Der TASCHEN-Sale hat begonnen!

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Wie schon vor ein paar Tagen angekündigt, ist heute der TASCHEN-Sale gestartet und läuft bis zum 26.06. Ich habe mich soeben durch die Angebote gescrollt und es ist echt der Wahnsinn! So gut wie alle Bücher, die ich bis jetzt besprochen habe und sogar ihre „großen Brüder“, wie im Fall von „Hieronymus Bosch. Das vollständige Werk“ befinden sich in der Auswahl! Schnell zuschlagen, bevor die Ausgaben weg sind!

Wenn ihr euch ein Bild von den Büchern machen wollt, habe ich hier für euch ein paar meiner bis dato veröffentlichten Rezensionen zusammengestellt (die allesamt im Sale zu finden sind!). Viel Spaß beim shoppen und nicht vergessen: Mein Gewinnspiel, bei dem ihr ein Buch eurer Wahl im Wert von bis zu 50€ ergattern könnt, endet parallel zum Sale!

The Charlie Chaplin Archives

Die besten TV-Serien. TASCHENs Auswahl der letzten 25 Jahre

The Bronze Age of DC Comics

The Little Book of Wonder Woman 

Deutschland um 1900 – Ein Porträt in Farbe

Hieronymus Bosch. Das vollständige Werk

An American Odyssey

 

Breaking Bad – Das offizielle Buch zur TV-Serie

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Könnt ihr euch noch an die erste Serie erinnern, die euch zum Binge-Watching gezwungen hat? In meinem Fall wäre es definitiv „Breaking Bad“ von Vince Gilligan. Es gab Nächte, in denen ich mir ausrechnen musste, wie viele Folgen ich noch sehen könnte, um gleichzeitig genug Schlaf zu haben, um am nächsten Tag in der Arbeit funktionieren zu können. Jede Folge wurde mehr inhaliert als gesehen, jeder Cliffhanger verschaffte mir einen Herzinfarkt und die Entwicklung Walter Whites ließ mir den Kiefer fast konstant runter hängen. Alles in allem die vielleicht beste TV-Serie aller Zeiten. Natürlich recherchierte ich parallel alle bekannten Hintergründe, wollte alles Mögliche über die Entstehungsgeschichte und potentielle Easter-Eggs erfahren. Später konnte ich, als nach und nach die Staffeln auf Blu-Ray erschienen, zusätzliche Interviews und Making-Ofs genießen und die ein oder andere interessante Info für mich mitnehmen.

Nun haben Fans die Möglichkeit sich noch mehr Input über dieses großartige Stück Fernseh-Geschichte nach Hause zu holen. David Thomson hat über Panini Books endlich „Breaking Bad – Das offizielle Buch zur TV-Serie“ veröffentlicht und damit das Sahnehäubchen auf die Sammlung eines jeden Zuschauers gesetzt.

Genaugenommen finden wir hier neben einer ausführlichen Chronik, die die Ereignisse von der ersten bis zur letzten Folge beleuchtet und uns erneut auf eine emotionale Reise durch New Mexico mitnimmt, eine ganze Reihe von internen Einblicken vom ersten Gedankengang bis zur Umsetzung von „Breaking Bad“. Zunächst führt uns eine Einleitung des Herausgebers an die Materie heran, während uns im darauf folgenden Interview mit Mastermind Gilligan eine Vielzahl an überraschenden Aussagen dargeboten wird, die einen gänzlich neuen Blick auf das gesamte Konstrukt ermöglichen. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es wird nach der Lektüre vermutlich keine Szene geben, bei der man nicht nach den im Text erwähnten Details suchen wird.

Um diese dann wirklich alle finden zu können, widmet sich anschließend ein ganzes Kapitel der Aufschlüsselung der Hintergründe zur Serie in ihre symbolträchtigen Einzelteile. Dem folgt die Beantwortung der Fragen bezüglich Outfits, der sich entwickelnden Farbgebung der Charaktere, Gründe für bestimmte Einstellungen, innovativer Technik und zu allem anderen, was man sich noch so vorstellen kann. Wenn jemand danach das Konzept noch nicht erfasst hat, hat er oder sie das Buch einfach nicht gelesen.

