigen so schnell wie möglich zur Strecke zu bringen und wieder so etwas wie Ordnung auf Gothams Straßen wieder herzustellen.

Dabei wird die Handlung schön ruhig und wie es sich für Detektiv-Geschichten gehört wohl überlegt angegangen und mit vielen Geheimnissen gewürzt, die man als Leser nur allzu gerne lüften möchte. So begibt man sich mit den Ermittlern gemeinsam auf die Reise um mit ihnen gemeinsam den Verbrechern auf die Spur zu kommen. Sehr erfrischend ist dabei die raue Stimmung und die dazu passenden Dialoge, die nichts mit der Popcorn-Unterhaltung einer Superhelden-Geschichte gemeinsam haben. Es wird geflucht, teils hässliche Themen angesprochen und der Gewalt-Grad ist ebenfalls erfreulich untypisch für eine mit Batman verwobene Serie.

Auf der visuellen Seite erinnert die Aufmachung in meinen Augen zum Teil stark an Frank Millers „Batman: Year One“. Was vermutlich großteils an der nicht gerade sparsam eingesetzten Tusche und der klassisch angehauchten Farbgebung liegen dürfte. Diese Kombination unterstreicht dabei ungemein passend die tolle Atmosphäre, die dazu einlädt die Geschichte in einem Stück zu verschlingen.

Verantwortlich für die Handlung ist diesmal Ed Brubaker, dessen Passion für klassische Noir-, Hardboiled- und Spionage-Krimis sich deutlich aber positiv in „Gotham Central“ widerspiegelt. Der mehrfach mit dem Eisner- und Harvey-Award ausgezeichnete Autor hat zuvor schon an „Criminal“, „Fatale“, „Captain America“, „Catwoman“ und vielen anderen Serien gearbeitet. Zu seinem Team gesellt sich der zusätzliche Autor und ebenfalls Eisner-Award-Träger Greg Rucka, der ebenfalls schon im DC-Universum heimisch war und sich für Geschichten wie „Bruce Wayne – Mörder?“, „Batwoman“ oder „Final Crisis“ verantwortlich zeigte.

Den Zeichenstift nahm hier Michael Lark in die Hand, der zuvor an „Batman: Nine Lifes“, „Captain America: Super-Sodier“ (dafür gab es auch einen Eisner!) und an vielen weiteren Titeln gearbeitet hat.

Als Fazit lässt sich ziehen, dass dieses Team es schafft eine so dichte Spannung zu erzeugen, dass man sie fast schon greifen kann. Genau genommen können hier auch Leser zuschlagen, die mit „Batman“ selbst eher wenig anfangen können und einfach eine tolle Krimi-Geschichte erleben wollen. In meinen Augen handelt es sich hier zudem um ein Must-Have für Fans der Serie „Gotham“, die offensichtlich vom besprochenen Comic inspiriert wurde.

„Gotham Central – Band 1: In Erfüllung der Pflicht“ erscheint am 22. September und kann hier vorbestellt werden!

Batman: Gordon aus Gotham

Als großer Batman-Fan lässt man sich selbstverständlich nicht die großartige Crime-Serie „Gotham“ entgehen, die sich mit Commissioner James Gordons Anfangszeit bei der Polizei auseinandersetzt und den Zuschauer dabei auf eine Entdeckungsreise durch die Stadt schickt, in der der dunkle Ritter noch nicht waltet und die bekannten Bösewichter entweder noch zu den Guten gehören oder sich langsam aber sich in Richtung Kriminalität bewegen. Da wundert es nicht, dass ich mich auf den 21. September freue, an dem endlich die zweite Staffel eingeläutet wird!

Wie könnte man sich da besser in Stimmung bringen als mit thematisch passenden Comics aus dem DC-Universum? Um Leuten wie mir in der Hinsicht Linderung zu verschaffen, erscheint am 15. September die in einem Band komplett enthaltene Miniserie „Batman: Gordon aus Gotham“, die sich wie der Titel schon vorwegnimmt auf einen der wenigen anständigen Cops der Stadt konzentriert und Batman zur Nebenfigur degradiert.

