[Rezension] Hal Foster’s Tarzan. The Complete Sunday Comics 1931–1937 (TASCHEN)

Die Figur des Tarzan ist ein fester Bestandteil der Popkultur, obwohl man vor allem in den letzten Jahren eher wenige Interpretationen des „Dschungel-Königs“ zu Gesicht bekommen hat. Angefangen bei den ersten Geschichten in Pulp-Magazinen und den Verfilmungen vor über 100 Jahren bis hin zu einer Disney-Adaption wurde wirklich jede Möglichkeit ausgeschöpft, um den Lendenschurzträger aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Leiser ist es vermutlich nur deswegen geworden, weil einige Aspekte der Geschichte für ein modernes Publikum als überholt und teilweise sogar problematisch gelten. Doch wie es bei vielen Figuren aus den frühen Tagen des 20. Jahrhunderts der Fall ist, bilden sie eine Basis für spätere Entwicklungen und bieten einen interessanten Blick auf den Zeitgeist vergangener Generationen.

Tarzan Hal Foster newspaper strips © ERB, Inc. All Rights Reserved. 

Eine ganz besondere Version des Charakters Tarzan haben wir Hal Foster zu verdanken, der noch vor seiner legendären Arbeit an Prinz Eisenherz die Zeitungsleser der 30er-Jahre mit der präzisen Anatomie seiner Helden und detailreich ausgeschmückten Landschaften zu begeistern wusste. Doch ein so geradliniger Weg zu Ruhm und Ehre war es nicht. Angefangen als Werbegrafiker war das Zeichnen von Comics für Foster kein vorgezeichneter Pfad. Trotz des Umstands, dass sein Auftrag, einen 60-teiligen schwarz-weißen Zeitungscomic auf Basis von Edgar Rice Burroughs Roman Tarzan of the Apes zu kreieren, in England ein Erfolg war, hatte Foster keinerlei Interesse daran, weitere Storys für den US-Markt anzufertigen. Doch als die Weltwirtschaftskrise mit ihrer vollen Wucht zuschlug, gab es so etwas wie Optionen nicht mehr, und der Künstler willigte ein, ganzseitige Tarzan-Abenteuer in Farbe für Sonntagsseiten zu gestalten. Geld musste verdient und eine Familie ernährt werden.

Dieser aus der Not heraus angenommene Job wurde mehr schlecht als recht bezahlt, und doch hatte er etwas Gutes. Die sieben Jahre (1931–1937), in denen Tarzan gegen Bösewichter, Fantasiewesen, Dinosaurier und andere Gegenspieler kämpfte, sorgten zusammen dafür, dass die Reihe zum beliebtesten Sonntagscomic ihrer Zeit wurde. Dadurch konnte Foster sich ab einem bestimmten Zeitpunkt die Freiheit nehmen, sich Stoffen zuzuwenden, die ihn persönlich interessierten und seinen Ruf als Legende der Comic-Branche endgültig zementierten. Nicht wenige andere große Namen nannten ihn deshalb als Inspiration, darunter auch Größen wie Frank Frazetta oder Jack Kirby. Wenn sich solche Halbgötter auf einen berufen, hat man definitiv etwas richtig gemacht.

Tarzan Hal Foster newspaper strips © ERB, Inc. All Rights Reserved. 

Dank des TASCHEN-Verlags darf man sich nun aber auch als Normalsterblicher die ersten Gehversuche im Bereich Abenteuer-Comic zu Gemüte führen. Denn mit Hal Foster’s Tarzan. The Complete Sunday Comics 1931–1937 liegt das gesamte Schaffen Hal Fosters zu der genannten Figur vor und das in einer Qualität, die ihresgleichen sucht. Neben dem opulenten XXL-Format wurde penibel darauf geachtet, den ursprünglichen Look beizubehalten. Gelungen ist das Ganze durch Reproduktionen aus den Originalzeitungen, die nicht nur die ursprünglichen Farben, sondern auch die charakteristische Ben-Day-Rasterung bewahrt haben. Dabei handelt es sich um einen Druckprozess mit Rasterfolien, die für den typischen Look alter Comics sorgen, bei dem Punkte zusammenhängende Farbflächen ergeben. Vorangestellt ist ein einleitender Text von Dian Hanson, die nicht nur den Werdegang Hal Fosters nachzeichnet, sondern parallel auch historischen Kontext bietet, um Tarzan im Rahmen seiner Zeit besser verstehen zu können.