Der Band geht ab diesem Zeitpunkt sogar einen Schritt weiter und erinnert uns an die besondere Stellung der Story und die damit verbundenen Inhalte. In erster Linie ist die Chemie und alles was man mit ihr kreieren oder anrichten kann als eigener Charakter zu verstehen. Diesem wird sich auf ganzen 14 Seiten gewidmet, indem legendäre Szenen analysiert werden, während denen die jeweiligen Stoffe zum Einsatz kommen. In diesem Zusammenhang wird erläutert wie Flusssäure oder Knallquecksilber in der Realität funktionieren und ob sie naturgetreu auf dem Bildschirm genutzt wurden. Ein wirklicher Leckerbissen, der einem erneut vor Augen führt mit welcher Akribie, trotz aller vorhandenen Widrigkeiten, an der Entwicklung der Folgen gearbeitet wurde.

Weitere Aspekte, die behandelt wurden aber auch mir beim ersten Betrachten der Folgen nie in den Sinn kamen, beweisen einmal mehr, dass der Erfolg dem gesamten Konzept recht gibt. Details wie eigens für die jeweiligen Figuren ausgewählte Themes, Spielereien mit dem Tausch von typischen Farben (Grün für Walt, Blau für Skyler und dann entsprechend andersrum usw.), Gründe für bestimmte Schlüsselszenen (Wer hätte gedacht, dass der pinke Teddy eingeführt wurde ohne, dass zunächst eine Idee bestand wie er in den Pool gekommen sein soll?) oder der konkrete Aufbau einer Wohnung lassen einen immer wieder ehrfürchtig auf die über fünf Staffeln andauernde Odyssee „Heisenbergs“ zurückblicken.

Um auch die letzten Fragezeichen zu beseitigen, werden immer wieder Interviews mit den Verantwortlichen der jeweiligen Abteilungen eingestreut, in denen sie ihre Ideen nochmals persönlich erklären können. Selbiges wird nochmal als Abschluss in Form von Gesprächen mit den Produzenten geboten. Um bis dahin die Info-Flut mit visuellen Spielereien aufzulockern, wurden außerdem alle Plakate des legendären „Breaking Bad Art Project“abgedruckt und alle verteilten „Challenge Coins“ (Gedenkmünzen und eine Art Ausweis für Crew und Cast) mit ihren Motiven erläutert. Damit sollte eigentlich jeder erdenkliche Aspekt abgedeckt sein, den man als Fan erwarten kann.

Ich persönlich bin geradezu angefixt die Blu-Ray-Boxen wieder aus dem Schrank zu holen und mir das Geschehen aus dem neu erworbenen Blickwinkel anzusehen. Genau genommen ist die Anschaffung des Buchs unumgänglich, wenn man für Hintergrundinformationen, Making-Ofs usw. zu begeistern ist. Insbesondere für knapp 30€ ist es für den gebotenen Inhalt als Schnäppchen zu betrachten. Vor allem wenn man sich vergleichbare Veröffentlichungen über Serien-Events oder Filme ansieht. Für mich bleibt der Band immer in Sichtweite im Schrank stehen, damit ich beim nächsten BB-Marathon das „Lexikon“ griffbereit habe.

Hier oder hier könnt ihr euch das Buch besorgen.

TASCHEN Sale!

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Ihr habt sicherlich bemerkt, dass ich in regelmäßigen Abständen Bücher des TASCHEN-Verlags rezensiere. Diese sind dabei bezüglich der behandelten Themen oftmals sowohl quantitativ als auch qualitativ außer Konkurrenz!

Das Problem, dass Otto-Normalverbraucher beim Erwerb der Bücher haben könnte, ist der bei einigen Ausgaben happige Preis! Nun könnt ihr euch aber so richtig eindecken, denn TASCHEN haben soeben einen Sale mit bis zu 75% Rabatt gestartet!

Ihr findet hier alles von Gesamtwerken berühmter Maler und Fotografen über Best-Of-Sammlungen zu Musik und Film bis hin zu Nischen wie Erotik-Werken wie „The Big Butt Book“ oder die mit dem „Peng“-Preis ausgezeichnete Enzyklopädie „75 Years of Marvel“

Beeilt euch! Das Kontingent ist begrenzt! Hier geht es zum Sale!

Die besten TV-Serien. TASCHENs Auswahl der letzten 25 Jahre

Es wird vermutlich kaum jemanden unter uns geben, der nicht die ein oder andere Fernseh-Serie als Ausklang für einen anstrengenden Tag oder als süchtig machenden Stoff konsumiert hätte. Dabei wird uns als Zuschauer eine immense Bandbreite an Genres und Formaten geliefert, die man teils kaum unter einem Oberbegriff zusammenfassen kann. Angefangen bei in sich abgeschlossener Unterhaltung für die ganze Familie (z.B. Die Simpsons), bis hin zu opulenten Meisterwerken, die einem Kinofilm in nichts nachstehen (z.B. Game Of Thrones) wird einem alles geboten was das Herz begehrt.