Batman dient dabei in der Geschichte primär als Gesprächspartner, dem die beschriebene Handlung näher gebracht wird. In der geht es um Jim Gordon zu seiner Zeit als Officer in Chicago, wo er schon die Art an sich hatte, die ihn auch später unter den korrupten Kollegen in Gotham nicht sonderlich beliebt machen würde. So meldet er einen Kollegen an die Dienstaufsicht, nachdem dieser grundlos einen Hippie zusammenschlägt. Damit beginnt für den jungen Gesetzeshüter ein Spießrutenlauf, der sogar in mehreren Mordversuchen mündet, bis ihm unerwartet von Seiten eines Vigilanten geholfen wird. Nun nimmt Gordon die Ermittlungen gegen seine Verfolger selbst in die Hand und überschreitet dabei immer wieder die Grenzen des Gesetzes um seine Tortur zu beenden. Dabei kommt er auf die Spur einer politischen Mordverschwörung, die bis in die höchsten Machtzirkel der Stadt reicht und dabei so gut wie alle bis dato aufgetauchten Charaktere mit sich reißt.

Die Geschichte wirkt hier sehr rund und in sich schlüssig, sowie spannend erzählt. Man möchte wirklich wissen wer hinter all den Wirrungen steckt und wie Gordon sich aus seiner Misere befreit. Zeichnerisch wird das Ganze mit einem sehr klassischen Stil abgerundet und verleiht der Geschichte eine gewisse Ernsthaftigkeit, die dem Band sehr wohl bekommt.

Das all dies sowohl inhaltlich als auch visuell wirklich ansprechend aufbereitet ist, sollte bei dem Kreativ-Team, welches hinter dem erstmals im Jahre 1998 veröffentlichten Projekt stand, auch kein Wunder sein.

Auf der Autoren-Seite finden wir Dennis O’Neil, der in den 70er Jahren eine Revolution im Superhelden-Genre auslöste, in dem er sich in seinen Geschichten vermehrt mit realistischeren bzw. erwachseneren Themen beschäftigte. Zu seinen berühmtesten Veröffentlichung zählen vor allem „Batman“ und „Green Lantern/Green Arrow“.

Als Zeichner befindet sich Dick Giordano an Bord, der sich Mitte der 60er Jahre einen Namen im Mainstream erarbeitete, in dem er seinen Stift für Serien wie „Batman“, „Green Arrow“ oder „Wonder Woman“ schwang. Zusätzlich arbeitete er als Tuscher und gab zum Beispiel „Superman vs. Spider-Man“, dem ersten Crossover zwischen DC und Marvel, sowie „Superman vs. Muhammad Ali“ Tiefe und Kontur.

Als Tuscher im vorliegenden Werk ist Klaus Janson zu Gange, den eingefleischte Fans natürlich als Inker der Meilensteine „Daredevil“ und „Batman: Die Rückkehr des dunklen Ritters“ kennen.

Diese gelungene und für das Batman-Universum ungewöhnlichen Handlung als auch die im Überfluss vorhandenen Qualität (basierend auf den Talenten der zu Comic-Titanen aufgestiegenen Macher), lassen mich eine uneingeschränkte Empfehlung für „Batman: Gordon aus Gotham“ aussprechen.

Der Band erscheint am 15. September und kann hier vorbestellt werden!

Robocop versus The Terminator

Wenn man den Titel der vorliegenden Ausgabe liest, dann muss man sich eingestehen, dass es sich zunächst nach der Ausschlachtung zweier Marken anhört, die mit mittelmäßigen Autoren und Zeichnern zusammengeschustert wurde um auch in der Comic-Sparte richtig Kohle für die Hollywood-Studios raus zu schlagen. Auf den zweiten Blick fallen einem jedoch die Namen des kreativen Gespanns um diese Veröffentlichung ins Auge und die Kinnlade gleich darauf herunter.