Vor diesem Hintergrund können die abgedruckten Geschichten natürlich für sich selbst genossen werden, doch für moderne Leser sind sie in erster Linie eine Quelle, die man sowohl auf der Ebene der Comics als auch im Hinblick auf soziokulturelle Aspekte untersuchen kann. Lesegewohnheiten haben sich geändert, Darstellungsweisen haben sich glücklicherweise weiterentwickelt, doch als Kinder ihrer Zeit sind diese Abenteuer nach wie vor ein seltener und zugleich spannender Einblick in die Gedankenwelt der USA und damit stellvertretend in die westliche Hemisphäre des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts. Wundert man sich einerseits über die damals öffentlichen Beschwerden zu Gewaltdarstellungen, die heutzutage niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken würden, stoßen einem andererseits die Sexualisierung und teils eindeutig koloniale Blickwinkel mehrfach sauer auf. Im Kontext betrachtet ist beides jedoch Teil des Gesamterlebnisses, wenn man diesen mit Liebe gestalteten Band aufschlägt. In diesem Sinne: Wer sich auch nur ansatzweise für die Historie von Comics oder gesellschaftliche Entwicklungen interessiert, die sich an Medien ablesen lassen, muss sich Hal Foster’s Tarzan. The Complete Sunday Comics 1931–1937 ins Regal stellen.

Hal Foster’s Tarzan. The Complete Sunday Comics 1931–1937
Verlag: TASCHEN
Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch
Format: Hardcover, 34,4 x 44 cm, 5,19 kg
Seitenzahl: 392
Preis: 200 EUR

Tarzan Hal Foster newspaper strips © ERB, Inc. All Rights Reserved. 

Signierstunde in Berlin am 09.06.: Francis Kéré – Building Stories

Dem TASCHEN-Verlag ist mit der Einladung von Francis Kéré in den Berliner Flagshipstore erneut ein besonderer Coup gelungen. Der burkinische Architekt und Träger des Pritzker-Architekturpreises 2022 gilt als einer der bedeutendsten Vertreter nachhaltiger und sozial engagierter Architektur unserer Zeit. Sein tiefes Verantwortungsgefühl gegenüber der Gemeinschaft, in der er aufgewachsen ist, sowie sein Glaube an die transformative Kraft von Schönheit und Architektur prägen sein gesamtes Schaffen.

Inspiriert von den Besonderheiten eines Ortes und dessen sozialem Gefüge realisieren Kéré und sein Team Projekte auf vier Kontinenten. Lehrtätigkeiten an renommierten Institutionen wie der TU München, der Harvard Graduate School of Design, der Accademia di Architettura di Mendrisio und der Yale University unterstreichen zusätzlich seine internationale Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund darf man sich umso mehr freuen, dass Francis Kéré am 09.06.2026 um 18 Uhr gemeinsam mit Aino Laberenz, Leiterin des Projekts Operndorf Afrika in Burkina Faso, sein aktuelles Werk Building Stories im TASCHEN-Flagshipstore Berlin (Schlüterstraße 39) präsentieren und signieren wird.

In diesem eindrucksvollen, vom Amsterdamer Grafikdesignstudio Irma Boom gestalteten Band gewährt Kéré einen persönlichen Einblick in die Ideen, Werte und Visionen, die ihn und sein sozial engagiertes Architekturbüro antreiben. Vorgestellt werden 26 zentrale Projekte, allesamt reich illustriert mit bislang unveröffentlichten Skizzen, Fotografien und Zeichnungen. Zu den präsentierten Arbeiten zählen unter anderem der Serpentine Pavilion, die Gando-Schulprojekte, Entwürfe für die Nationalversammlungen von Burkina Faso und Benin, das Thomas-Sankara-Denkmal sowie das kürzlich vorgestellte Las Vegas Museum of Art.

Kérés Sprache bewegt sich dabei mühelos zwischen Poesie und Pragmatismus. Ob technische Details wie das Zuschneiden von Ziegeln vor Ort oder die politischen und ökologischen Kräfte hinter seinen Entwürfen: Seine Begeisterung gilt gleichermaßen dem Handwerk wie den großen Ideen. Ein Kapiteluntertitel bringt diese Haltung treffend auf den Punkt: „Wie man Fantasie in das Raster der Regeln einfließen lässt (ohne sie daran zu hindern, zu fliegen).“

Wer Francis Kéré persönlich erleben möchte, sollte sich diesen Abend nicht entgehen lassen.