Bei der Masse an Produktionen ist es jedoch kaum möglich einen allumfassenden Überblick zu behalten und genau hier setzt die neueste Veröffentlichung aus dem Hause TASCHEN ein. Wie gewohnt wird das besprochene Thema bis zum kleinsten Punkt in Gänze ausgebreitet und analysiert. Dafür ist der Verlag bekannt und wird auch hier durch den Autor Jürgen Müller, den man als Herausgeber der bekannten Dekaden-Filmbuchreihe kennt, seinem Namen gerecht.

"The Simpsons" Season 25 (2014)

Dabei ist es kein Zufall, dass es sich inhaltlich  (wie der Titel des Buches schon verrät) um die besten Serien der letzten 25 Jahre handelt. Denn genau in dieser Zeit entstanden die ersten Premium-Produktionen, die entweder eine revolutionäre Idee und/oder einen mehrere Folgen überspannenden Story-Bogen vorweisen konnten. Angefangen mit der leibhaftigen Initialzündung für qualitativ hochwertige Formate um „Twin Peaks“ von David Lynch, über Frühwerke moderner Künstler wie Lars von Triers „Geister“ bis zu mit Hollywood-Größen besetzten Veröffentlichungen à la „True Detective“, wird jede einzelne Periode dieser wiedergeborenen Unterhaltungsform eindringlich analysiert und bewertet. Dabei wird jeder Serie, nach einigen Kurzinformationen in Form von Anzahl der Folgen, Sender und Dauer, ein gut genutzter Platz von jeweils 4-5 Seite eingeräumt, in dem die Story, die Ursprünge und Hintergrundinformationen beleuchtet werden. Dem wird ein kurzes Glossar nachgestellt, das weiterführende Erklärungen rund um die Entstehungsgeschichte bietet und einen noch tieferen Einblick in die Materie gewährt.

Breaking Bad (Season 4) 2011

Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine einfache Wiedergabe schon bekannter Informationen, sondern um detailverliebte Ausführungen über Gründe für bestimmte Entwicklungen, den Einfluss von Produzenten und Filmschaffenden sowie die Auswirkungen auf das generelle Voranschreiten des Mediums. Egal ob es sich dabei um die Nutzung unvorstellbar hoher Budgets, unkonventioneller Methoden oder einfach brillantes Story-Telling handelt. Hier reicht die Bezeichnung „fun-facts“ in keinster Weise aus. Es fühlt sich eher wie eine unterhaltsam aufbereitete Enzyklopädie an, die dazu einlädt das nun erworbene Wissen mit Gleichgesinnten zu teilen. Natürlich kommen dabei, wie es sich bei einem visuellen Medium gehört, die Bilder und Screenshots zu der jeweils besprochenen Serie nicht zu kurz. Wie üblich im Überformat geliefert, entfalten die Darstellungen einen nicht zu verleugnenden Sog auf den Leser, der bei der Lektüre am liebsten sofort den Fernseher anschmeissen möchte um sich selbst einen Eindruck verschaffen zu können. Bei der Masse an vorgestellten Titeln kommt es im Übrigen gar nicht so selten vor, dass man gewisse Veröffentlichungen bis dato gar nicht kannte und sich im Laufe des Buches die ein oder andere Inspiration holt. Für mich persönlich wären das die schon oft gepriesenen „Sopranos“, sowie die mir bis zu dieser Lektüre nicht bekannten HBO-Produktionen „Deadwood“ und „Rom“. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass hier sowohl der typische Serienjunkie überrascht wird aber auch der Neuling vollends befriedigt wird, indem kein Vorwissen verlangt wird und der Inhalt als Anreiz verstanden werden kann.

Matthew McConaughey and Woody Harrelson

Bei einem fairen Preis von knapp 50 Euro, ist das Gebotene hierbei mehr als nur ein fairer Gegenwert. In Halbleinen gebunden und auf hochwertigem Papier gedruckt, stimmen wieder einmal sowohl Aufmachung als auch Inhalt. Dementsprechend gibt es von mir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für dieses Sachbuch, welches vor allem in dem behandelten Bereich seinesgleichen sucht.