Ja, wir sehen ganz richtig: Frank Miller (ja, genau der!) und Walter Simonsen (der in den 70er und 80er Jahren quasi an allem für Marvel und DC gearbeitet hat) haben sich tatsächlich im Jahre 1992 zusammen geschlossen und in meinen Augen einen der besten Comics herausgebracht, die auf einem Film-Franchise basieren. Vor allem diejenigen, die sich mit Millers Werken genauer auskennen, werden wissen was sie hier erwartet: Eine brachiale, doch zeitgleich bis ins letzte Detail ausgeklügelte Story, die trotz der zum Klischee neigenden Geschichte niemals ins Lächerliche abrutscht. Genau genommen ist der vorliegende Rahmen der Handlung ziemlich unüblich für Crossover-Events.

Normalerweise werden irgendwelche hanebüchenen Szenarien aus den Fingern gesogen um einen realitätsfernen Rahmen zu schaffen, in dem sich die zwei Hauptprotagonisten so richtig eins auf die Mütze geben können. Hier wurde zum Glück auf dieses ausgelutschte Konzept komplett verzichtet. In diesem Fall wird ein tatsächlich nachvollziehbarer Story-Strang aufgespannt, der die Existenz der einen Figur vollkommen logisch mit der Erschaffung der anderen begründet.

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Ja, richtig gehört. Ich versuche euch in diesem Zusammenhang die Story näher zu bringen, ohne große Spoiler einzubauen, die euch den Lesespaß vermiesen könnten: Als der den Terminator-Fans bekannte Widerstand der Menschheit erfährt, dass die Technologie, die das Bewusstsein von Skynet aktiviert hat (die Technologie, die den atomaren Erstschlag gegen die Menschheit ausführt und daraufhin die Terminatoren sowohl in die Gegenwart als auch Vergangenheit entsendet um die verbliebenen Menschen auszulöschen), der künstlich wieder hergestellte Verstand des Polizisten Alex Murphy aka RoboCop ist, entsendet er eine Kämpferin aus ihren Reihen namens Flo in die Vergangenheit um eben diesen zu eliminieren. Daraufhin werden scheinbar aus einem Selbsterhaltungstrieb heraus Schwadronen an Terminatoren nachgeschickt um Murphy um jeden Preis zu beschützen, da dieser durch die Maschinen als der Ursprung oder auch der Schöpfer Skynets angesehen wird. Ab diesem Zeitpunkt möchte ich nicht weiter drauf eingehen wie die Story weiter verläuft, da dies zum einen etwas von der Spannung nimmt und zum anderen Miller-typisch eine Seitenlange Erklärung nach sich ziehen würde.

Auf der erzählerischen Ebene ist an diesem Werk in meinen Augen wenig bis gar nichts zu kritisieren, da hier etwas ungewöhnliches erschaffen wurde. Vermutlich konnte sich hier das kreative Gespann vollends austoben und genoss all die Freiheiten, die man so als aufsteigender Stern am Comic-Himmel so mit bekommt.

Bezüglich des Zeichenstils muss man ebenfalls eine Lanze für Walter Simonson brechen. Jeder, der über Jahre hinweg Comics gelesen hat oder liest, kann sich bestimmt an die unsäglichen Zeiten der 90er erinnern als die Panels genauso wie das Jahrzehnt aussahen: trashig. Zumindest wurde das Wort „zeitlos“ vermutlich eher selten im Wortschatz der Kreativen verortet. Simonson belehrt uns hier glücklicherweise eines Besseren und präsentiert uns einen Stil, der zum einen entfernt an Miller erinnert und zum anderen doch so sauber ausgeführt wird, dass es eine individuelle Note beibehält. Natürlich handelt es sich hier nicht um das aktuelle Werk eines Jim Lee, aber man wird hier in soweit versorgt, dass potentielle Erwartungen komplett erfüllt werden.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es selten eine so gute auf Filmen basierende Comic-Umsetzung gab, hinter der auch noch klingenden Namen standen, die ohnehin wenig Zweifel an der Qualität des Werkes zulassen. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Kaufempfehlung! In diesem Fall solltet ihr euch jedoch wirklich beeilen: Diesen Band gibt es tatsächlich nur in einer Auflage und diese beträgt nur 1.444 Exemplare! Also nichts wie los und in den Warenkorb damit!