Veranstaltung: Signierstunde mit Francis Kéré
Ort: TASCHEN Store – Schlüterstraße 39, 10629 Berlin
Zeit: Dienstag, 09.06.2026, 18 bis 20 Uhr

Francis Kéré. Building Stories
Verlag: TASCHEN
Sprache: Englisch
Format: Softcover, 19 x 25,5 cm, 1,17 kg
Seitenzahl: 444
Preis: 75 EUR

TASCHEN – Sale – Bis zu 75% Rabatt

Mit dem neuen Jahr kommen auch die neuen Vorsätze. Wer hat sich nicht auch schon vorgenommen, endlich mehr Zeit dem Lesen zu widmen und sich kulturell weiter bilden? Wenn ihr dazu gehört, könnt ihr euch schon bald mit dem dafür nötigen Stoff versorgen: TASCHEN lädt von Dienstag, 3. Februar, bis Samstag, 7. Februar, erneut zum legendären SALE. Wenn es einen Ort für Kunst und Kultur für die heimischen vier Wänder gibt, dann hier!

Der genannte Sale findet in den beiden Flagshipstores in Berlin (Schlüterstr. 39) und Köln (Neumarkt 3) statt, wo es bis zu 75 % Rabatt auf ausgewählte Titel gibt – darunter Ansichtsexemplare und Bücher mit kleinen Mängeln aus den Bereichen Kunst, Architektur, Design, Grafik, Film, Fotografie, Mode, Reise, Popkultur und Sex. Wer sich im Vorfeld zu einigen dieser Titel informieren möchte, findet auf meinem Blog zahlreiche Besprechungen, die einen guten Eindruck davon vermitteln, was euch bei einer Anschaffung erwartet. Schaut am besten auch jetzt schon auf die Website des Verlags. Hier finden sich immer wieder neue Schätze, die man seiner Sammlung hinzufügen möchte!

Der Berliner Flagshipstore von TASCHEN

Wer zum besagten Termin verhindert ist oder sich nicht in einer der beiden Städte befindet, kann selbstverständlich auch online auf www.taschen.com zuschlagen. Dort findet der Sale allerdings um einen Tag versetzt – also von Donnerstag, 5. Februar, bis Sonntag, 8. Februar – statt.

Besonderes Highlight: Am Mittwoch, 4. Feberuar, von 17 bis 20 Uhr laden die Stores zur großen Preview-Party ein! Geboten werden Drinks, ein DJ-Set und eine exklusive Vorab-Präsentation aller Angebote. Vorbeischauen lohnt sich!

Der Kölner Flagshipstore

TASCHEN Sale
Ort: TASCHEN.com und in den Flagshipstores Berlin (Schlüterstr. 39) und Köln (Neumarkt 3)
Zeitraum: 4. bis einschließlich 7. Februar 2026 (online: 5. bis einschließlich 8. Februar)
Preview Party: 4. Februar 2026 (17-20 Uhr)

[Rezension] Disney Comics Library. Carl Barks’s Donald Duck. Vol. 1. 1942–1950 (TASCHEN)

©Disney

Wer Disney-Comics liebt, kommt an Carl Barks (1901–2000) nicht vorbei. Der Mann, der über viele Jahre nur als „der gute Künstler“ bekannt war, prägte das Entenhausen-Universum zwischen 1942 und 1966 wie kein anderer. Seine Geschichten, damals anonym veröffentlicht, zeugen bis heute von erzählerischer Tiefe, visueller Raffinesse und einem Humor, der Generationen überdauert hat.

Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis sich der TASCHEN-Verlag seiner annimmt. Die Vorzeichen waren im Grunde schon da, doch wenn man die Praktiken von Disney kennt, die ihre klassischen Franchises hüten wie ihren Augapfel, blieb immer eine leichte Skepsis. Nachdem aber die ultimative Chronik zu Donald Duck veröffentlicht wurde, konnte man sich durchaus vorstellen, dass irgendwann ein ähnlicher Weg eingeschlagen werden könnte, wie er schon zuvor mit der Marvel Comics Library gegangen wurde. Und siehe da: Es klappt!

©Disney

Wie schon bei den erwähnten Titeln handelt es sich bei Disney Comics Library. Carl Barks’s Donald Duck. Vol. 1. 1942–1950 um ein XXL-Format von fast 4,5 kg Gewicht und satten 636 Seiten Inhalt. Doch nicht nur haptisch ist diese Veröffentlichung (die dem Titel nach nur den Anfang darstellt) überwältigend. Wie schon bei anderen Comic-bezogenen Bänden wurde auf sorgfältig restaurierte Reproduktionen zurückgegriffen, die in ihrer Authentizität den ursprünglichen Heften in kaum etwas nachstehen. Zwar wurde natürlich digital nachgeholfen, um das Lesevergnügen nicht durch ästhetische Mängel zu trüben, aber Haptik und Look sind, abgesehen vom offensichtlichen Überformat, sehr nah dran an der Realität von vor inzwischen über 75 Jahren.