Fear The Walking Dead

Nun bin ich gestern Abend tatsächlich dazu gekommen mir die erste der insgesamt sechs Folgen von „Fear The Walking Dead“ anzusehen und bin hellauf begeistert. Natürlich kommen einem bei Spin-Offs berechtigte Sorgen in Bezug auf Qualität, Sinnhaftigkeit usw. aber ich kann auf subjektiver Ebene eine Entwarnung aussprechen.

Hier bekommt ihr das, was man von einer Horror-Serie wirklich erwartet aber nicht zwangsläufig das, was einem auf Anhieb bei dem Titel des Hauptstrangs in den Sinn kommt. Aber bevor ich ins Detail bezüglich der Unterschiede eingehe, möchte ich denjenigen, die noch nichts von der Serie gehört haben von der Story erzählen, die es durchaus in sich hat.

Die Handlung basiert diesmal zwar nicht auf der erfolgreichen Comic-Reihe, aber Robert Kirkman, das Mastermind hinter den verfaulten Schädeldecken, war auch diesmal an der Entwicklung des Projekts beteiligt. Die Geschichte setzt zu einem Zeitpunkt ein als die Zivilisation noch intakt ist, Angriffe durch Untote die Ausnahme darstellen und noch nicht richtig einzuordnen sind.

Das alles spielt sich dabei in der lebhaften US-Metropole Los Angeles ab, in der die Hauptprotagonisten eine dysfunktionale Patchwork-Familie darstellen. Genauer sind es Travis, ein Englisch-Lehrer mit Kind aus erster Ehe, Madison, seine Frau und Vertrauenslehrerin, sowie ihre Kinder Alicia und Nick. Erstere steht fest im Leben und will aufs College. Zweiter ist auf Heroin hängen geblieben und wird Zeuge eines der ersten „Beißer“-Angriffe.

Da ich niemanden spoilern will, belasse ich es dabei euch nur zu erzählen, dass der Ausbruch der „Krankheit“ Stück für Stück beschrieben wird. Es werden Fragen beantwortet, ob es eine Ahnung gab was passieren würde, wie die Menschen mit den ersten Fällen umgingen und vor allem wie es passieren konnte, dass nicht sofort interveniert wurde.

Nun zu den Unterschieden zur Hauptserie, die die einen vergraulen und die anderen mehr als nur begeistern werden. Was erwartet ihr von einem guten Horror-Film? Ich persönlich will, dass mich die Atmosphäre an der Kehle packt und sich langsam auf die Nerven herabsenkt, bis diese zum zerreißen gespannt sind. Seien wir ehrlich. Wer hat sich bei „The Walking Dead“ wirklich gegruselt? Die Serie lebt von der Spannung innerhalb der Gruppe an Überlebenden, den unerwarteten Irrwegen des Überlebenskampfes, sowie den charismatischen Charakteren. Die Zombies oder Beißer sind das Beiwerk, welches in schöner Regelmäßigkeit geschnetzelt wird.

„Fear The Walking Dead“ besticht im Gegensatz dazu durch eine ruhige Erzählweise, die viel Wert auf Emotionen, sowie die Entwicklung der Persönlichkeit und der Umgebung legt. Dabei werden immer wieder diese schönen „Da ist was um die Ecke“- oder „Oh Gott, gleich passiert was“-Momente eingestreut, die ein Genre namens „Horror“ erst zu dem machen was es ist. Die Figuren wirken dabei bis jetzt durchaus glaubhaft und dienen primär dem Story-Telling und nicht als Lückenfüller. Genau so habe ich mir die Mutterserie vorgestellt, als sie angekündigt wurde und ich von den Comics noch nichts wusste (Asche über mein Haupt).

Ich als Horror-Geek bin hier durchwegs bedient, ohne das die ganzen Klischees und erzwungenen Schock-Momente zum Repertoire des Ganzen gehören. Wenn ihr auch schon reingeguckt habt, würde ich gern eure ganz persönliche Meinung dazu hören!

Für die anderen: Aktuell könnt ihr die Folgen immer Montags nach der US-Ausstrahlung sowohl auf Englisch als auch Deutsch bei Amazon Prime Instant Video ansehen. Ihr könnt als Neukunde übrigens das Angebot unverbindlich 30 Tage lang testen, also im besten Fall schaut ihr ganz umsonst! 😉

© Frank Ockenfels

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