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Feuer und Stein: Alien vs. Predator

Der dritte und damit vorletzte Band der „Feuer und Stein“-Saga beschert uns ein Wiedersehen mit den von LV-223 geflohenen Charakteren um den krebskranken Astro-Biologen Francis, den von ihm mit der „schwarzen Masse“ infizierten Androiden Eden, sowie der verbliebene Rest-Crew um den Söldner Galgo.

Die Geschichte setzt hier direkt nach den Ereignissen des ersten Bands „Prometheus“ ein und zeigt uns was passiert ist, als Francis, gefangen gehalten durch Galgo, vom infizierten Mond flüchtet. Zunächst sieht es so aus, als ob die Mannschaft sich in den Kryo-Schlaf wiegen könnte um danach daheim die zuvor gefundene Waffe der „Konstrukteure“ teuer verhökern zu können. Doch der zu einer Mischung aus Roboter und Alien mutierte Elden, begleitet durch eine Horde Xenomorphe, ist ihnen schon auf den Fersen um Francis zu schnappen und ihn vor seinem Tod nach dem Sinn des Lebens zu befragen, welches der Androide plötzlich führt.

Um das Crossover komplett zu machen und dem Titel der Ausgabe gerecht zu werden, haben auch schon die Predatoren das Schiff ins Visier genommen um ihrem Jagdtrieb nachzugehen. Während Galgo seinen Gefangenen ausliefern will um seine Haut zu retten, stürmt die Mannschaft der Killer mit Dreads das Schiff, um sich auszutoben. Ab hier geht nun eigentlich bis zum Ende des Bandes ein vor Wendungen zu platzen drohender Story-Strang los, der von einem durchgehenden Kampf zwischen allem und jedem begleitet wird. In dessen Verlauf erleben wir wie in den Ausgaben zuvor einige in die Realität umgesetzte Gedankenspiele des Autors Christopher Sebela, wie zum Beispiel die Wirkung des schwarzen Schleims auf einen Predatoren oder Menschen, sowie die immer weiter voranschreitende Mutation Eldens.

Story-technisch kann „Alien vs. Predator“ dabei den beiden Vorgängern leider nicht das Wasser reichen, da der Tiefgang durch das sehr dominante Gemetzel schnell in den Hintergrund gerückt wird und dabei die ganze Geschichte schnell abzustumpfen droht. Als Ergänzung zum ersten Band kann es jedoch auf keinen Fall schaden zuzugreifen um die gesamte Saga als geschlossenen Run genießen zu können.

Vor allem der moderne Zeichenstil von Ariel Olivetti setzt sich positiv von den Vorgängern ab und lädt dazu ein die schönen Panels auf sich wirken zu lassen. Plastisch bis malerisch setzt er die Charaktere sehr attraktiv in Szene und spart ebenfalls nicht an ästhetisch sehr gut aufbereiteten Gewaltdarstellungen, die jedoch immer Story-dienlich sind.

Als Fazit lässt sich ziehen, dass der dritte Teil von „Feuer und Stein“ eine verpflichtende Ergänzung der Sammlung um die Geschichte darstellt. Lesern, die gerne das Aufeinandertreffen der extraterrestrischen Metzel-Maschinen für sich allein genießen wollen, ist in diesem Zusammenhang der Band „Prometheus“ ans Herz zu legen, um die Charaktere und ihre Beweggründe vollends verstehen zu können.

Bei Interesse könnt ihr euch „Alien vs. Predator“ hier besorgen!