Vorangestellt ist wie üblich ein Vorwort. Dieses Mal von Disney-Historiker Jim Fanning, der vor allem für diejenigen neue Erkenntnisse bietet, die sich bislang hauptsächlich mit den Geschichten selbst, aber weniger mit ihrem Schöpfer auseinandergesetzt haben.

©Disney

Wenn es um die Storys an sich geht, sind hier die meisten, aber nicht alle Werke versammelt, für die Barks in den ersten sieben Jahren seiner Arbeit an den Bewohnern von Entenhausen verantwortlich war. Zum einen sind die meist zehnseitigen Geschichten aus Walt Disney’s Comics & Stories nicht inkludiert. Zum anderen fehlt in den Nachdrucken aus der Comicheft-Reihe Four Color Comics die Geschichte „Voodoo Hoodoo“ aus dem Jahr 1949. Hintergrund ist mit Sicherheit die stereotype Darstellung eines afrikanischen Volkes, das in einen Konflikt mit Dagobert Duck gerät und ihm in der Folge einen Zombie auf den Hals hetzt.

Die Gründe für den Verzicht auf den Abdruck liegen zwar gewissermaßen auf der Hand, da der Titel auf dem internen Index von Disney steht (auch wenn er vor etlichen Jahren in der Carl Barks Library abgedruckt wurde). Doch wenn man bedenkt, dass sich der vorliegende Band definitiv nicht an Kinder richtet, sondern an Sammler und erwachsene Fans, bleibt ein bitterer Beigeschmack. Zwar hätte man nicht den Weg von Tim und Struppi gehen müssen, bei dem etwa das rassistische Werk Tim im Kongo ohne historische Einordnung vertrieben wird, aber es hätte sicher eine Möglichkeit gegeben, das Ganze kritisch eingehegt abdrucken zu können. Diese Rechnung geht mit Disney jedoch nicht auf.

Ähnliche Fälle gibt es auch im Bereich der Trickfilme: So ist es extrem schwierig, an die Propagandafilme aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu kommen. Man will sein Image eben schützen, aber wenn eine Retrospektive aufgelegt werden soll, wäre ein Überdenken der internen Regeln durchaus angebracht gewesen. Kennt man „Voodoo Hoodoo“ nicht, könnte man die fehlende Story leicht übersehen. Das gilt jedoch nicht für „Frozen Gold“ (Four Color Nr. 62; 1944) und „Land of the Totem Poles“ (Four Color Nr. 263; 1949). Beide Cover sind zu finden, weil andere von Barks gestaltete Abenteuer in den beiden Heften zu finden sind und abgedruckt wurden, die titelgebenden Geschichten selbst jedoch nicht. Auch hier kann man davon ausgehen, dass die zeitgenössische (aber dadurch nicht weniger stereotype und damit diskriminierende) Darstellung indigener Völker der Grund dafür ist.

Würde es sich um eine simple Neuauflage handeln, könnte man damit leben, aber im vorliegenden Fall? In meinen Augen sehr schade und eine verpasste Chance auf eine vollumfängliche Rückschau.

©Disney

Unabhängig davon findet man hier dennoch einen reichen Fundus an Geschichten, die nicht nur die technische Entwicklung von Barks abbilden, sondern den Grundstein für vieles legen, was bis heute Kanon ist. So ist der „Duck-Man“ für die Existenz essenzieller Charaktere wie die Panzerknacker oder Daniel Düsentrieb verantwortlich und vor allem für Dagobert Duck, der in „Christmas on Bear Mountain“ (Four Color Nr. 178; 1947) seinen ersten Auftritt feiern darf. Diesen kann man hier in allen Details und in Übergröße genießen.

Auch kultige Geschichten wie „Lost in the Andes“ (Four Color Nr. 223; 1949), die in Deutschland als „Im Land der viereckigen Eier“ bekannt ist, wurden abgedruckt und können endlich in ihrer ursprünglichen Pracht bewundert werden. Das gilt im Übrigen auch für die Originaltexte. Auf die legendären Übersetzungen von Erika Fuchs wurde bewusst verzichtet. Was für deutschsprachige Leser zunächst ungewohnt sein mag, eröffnet zugleich eine authentische Zeitreise in die Frühphase des Disney-Comic-Universums. Nostalgie spielt hier keine Hauptrolle. Im Mittelpunkt steht vielmehr die historische und künstlerische Bedeutung eines der größten Comic-Schöpfer des 20. Jahrhunderts.

Fazit: Disney Comics Library. Carl Barks’s Donald Duck. Vol. 1. 1942–1950 ist ein bibliophiles Ereignis. Der Band vereint editorische Sorgfalt, beeindruckende Gestaltung und kulturelle Relevanz auf höchstem Niveau. Trotz kleinerer inhaltlicher Lücken ist er für Sammler, Comic-Historiker und Liebhaber des Mediums ein absolutes Must-have und mit Sicherheit nur der Auftakt einer Reihe, die Maßstäbe setzt.

