Zombies für jedermann

Wenn man bedenkt welche Musik ich höre, Filme sehe und Bücher lese, kommt man vermutlich nicht umhin die Vermutung aufzustellen, dass ich auch der Erfolgsserie „The Walking Dead“ nicht gänzlich abgeneigt bin. Wir wissen ja alle: Hinter jedem Klischee steckt ein Fünkchen Wahrheit!

Was wiederum erstaunlich wenige Leute wissen ist, dass die bis dato erschienenen Staffeln und jene die noch folgen werden gänzlich auf einer Comic-Reihe basieren, die seit geraumer Zeit bei Cross Cult im deutschen Raum erscheint. Leider werden die meisten Gelegenheitsleser (Bahnhofskiosk-Einkäufer etc.) und zugleich Serien-Junkies selten mit den schön aufgemachten Hardcovern konfrontiert, die im kommenden November schon in die 24 Runde gehen. Mit 16 Euro schlagen sie zusätzlich natürlich ganz schön zu Buche wenn man beschließt die komplette Serie sein Eigen nennen zu wollen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten sich die bis dato erschienene Story günstig einzuverleiben.

Ich habe mich durch einen Zufall zunächst mal für die des „Kompendiums“ entschieden (siehe dicker Schmöker auf dem Foto). Dieses Ding umfasst die Bände 1-8 und damit 1.088 Seiten voller Wahnsinn, Tragik und Splatter. Der Ziegelstein ist zwar wenig dafür tauglich unterwegs gelesen zu werden, aber wenn man wie ich bei Comics als auch Fernseh-Serien tendenziell zum „Binge Watching“ neigt und Seite für Seite/Folge für Folge nahezu inhaliert, dann ist es die perfekte Wahl. Inzwischen sind zwei Kompendien draußen und das dritte wird zeitgleich mit dem neuesten Band der regulären Reihe herausgebracht, damit alle Veröffentlichung auf dem gleichen Stand bleiben. Kleiner Wermutstropfen: Mit 50 Euro kriegt man zwar einen Haufen Inhalt aber auf einen Schlag ist das doch für den ein oder anderen etwas viel.

Die Alternative, die ab September am Kiosk, in Bahnhofsbuchhandlungen und im Comicfachhandel genutzt werden kann lautet „Softcover“. Cross Cult versorgt nämlich alle zwei Monate diejenigen, die frisch in die Comic-Reihe einsteigen wollen mit inhaltlich zu den optisch hochwertigeren Ausgaben identischen Bänden, die aber nur gut die Hälfte kosten. den Anfang machen gleich die ersten drei Teile auf einen Schlag: „Gute Alte Zeit“, „Ein Langer Weg“ und „Die Zuflucht“.

"The Walking Dead: Ein langer Weg" als Softcover-Version.

„The Walking Dead: Ein langer Weg“ als Softcover-Version.

Ich persönlich tendiere zwar eher zum daheim auf der Couch gammeln und alles in einem Rutsch lesen, aber für Neulinge, die sich erstmal herantasten wollen und auch nicht besonders viel Wert auf gebundene Bücher legen ist das wohl die beste Möglichkeit Rick Grimes und seine Mitstreiter beim Überleben zu begleiten.

Jetzt habe ich vom Schreiben wieder richtig Lust auf Zombies! Ich glaube ich gebe heut Abend „Fear The Walking Dead“ (die Vorgeschichte zu der Haupt-Serie) eine Chance. Läuft zwar aktuell nur auf Amazon Prime, aber das Free TV lässt sich ja nicht lange bitten…und wir wissen ja alle, dass euch gewisse Grenzen nicht aufhalten, nicht wahr? 😉

Eine „Verschwörung“ auf die wir uns freuen können!

Welcher Leser zeitgenössischer Literatur hat nicht die weltweit gefeierte „Millennium-Trilogie“, die erfolgreichste Krimi-Reihe des 21. Jahrhunderts, verschlungen und sich danach die Haare gerauft, da ein Nachfolge-Band zunächst ausgeschlossen war?

Für diejenigen, die es nicht wissen sollten: Stieg Larsson, der Schriftsteller, Autor und das muss man heutzutage deutlich hervorheben, Herausgeber des antirassistischen Magazins Expo, gab kurz vor einem tödlichen Herzinfarkt das fertige Manuskript zu „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ ab und konnte dementsprechend die Veröffentlichung der Reihe nicht mehr erleben.