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Feuer und Stein: Aliens

Zwar heißt es, dass man die einzelnen Bände der „Feuer und Stein“-Saga auch für sich alleine genießen kann, aber um das Leseerlebnis zu dem zu machen, was die Macher vermutlich im Sinn hatten, ist es wirklich zu empfehlen sich die Geschichten nacheinander zu gönnen. Dazu aber gleich mehr.

Wie schon in meiner letzten Rezension zum Einstiegsband Prometheus erklärt, spielt sich die Handlung, wie der Titel des aktuellen Werks schon vorwegnimmt, im Alien-Universum ab, dass wir von den Verfilmungen um die von H.R. Giger designten Geschöpfe kennen. Genaugenommen beginnt die Geschichte an dem Punkt als in Ridley Scotts „Aliens – Die Rückkehr“ die Kolonie Hadley’s Hope von den mordlüsternen Außerirdischen überrannt wird. Hierbei schaffen es einige Überlebende um den Ingenieur Russel zu entkommen, müssen aber auf dem benachbarten Mond LV-223 notlanden, den wir bereits aus dem ersten Band kennen.

Die Story setzt hier jedoch knapp über 40 Jahre vor den Ereignissen in „Prometheus“ und 88 Jahre nach der gleichnamigen Verfilmung ein und klärt uns über einige Umstände auf, die vielleicht zuvor noch Fragen aufgeworfen haben. Wie kamen die Aliens auf den seltsamen Himmelskörper? Wie konnte ein bizarrer Dschungel mitten auf einem toten Mond entstehen? Was bewirkt der schwarze Schleim eigentlich genau?

Die Geschichte selbst beginnt zunächst sehr Action-lastig und geht eher in die Richtung Survival-Horror, driftet aber ungefähr ab der Hälfte des Bandes in das Genre Mystery, was der Handlung aber sehr entgegenkommt. Es wird einiges in Form eines „Logbuchs“ von Russel erklärt, während das Geschehen drumherum reich bebildert ist, damit es nicht allzu trocken daherkommt. Neben den Erklärungen der Umstände kommen natürlich die Xenomorphs nicht zu kurz und präsentieren sich sogar mit einer neuen Gattung, die eine Verschmelzung zwischen Mensch und Alien darstellt. Vor allem solche Einfälle geben der Reihe die Daseinsberechtigung, die sie ohne jeden Zweifel verdient hat.

Als kleinen Bonus gibt es am Ende eine eigenständige Story, die eine noch eindeutigere Verbindung zwischen Film und Comic herstellt, als die Geschehnisse in der Kolonie auf LV-426 endgültig aus dem Ruder laufen. Zeichnerisch vielleicht nicht das Maß aller Dinge, aber als nette Dreingabe durchaus nett anzusehen.

Im Bezug auf die künstlerische Gestaltung, fällt der Stil von Patric Reynolds im Vergleich zum „europäisch“ anmutenden Strich Juan Ferreyras (Prometheus) sehr rau aber trotzdem realistisch aus. Der grobe Einsatz der Farbe unterstreicht vor allem die bedrückende Atmosphäre und die natürlich oft dargestellte Gewalt.

Alles in allem handelt es sich wie schon beim Vorgänger-Band um eine schöne Verneigung vor dem Ur-Material, ergänzt durch eigene Gedankenspiele und Kreationen, die einem Lust darauf machen zu sehen, wie sich alles in den nachfolgenden Bänden „Alien vs. Predator“ und „Predator“ entwickelt und schlussendlich zu einem Ganzen zusammenfügt.

Den zweiten Band der „Feuer und Stein“-Reihe könnt ihr euch hier holen!

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The Dark Knight III: The Master Race & Batman: Europa

Es wurde vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass Frank Miller mit Brian Azzarello (Joker, Before Watchmen, 100 Bullets) an dem abschließenden Teil der „The Dark Knight Returns“-Reihe mit dem klangvollen Namen „The Master Race“ arbeiten würde und nun kann ich euch weitere Details um die Veröffentlichung präsentieren, die es wirklich in sich haben!