So oder so: Qualität und Quantität stimmen und ergeben somit eine klare Kaufempfehlung.

©Disney

Disney Comics Library. Carl Barks’s Donald Duck. Vol. 1. 1942–1950
Verlag: TASCHEN
Sprache: Englisch
Format: Hardcover, 28 x 39.5 cm, 4,30 kg
Seitenzahl: 636
Preis: 175 EUR

TASCHEN – Warehouse Sale – Bis zu 75% Rabatt

Der Sommer hat nach mehreren Wochen herbstlicher Stimmung endlich Fahrt aufgenommen – und die Lust auf Kultur steigt parallel mit an. Zieht es einen jedoch statt in Galerien und Museen eher auf den heimischen Balkon mit einem kühlen Drink, muss man dennoch nicht verzagen: TASCHEN lädt von Mittwoch, 3. September, bis Samstag, 6. September, erneut zum legendären WAREHOUSE SALE. Wenn man sich irgendwo mit Information zu Kunst und Kultur für die heimischen vier Wänder versorgen kann, dann hier!

Der genannte Sale findet in den beiden Flagshipstores in Berlin (Schlüterstr. 39) und Köln (Neumarkt 3) statt, wo es bis zu 75 % Rabatt auf ausgewählte Titel gibt – darunter Ansichtsexemplare und Bücher mit kleinen Mängeln aus den Bereichen Kunst, Architektur, Design, Grafik, Film, Fotografie, Mode, Reise, Popkultur und Sex. Wer sich im Vorfeld zu einigen dieser Titel informieren möchte, findet auf meinem Blog zahlreiche Besprechungen, die einen guten Eindruck davon vermitteln, was euch bei einer Anschaffung erwartet.

Der Berliner Flagshipstore von TASCHEN

Wer zum besagten Termin verhindert ist oder sich nicht in einer der beiden Städte befindet, kann selbstverständlich auch online auf www.taschen.com zuschlagen. Dort findet der Sale allerdings um einen Tag versetzt – also von Donnerstag, 4. September, bis Sonntag, 7. September – statt.

Besonderes Highlight: Am Mittwoch, 3. September, von 17 bis 20 Uhr laden die Stores zur großen Preview-Party ein! Geboten werden Drinks (von Buschi’s in Köln und Aqua Monaco in Berlin), ein DJ-Set von Sunshine Live und eine exklusive Vorab-Präsentation aller Angebote. Vorbeischauen lohnt sich!

Der Kölner Flagshipstore

TASCHEN Warehouse Sale
Ort: TASCHEN.com und in den Flagshipstores Berlin (Schlüterstr. 39) und Köln (Neumarkt 3)
Zeitraum: 3. bis einschließlich 6. September 2025 (online: 4. bis einschließlich 7. September)
Preview Party: 3. September 2025 (17-20 Uhr)

[Rezension] Marvel Comics Library. Hulk. 1962-1966 (TASCHEN)

Wenn man das Wort Superheld in den Mund nimmt, erscheinen vor dem geistigen Auge Bilder von Capes, Masken, hautengen Kostümen und markanten Gesichtern. Vor Wut verzerrte Grimassen, zerrissene Klamotten und eine Hautfarbe wie nach einer schlecht vertragenen Mahlzeit gehören jedoch für die Wenigsten dazu. Dabei sind es genau diese Merkmale, die eine der bekanntesten Figuren aus dem Hause Marvel auszeichnen und die auf die immens fruchtbare Zusammenarbeit von Stan Lee und Jack Kirby zurückgehen: Der unglaubliche Hulk!

Dabei war das grüne Alter Ego des Wissenschaftlers Bruce Banner zunächst eher im Horrorgenre verankert als im Umfeld der kurz zuvor vorgestellten Fantastic Four. Doch genau das macht die Figur so faszinierend und damit relevant. Als geistiges Kind seiner Zeit wird der Hulk aus der Zerstörungskraft einer experimentellen Bombe geboren und entspringt damit direkt den Ängsten des Kalten Krieges. Kaum ein anderer Charakter spiegelt nicht nur Trends des damaligen Comicmarkts wider, sondern auch den sozialen und politischen Zeitgeist. Könnte man das grüne Ungeheuer zunächst als grobschlächtige Unterhaltung abtun, offenbart ein genauerer Blick die Motive und Themen der 60er-Jahre. In diesem Sinne sind insbesondere die frühen Abenteuer des Hulk nicht nur als wichtige Frühwerke zu verstehen, sondern auch als Quellen, aus denen sich zahlreiche Erkenntnisse ziehen lassen.