© Per Jarl/Norstedts

© Per Jarl/Norstedts

Es gab jedoch immer einen leisen Hoffnungsschimmer, dass es irgendwann mit der Handlung um Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander weiter gehen könnte, da die Geschichte auf ganze zehn Bände ausgelegt war und die Teile vier bis sechs schon als Exposés vorlagen.

Nun wurde die Hoffnung vor zwei Jahren zur Gewissheit und wir dürfen uns morgen auf „Verschwörung“ freuen, den aktuellsten Teil des nun zur Tetralogie angewachsenen Epos. Die Bürde des Nachfolgers übernahm der von Bruder und Vater des Verstorbenen auserkorene David Lagercrantz.

Der ehemalige Polizeireporter erlangte schon mit seiner Autobiografie des Fußballers Zlatan Ibrahimovic einige Berühmtheit und sollte ab jetzt jedem fleißigen Leser ein Begriff sein.

Da kaum Details der Story, die am 27. August in 27. Ländern erscheinen wird, ans Tageslicht dringen, dürfen wir alle mehr als gespannt sein, ob wir die uns schon bekannten Gesichter hinter den Seiten auch mit einem anderen geistigen Vater im Hintergrund wieder erkennen.

© Heyne

© Heyne

Batman tötet nicht(?)

batmankills

In den Comics hat der Flattermann ja schon über die Jahre hinweg unzählige Ganoven (endgültig) zur Strecke gebracht. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mir ist nicht mal aufgefallen, dass Batman sich durch die Filmreihe schnetzelt! Wer auf die genaue Zahl seiner Opfer kommen will, hat hier die Möglichkeit:

Jäger und Sammler

Comicbox iOS

Comics zu sammeln ist eine Leidenschaft, die schnell ausarten kann und ich weiß wovon ich rede. Ehe man sich versieht, hat man kistenweise kleine Kunstwerke in seinem Zimmer stehen, die man mühsam über viele Jahre zusammengetragen hat und keiner kann mir erzählen, dass er genau weiß, was sich da alles fein säuberlich in „Bag & Board“ abgepackt befindet.

Wenn man nicht gerade Comicverkäufer ist, der neben der geschäftlichen Seite auch Buch über seine privaten Anschaffungen führt, ist es doch extrem mühsam einen Überblick über Menge, Wert und Zustand seiner Schätze zu behalten.

Doch die Rettung kam für mich vor wenigen Tagen aus dem iTunes-Store in Form einer neuen App namens Comicbox angeflogen, von der ich schon durch einen Kickstarter-Kampagne gehört habe und nicht erwarten konnte sie auf mein Smartphone zu ziehen!

Ich kann euch eins sagen: Es hat sich verdammt nochmal gelohnt!

Damit habe ich die Möglichkeit virtuelle Aufbewahrungsboxen (Nach Serie oder Lust und Laune sortiert) anzulegen und diese mit allem zu füllen was da ist. Das geschieht primär durch die Suchfunktion, die großteils auf der Datenbank der Comic Hunters basiert. Hier kann man sogar die ISBN scannen um an die richtigen Ausgaben zu kommen. Ansonsten heißt es eben händisch an die Sache ran zu gehen und dabei Fotos, Erscheinungsdatum, Zustand, Autoren, Zeichner, Preis usw. einzupflegen. Klingt vllt. zunächst etwas umständlich, macht jedoch Spaß und lässt einen bei manchen Ausgaben auch mal in Erinnerungen schwelgen.

Trotz aller Begeisterung muss ich natürlich auch anmerken, dass die App ein paar Kinderkrankheiten mit sich bringt, die jedoch aufgrund des regen Kontakts mit den Usern in absehbarer Zeit ausgemerzt sein sollten. So findet man leider bei weitem nicht alle Hefte in der Datenbank. Zwar gibt es ab und zu recht abwegige Ausgaben, die trotzdem auftauchen, aber es ist doch etwas irritierend so manch aktuelle Reihe nicht finden zu können. Des weiteren ist die Navigation und Ausgabe der Suche ausbaufähig. Das ist jedoch bei dem attraktiven Design und dem Funktionsumfang jammern auf hohem Niveau. Für einen Preis von 3,99€ kriegt man hier ein komplett werbefreies Programm, dass nicht mal so viel kostet wie ein Standard-Panini-Comic.

Comicbox Android

Eine weitere erfreuliche Nachricht ist, dass in diesem Herbst eine Android-Version nachgeliefert werden soll, damit es nicht wieder heisst, dass die Apple-Jünger bevorzugt werden! Weitere News findet ihr auf ihrer Facebook-Seite!

PS: Hier findet ihr meinen aktuellen Stand! 😉

Comicbox Meine Sammlung