Die Gestaltung übernehmen hier der legendäre Andy Kubert (zu viele gute Titel um nur wenige zu nennen), sowie der Inker der vorherigen „Dark Knight“-Bände Klaus Janson. Die auf 8 Teile angelegte Mini-Serie wird es ab November in verschiedenen Ausführungen zu erwerben geben (fragt euren lokalen Comic-Händler!). So gibt es eine Vielzahl an Variant-Covern, die aber vermutlich für die meisten Europäer unerreichbar bleiben werden, wenn man sich die Stückzahlen ansieht, die geordert werden müssen um sich nur ein einziges Exemplar sichern zu können. Vor allem das Jim Lee-Variant wird sogar bei US-Händlern schwer zu bekommen sein. Aber seht selbst:

1:10 variant cover by KLAUS JANSON
1:25 variant cover by ANDY KUBERT and KLAUS JANSON
1:50 variant cover by TBA
1:100 variant cover by FRANK MILLER
1:500 variant cover by JIM LEE
1:5000 original sketch variant by JIM LEE
Blank variant cover

Zusätzlich liegt allen Heften jeweils eine 16-seitige Kurzgeschichte in kleinerem Format bei, die jedes mal von anderen Gast-Künstlern angefertigt wird.

The Dark Knight III Cover

Sollte man aber wie ich trotz aller Widrigkeiten auf eine schöne bis exklusive Aufmachung bestehen, gibt es diesmal tatsächlich eine Lösung, die sogar den Geldbeutel nicht allzu sehr strapaziert. Jeweils einen Monat nach Erscheinen der einzelnen Ausgaben wird die sogenannte Collector’s Edition auf den Markt gebracht, die beide Storys in gleichem Format beinhaltet sowie ein anderes Cover aufweist. Hat man sich dann bis zum letzten Heft geduldet, wird mit dem abschließenden Band ein schöner Schubert mitgeschickt, in dem alle 8 Bände schön aufbewahrt werden können. Natürlich lasse ich mich nicht lumpen und habe selbstverständlich gleich diese Version abonniert! 🙂

Eine weitere Veröffentlichung die den Comic-Geeks das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen wird ist „Batman: Europa“.

Die Macher haben sich dabei ganz schön viel Zeit gelassen um den Termin auf den aktuellen November zu legen. Für diejenigen, die es noch nicht wussten: Diese vierteilige Mini-Serie wurde schon im Jahr 2004 mit den selben Künstlern und Autoren (Brian Azzarello, Matteo Casali, Jim Lee and Giuseppe Camuncoli) angekündigt, die auch jetzt an Bord des Projekts sind. In dieser Geschichte wird Batman mit einem Virus infiziert und nur der Joker kann ihm helfen das Gegenmittel in Europa aufzuspüren. So müssen sie sich zusammenschließen um den Tod des dunklen Ritters zu verhindern. Eine spannende Rahmenhandlung, die viel zum spekulieren einlädt!

Auf der technischen Seite wird es ebenfalls interessant: Während Jim Lee das komplette erste Heft zeichnet und tuscht, werden bis dato noch nicht bekannt gegebene europäische Künstler Hand an die Serie legen und das Ganze dadurch zu einem wirklich großen Projekt transformieren. Auch hier gibt es ein schönes Variant-Cover (Lee Bermejo) auf das wir wieder neidisch über den großen Teich schielen können.

europa lee version

bermejo variant

Feuer und Stein: Prometheus

Ich kann behaupten so einige Comics in meinem Leben gelesen und dabei zeitgleich so gut wie jedes Genre abgegrast zu haben, dass es so gibt. Eine erstaunliche Ausnahme bildete bis dato jedoch die Science-Fiction-Sparte, um die ich mich unbewusst manövriert habe, bis mir die „Feuer und Stein“-Reihe von Cross Cult in die Hände fiel.