Dementsprechend darf man sich als neugieriger Interessent – oder gar Fan – glücklich schätzen, dass der TASCHEN-Verlag seine Marvel Comics Library um einen weiteren Band ergänzt hat. Mit The Incredible Hulk Nr. 1–6 sowie Auftritten in Tales to Astonish wurde der Urknall dieser Figur nun in Papierform gegossen. Wie bereits bei den anderen Bänden der Reihe bekommt man keinen simplen Nachdruck serviert, sondern die besten verfügbaren Fassungen der Originalhefte, die durch modernste Retuschetechniken auf ein neues Niveau gehoben wurden.

Hinzu kommt erneut eine fundierte Einführung. Diesmal von Douglas Wolk, für den der Begriff „Experte“ beinahe untertrieben scheint. Er schreibt regelmäßig über Comics für The New York TimesTimeThe Washington PostRolling Stone und The Believer und lehrt sogar Comics History an der Portland State University. Eine bessere Möglichkeit, sich zu informieren, wird man kaum finden.

Auch in Sachen Haptik hat sich der Verlag nicht lumpen lassen. Um ein authentisches Lesegefühl ohne Qualitätseinbußen zu vermitteln, wurde erneut auf ein eigens für diese Reihe entwickeltes Papier zurückgegriffen, das an Zeitungspapier erinnert und die Farbigkeit der ursprünglichen Veröffentlichungen originalgetreu wiedergibt. Gleichzeitig kommen Cover und Rückseiten auf dickem, glänzendem Papier zur Geltung.

Daher bleibt abschließend zu sagen, dass es dem TASCHEN-Verlag mit großer Sorgfalt, historischem Feingefühl und beeindruckender Qualität gelingt einmal mehr ein Werk zu kreieren, das weit mehr ist als nur eine Sammlung alter Hefte – es ist ein Fenster in die Ursprünge eines Mythos.

Marvel Comics Library. Hulk. 1962–1966
Verlag: TASCHEN
Sprache: Englisch
Format: Hardcover, 28 x 39,5 cm, 4,92 kg
Seitenzahl: 670
Preis: 175 EUR

Signierstunde in Köln: Ralph Gibson – Photographs 1960-2024

Dem TASCHEN-Verlag ist es ein Anliegen, nicht nur Kunst in all ihrer Bandbreite einem großen Publikum zugänglich zu machen, sondern auch die Menschen hinter den Werken näherzubringen. Genau das gelingt dem Team hinter dem Namen, indem es Maler, Fotografen und andere Kreative in die Räume der TASCHEN-Flagshipstores einlädt.

So auch an diesem Wochenende, wenn niemand Geringeres als Ralph Gibson in Köln zu Gast ist. Der Mann, der als einer der bedeutendsten Fotografen unserer Zeit gilt, gewährt Einblicke in sein inzwischen 64-jähriges Schaffen an Akten, Porträts und Stillleben. Mit seiner Leica im Anschlag bewegt sich Ralph Gibson stets zwischen den Genres und schafft mit seinen Fotografien neue Kategorien des Sehens.

Um diese Jahrzehnte greifbar zu machen, ist mit Photographs 1960–2024 ein Bildband erschienen, der aus persönlich ausgewählten Highlights besteht und dem Werk dadurch eine besondere Note verleiht. Es handelt sich um die bislang umfangreichste Einzelsammlung des hochgelobten amerikanischen Fotografen – ein Must-Have für alle, die sich für dieses Medium begeistern.

Im Folgenden findet ihr die Details zur Signierstunde, bei der ihr euren Band mit einer Signatur veredeln könnt:

Veranstaltung: Signierstunde mit Ralph Gibson im TASCHEN-Flagship-Store in Köln
Ort und Tag: Samstag, 28. Juni: Neumarkt 3, 50667 Köln (von 12 bis 13 Uhr)

Rainer W. Schlegelmilch signiert „Porsche Racing Moments“ in Berlin und Köln!

Erneut hat es TASCHEN geschafft, einen Mitwirkenden an einem ihrer Bände für jeweils eine Signierstunde in ihre beiden Flagshipstores einzuladen! Diesmal handelt es sich um Rainer W. Schlegelmich, seines Zeichens eine lebende Legende auf dem Gebiet der Motorsportfotografie. Er gilt in dieser Hinsicht nicht nur als Chronist, sondern vor allem versierter Kenner, dessen Oeuvre rund 40 Bildbände umfasst, deren Fotografien auf internationalen Ausstellungen gezeigt wurden.