Die im Alien- und Predator-Universum angesiedelte Story gliedert sich dabei in vier Teile, die bis September vollstädig vorliegen werden. Die ersten drei werde ich im Laufe dieser Woche besprechen und euch dabei etwas bei der Entscheidungsfindung unterstützen, falls ihr euch auf Horror mit Außerirdischen einlassen und einer ordentlichen Portion Gewalt anfreunden könnt. Um es für mich persönlich vorweg zu nehmen: Für meinen Teil bin ich durch die Serie optimal bedient und frage mich insbesondere wie ich diese Welt an fremden Lebensformen, dicken Knarren und ästhetischem Gemetzel nicht früher für mich entdecken konnte!

Der Einstieg erfolgt durch den Band „Prometheus“, der rund 100 Jahre nach der gleichnamigen Verfilmung einsetzt und die Crew um Captain Angela Foster auf einer Bergungsmission begleitet, die offiziell ein Schiff auf dem Himmelskörper LV-223 bergen soll. In Wahrheit möchte die Befehlshabende jedoch auf den Spuren Peter Weylands wandeln, um wie er das Geheimnis um den Ursprung der Menschheit zu entschlüsseln.

Als die Truppe jedoch auf dem eigentlich als unbewohntes Ödland beschriebenem Mond ankommt, findet sie einen bizarren Dschungel vor, der nur so vor gefährlichen Kreaturen strotzt: Den legendären Aliens frei nach H.R. Giger und Ridley Scott!

Diese überrennen wie zu erwarten die Mannschaft und stürzen die Unternehmung ins Chaos, aus der ein mit der aus dem Film bekannten schwarzen Masse infizierter Android (ebenfalls Teil der usprünglichen Crew) hervortritt um alles ins Verderben zu stürzen. Zeitgleich taucht einer der „Konstrukteure“ auf um den Überlebenskampf vollends bis an die Grenzen des Möglichen zu tragen.

Das alles mag zunächst nach simpler Blockbuster-Kost in Comic-Gewand klingen, wartet jedoch mit einigen überraschenden Wendungen, sowie gänzlich von Klischees befreiten Beziehungsstrukturen auf. Zum Beispiel zwischen zwei Frauen innerhalb der Mannschaft, ohne dass eine von beiden die „Kampflesbe“ und die andere die „Lolita“ mimen muss. In der heutigen Zeit ein durchaus als gezielt eigesetztes Statement zu verstehendes Story-Element, dass meine persönliche Hochachtung verdient.

Auf technischer Seite überrascht der Argentinier Juan Ferreyra mit einem für amerikanische Publikationen extrem auffallenden Stil, der sich eher an europäischen Graphic Novels als an Massenware orientiert. Bei dem hier vorliegenden Stoff muss das wirklich hervorgehoben werden, da der geneigte Leser durhaus ein anderes Bild der Umsetzung haben könnte, als sie am Ende vor seinen Augen liegt. Durch den unaufgeregten Strich wirkt die Handlung noch näher an den Filmvorlagen und unterlegt den Stoff mit einer gewissen Ernsthaftigkeit, die bei der Geschichte auch durchaus angebracht ist.

Alles in allem kann man „Feuer und Stein: Prometheus“ als Must-Have für Alien-Fans empfehlen, da hier mit größtmöglichem Respekt vor der Ursprungshandlung an die Materie herangegangen wird und trotzdem neue Akzente und theoretische Möglichkeiten ausgepspielt werden, damit keine vorhersehbare Abhandlung von Ereignissen erfolgt.

Den ersten Band könnt ihr euch hier besorgen!

Fear The Walking Dead

Nun bin ich gestern Abend tatsächlich dazu gekommen mir die erste der insgesamt sechs Folgen von „Fear The Walking Dead“ anzusehen und bin hellauf begeistert. Natürlich kommen einem bei Spin-Offs berechtigte Sorgen in Bezug auf Qualität, Sinnhaftigkeit usw. aber ich kann auf subjektiver Ebene eine Entwarnung aussprechen.

Hier bekommt ihr das, was man von einer Horror-Serie wirklich erwartet aber nicht zwangsläufig das, was einem auf Anhieb bei dem Titel des Hauptstrangs in den Sinn kommt. Aber bevor ich ins Detail bezüglich der Unterschiede eingehe, möchte ich denjenigen, die noch nichts von der Serie gehört haben von der Story erzählen, die es durchaus in sich hat.

Die Handlung basiert diesmal zwar nicht auf der erfolgreichen Comic-Reihe, aber Robert Kirkman, das Mastermind hinter den verfaulten Schädeldecken, war auch diesmal an der Entwicklung des Projekts beteiligt. Die Geschichte setzt zu einem Zeitpunkt ein als die Zivilisation noch intakt ist, Angriffe durch Untote die Ausnahme darstellen und noch nicht richtig einzuordnen sind.

Das alles spielt sich dabei in der lebhaften US-Metropole Los Angeles ab, in der die Hauptprotagonisten eine dysfunktionale Patchwork-Familie darstellen. Genauer sind es Travis, ein Englisch-Lehrer mit Kind aus erster Ehe, Madison, seine Frau und Vertrauenslehrerin, sowie ihre Kinder Alicia und Nick. Erstere steht fest im Leben und will aufs College. Zweiter ist auf Heroin hängen geblieben und wird Zeuge eines der ersten „Beißer“-Angriffe.

Da ich niemanden spoilern will, belasse ich es dabei euch nur zu erzählen, dass der Ausbruch der „Krankheit“ Stück für Stück beschrieben wird. Es werden Fragen beantwortet, ob es eine Ahnung gab was passieren würde, wie die Menschen mit den ersten Fällen umgingen und vor allem wie es passieren konnte, dass nicht sofort interveniert wurde.

Nun zu den Unterschieden zur Hauptserie, die die einen vergraulen und die anderen mehr als nur begeistern werden. Was erwartet ihr von einem guten Horror-Film? Ich persönlich will, dass mich die Atmosphäre an der Kehle packt und sich langsam auf die Nerven herabsenkt, bis diese zum zerreißen gespannt sind. Seien wir ehrlich. Wer hat sich bei „The Walking Dead“ wirklich gegruselt? Die Serie lebt von der Spannung innerhalb der Gruppe an Überlebenden, den unerwarteten Irrwegen des Überlebenskampfes, sowie den charismatischen Charakteren. Die Zombies oder Beißer sind das Beiwerk, welches in schöner Regelmäßigkeit geschnetzelt wird.

„Fear The Walking Dead“ besticht im Gegensatz dazu durch eine ruhige Erzählweise, die viel Wert auf Emotionen, sowie die Entwicklung der Persönlichkeit und der Umgebung legt. Dabei werden immer wieder diese schönen „Da ist was um die Ecke“- oder „Oh Gott, gleich passiert was“-Momente eingestreut, die ein Genre namens „Horror“ erst zu dem machen was es ist. Die Figuren wirken dabei bis jetzt durchaus glaubhaft und dienen primär dem Story-Telling und nicht als Lückenfüller. Genau so habe ich mir die Mutterserie vorgestellt, als sie angekündigt wurde und ich von den Comics noch nichts wusste (Asche über mein Haupt).

Ich als Horror-Geek bin hier durchwegs bedient, ohne das die ganzen Klischees und erzwungenen Schock-Momente zum Repertoire des Ganzen gehören. Wenn ihr auch schon reingeguckt habt, würde ich gern eure ganz persönliche Meinung dazu hören!

Für die anderen: Aktuell könnt ihr die Folgen immer Montags nach der US-Ausstrahlung sowohl auf Englisch als auch Deutsch bei Amazon Prime Instant Video ansehen. Ihr könnt als Neukunde übrigens das Angebot unverbindlich 30 Tage lang testen, also im besten Fall schaut ihr ganz umsonst! 😉

© Frank Ockenfels

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