Auch sein aktuellstes Werk mit dem Titel „Porsche Racing Moments“ reiht sich nahtlos in die Liste seiner Erfolge ein. In diesem Fall fokussiert er sein Objektiv, wie es der Titel schon verrät, auf die legendären Sportwagen von Porsche, die er zwischen 1963 und 1988 eingefangen hat. Dabei folgt er Crew und Fahrern von Le Mans über die Targa Florio und Spa-Francorchamps bis nach Monza. Eingeordnet werden seine Motive mit kurzen Texten, die einen inhaltlichen Hintergrund zum transportierten Gefühl liefern.

Dabei stehen nicht einfach die Rennen im Vordergrund – die Autos mit ihrem legendären Design sind die Hauptdarsteller. Angefangen bei den Prototypen der 60er bis zu den Kultwägen der späteren Jahre wie dem 911 ist alles dabei. Er setzt sie in dem Zusammenhang mitnichten klinisch in Szene, sondern nutzt seine einzigartige Zoomtechnik und wandert von einer bunten Farbpalette zu Schwarz-Weiß und zurück. Diese Welt ist jedoch nicht nur ein Fall für eingefleischte Porsche-Liebhaber, sondern auch für Interessenten des Motorsports. Denn auch Aufnahmen hinter den Kulissen sorgen für ein abgerundetes Bild des Unternehmens: Staub, ölige Hände, tiefe Gespräche und überall Kraftstoff schaffen eine Atmosphäre, die weit mehr ist als der Output eines Autoherstellers.

Die Details zum Band:

Rainer W. Schlegelmilch. Porsche Racing Moments
Verlag: TASCHEN
Herausgeber: Rainer W. Schlegelmilch
Sprache: Englisch
Format: Hardcover, 36 x 30.3 cm, 4.04 kg
Seitenzahl: 356
Preis: 100 EUR

Um sich selbst ein Bild davon zu machen und sogar eine persönliche Widmung bei ein paar Fachsimpeleien einzuheimsen, empfiehlt es sich, am kommenden Wochenende in einem der TASCHENFlagshipstores vorbeizuschauen. Dort wird sich Rainer W. Schlegelmilch nämlich persönlich einfinden, um am Freitag, 4. April (Neumarkt 3, 50667 Köln) bzw. am Samstag, 5. April (Schlüterstraße 39, 10629 Berlin) eine Unterschrift in euren Band zu setzen. Verpasst nicht diese einzigartige Gelegenheit!

Die Details zur Veranstaltung:

Veranstaltung: Signierstunde mit Herausgeber Rainer W. Schlegelmilch in den TASCHEN-Flagship-Stores in Köln und Berlin
Orte und Tage: Freitag, 04. April: Neumarkt 3, 50667 Köln; Samstag, 05. April: Schlüterstraße 39, 10629 Berlin (jweils von 17 bis 18 Uhr)

TASCHEN – Sale – Bis zu 75% Rabatt

Das neue Jahr ist erst wenige Wochen alt, und die Vorsätze für 2025 sollten langsam Gestalt annehmen. Für viele gehört dazu, mehr zu lesen, sich weiterzubilden und Kultur intensiver zu erleben. Zum Glück gibt es einfache Möglichkeiten, all diese Ziele miteinander zu verbinden – zum Beispiel durch einen Besuch in den Flagshipstores von TASCHEN in Berlin (Schlüterstr. 39) und Köln (Neumarkt 3) oder beim Stöbern auf der Website des Verlags. Warum? Weil TASCHEN ein vielfältiges Angebot bietet, das von nischigen Themen bis hin zu weltbewegenden Fragen alles abdeckt. Egal ob Malerei, Fotografie, Comic-Kunst, Architektur oder Film – hier wird jeder fündig!

Und falls ihr euch Sorgen macht, dass hochwertige Kunstbände euer Budget sprengen könnten: Keine Sorge! Schon ab 12 € finden sich beeindruckende Werke, und nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Für alle, die in höhere Preisregionen investieren möchten, bietet TASCHEN luxuriöse Sammlerstücke, um die man so manchen beneiden könnte. Doch auch, wenn euer Budget begrenzt ist, gibt es eine großartige Gelegenheit, wertvolle Schätze zu entdecken: den nächsten Warehouse Sale!

Ein Blick in den Berliner Flagship-Store von TASCHEN

Dieser findet vom 5. bis 8. Februar (Mittwoch bis Samstag) statt und lockt erneut mit Rabatten von bis zu 75% auf Display-Bände und Mängelexemplare. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hat vom 6. bis 9. Februar die Möglichkeit, sich online auf TASCHEN.com seine eigene kleine Bibliothek zusammenzustellen.

Ein ganz besonderes Highlight: Am Mittwoch, dem 5. Februar, lädt TASCHEN von 17 bis 20 Uhr zusätzlich zu einer exklusiven Preview Party in die Flagshipstores ein. Hier könnt ihr bei köstlichen Drinks und stimmungsvoller Musik einen Blick auf die reduzierten Bücher werfen, die die nächsten Tage im Sale erhältlich sind – und ganz nebenbei die Begeisterung für Kunst und Kultur mit Gleichgesinnten teilen.

Der Kölner TASCHEN-Store

TASCHEN Warehouse Sale
Ort: TASCHEN.com und in den Flagshipstores Berlin (Schlüterstr. 39) und Köln (Neumarkt 3)
Zeitraum: 5. bis einschließlich 8. Februar 2025 (online: 6. bis einschließlich 9. Februar)
Preview Party: 5. Februar 2025 (17-20 Uhr)

Helmut Newton. Berlin, Berlin – Buch-Präsentation in TASCHEN-Store

Helmut Newton gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Fotografen aller Zeiten. Selbst mehr als 20 Jahre nach seinem Tod fasziniert sein Werk – von seinen ikonischen Arbeiten für die Vogue bis hin zu seinem vielseitigen Gesamtportfolio – Menschen weltweit, vom begeisterten Hobbyfotografen bis hin zum erfahrenen Profi.

Anlässlich seines runden Gedenkjahres veröffentlicht TASCHEN nun den Band Helmut Newton. Berlin, Berlin. Dieses Buch ist nicht nur eine Hommage an sein beeindruckendes Schaffen, sondern beleuchtet auch eine besonders persönliche Facette seines Œuvres: seine tiefe Verbindung zu seiner Geburtsstadt Berlin.

Newton, 1920 in Berlin geboren, erlebte in dieser Stadt sowohl den Anfang seiner Karriere als auch einen prägenden Bruch: Mit nur 18 Jahren musste er vor den Nazis fliehen. Trotzdem kehrte er im Laufe seines Lebens immer wieder nach Berlin zurück, auch wenn seine Karriere insbesondere in Paris ihren Höhepunkt erreichte. Ein entscheidender Moment war der Auftrag der deutschen Vogue im Jahr 1979, der ihn auf eine fotografische Reise in seine Jugend und die lebendige Modewelt der Stadt führte. Aus dieser Arbeit entstand das Portfolio Berlin! Berlin!, das nicht nur dem neuen Buch seinen Namen gibt, sondern auch Grundlage für eine Ausstellung anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Helmut Newton Stiftung ist.

Der Band vereint neben veröffentlichten Werken zahlreiche bisher unbekannte Fotografien aus den 1930er- bis 2000er-Jahren. Sie zeigen das, was Berlin damals wie heute so einzigartig macht: Menschen in angesagten Clubs, beliebten Restaurants, intime Akte, und prominente Persönlichkeiten wie Hanna Schygulla, Wim Wenders, John Malkovich und David Bowie.

Besonders bemerkenswert an diesem Projekt ist der geschlossene Kreis, den es in Newtons Lebensgeschichte bildet. Wenige Monate vor seinem Tod überführte er große Teile seines Archivs in seine neue Helmut Newton Stiftung, die heute im ehemaligen Landwehrkasino am Bahnhof Zoologischer Garten untergebracht ist – jenem Bahnhof, von dem aus Newton einst seine Heimat verlassen musste. So präsentiert Berlin! Berlin! nicht nur einen Ausschnitt seines Schaffens, sondern zugleich den wohl persönlichsten Aspekt seiner Arbeit.

Wer mehr über das Buch erfahren möchte, sollte die Präsentation am Donnerstag, dem 28.11.2024, von 18 bis 19 Uhr im TASCHEN-Store Berlin nicht verpassen. Dr. Matthias Harder, Direktor der Helmut Newton Stiftung, wird Helmut Newton. Berlin, Berlin vorstellen. Weitere Informationen zum Buch und zur Veranstaltung findet ihr weiter unten.

Der Berliner TASCHEN-Store

Veranstaltung: Dr. Matthias Harder präsentiert Helmut Newton. Berlin, Berlin
Ort: TASCHEN Store – Schlüterstraße 39, 10629 Berlin
Zeit: Donnerstag, 28.11.2024, 18 bis 19 Uhr

Helmut Newton. Berlin, Berlin
Verlag: TASCHEN
Fotograf: Helmut Newton
Herausgeber: Matthias Harder
Mehrsprachig: Deutsch, Französisch, Englisch
Format: Hardcover, 21 x 27,5 cm, 1,64 kg
Seitenzahl: 244
Preis: 50 EUR