Ektomorf – live auf der „European Aggressor Tour“

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Endlich kommen die Groove-Metaler um Ektomorf wieder nach Deutschland um ihr neues Album „Aggressor“ auf der gleichnamigen Tournee zu bewerben! Mit dabei sind die Israelis „Shredhead“ und die Ungarn „Hot Beaver“. Ich bin jetzt schon gespannt wer den „Corpsegrinder“ bei dem Track „Evil By Nature“ live ersetzen wird.

Natürlich wird es auch diesmal einen Bericht aus München samt tatkräftiger Unterstützung von Fuchse Fotografie geben!

Die Tourdaten wären folgende:

12.11.2015: Berlin – K-17 (Germany)

13.11.2015: Cham – L.A. Cham (Germany)

14.11.2015: Sand In Taufers – Archetype Festival Vol.IX (Italy)

16.11.2015: Dresden – Chemiefabrik (Germany)

18.11.2015: Sion – Le Port Franc (Switzerland)

19.11.2015: Lenzburg – Met-Bar (Switzerland)

20.11.2015: Montpellier – Le Secret Place (France)

21.11.2015: Schüttorf – Komplex (Germany)

23.11.2015: Paris – Le Gibus (France)

24.11.2015: Nantes – Le Ferrailleur (France)

25.11.2015: Roeselare – De Verlichte Geest (Belgium)

26.11.2015: Sittard – Volt (Netherlands)

27.11.2015: München – Backstage (Germany)

28.11.2015: Lindau – Vaudeville (Germany)

29.11.2015: Ludwigsburg – Rockfabrik (Germany)

30.11.2015: Frankfurt – 11-er (Germany)

01.12.2015: Nürnberg – Hirsch (Germany)

02.12.2015: Mörlenbach – Live Music Hall (Germany)

03.12.2015: Ingolstadt – Eventhalle Westpark (Germany)

04.12.2015: Jena – F-Haus (Germany)

05.12.2015: Hamburg – headCRASH (Germany)

07.12.2015: Ostrava – Barrak club (Czech)

08.12.2015: Brno – Melodka (Czech )

09.12.2015: Ceske Budejovice – Fabrika (Czech)

10.12.2015: Osnabrück – Works (Germany)

11.12.2015: Gadenstedt – Black Hand Inn (Germany)

12.12.2015: Košice – The Collosseum (Slovakia)

Public Enemy holen Anthrax als Überraschungsgast auf die Bühne!

Gestern war ich beim The Prodigy-Konzert im Münchner Zenith und konnte es kaum fassen, als der Support-Act Public Enemy die Metal-Combo Anthrax (bzw. Scott Ian und Frank Bello) auf die Bühne holte um den Urknall des Crossover in Form von „Bring The Noise“ zu performen! Ein Glück für die Münchner, dass am nächsten Tag der Slayer-Gig mit Anthrax als Vorband anstand und die Jungs scheinbar schon frühzeitig in der Stadt waren. Der Ton ist zwar nicht Bombe, dafür sieht man alles was man soll. Ja, ich habe es „aufgenommen“! 😉

Deadpool feiert Halloween

Wie wird Deadpool wohl Halloween verbracht haben? Dieser Teaser macht mir nur umso mehr Lust auf den Streifen! Ich liebe diesen Humor und den längst überfälligen Schritt, sich an ein erwachseneres Publikum zu wenden. Aber seht selbst:

„What does this suit looks like to you huh, does it look like a leprechaun had sex with a cartoonist?„

Asterix – Der Papyrus des Cäsar

©2015 Les Éditions Albert René

©2015 Les Éditions Albert René

Zwei ganze Jahre mussten die Fans auf ein weiteres Abenteuer um Asterix und Obelix aus der Feder des neuen Kreativteams um den Autor Jean-Yves Ferri und den Zeichner Didier Conrad warten. Nun ist es seit dem 22.10. endlich soweit und „Der Papyrus des Cäsar“ hat als Band 36 seinen Weg ich die Regale und vor allem in die Hände der Leser gefunden. Wer hat in den letzten Wochen nicht mindestens einmal täglich jemanden (egal welchen Alters) die Ausgabe lesend gesehen?

Man muss zwar sagen, dass man durchaus merkt, dass neue Künstler am Werk sind, aber das wohlige Gefühl ein Original in den Händen zu halten verblasst nicht. Vor allem der Raum, der so gut wie allen bekannten Charakteren eingeräumt wird tut sein übriges und vermittelt das typische „Asterix“-Feeling, welches wir seit bestehen der Serie kennen und lieben. Trotzdem ist vor allem durch den Aufhänger der Story ein sehr deutlicher Bezug zum Zeitgeist zu spüren, der in der Form vermutlich nicht in Originalbesetzung gelungen wäre. Zum Beispiel wurden sehr deutliche Anspielungen auf soziale Netzwerke und die Whistleblower-Affären eingebaut und damit ein bemerkenswerter Spagat geschlagen, der Kinder und Erwachsene zwar gleichermaßen unterhält, dafür aber komplett unterschiedliche Verständnis-Ebenen bedient.

©2015 Les Éditions Albert René

©2015 Les Éditions Albert René

Im Detail geht es darum, dass Cäsar in seinem Werk „Kommentare zum gallischen Krieg“ seine Erfahrungen mit dem unbezwingbaren gallischen Dorf auf Empfehlung seines Beraters Rufus Syndicus unterschlägt und damit die Geschichtsschreibung verfälscht. Dieses Kapitel gerät jedoch in die Hände des Aktivisten Polemix, der in eben genanntes Dorf aufbricht und die Niederschrift über diesen Weg veröffentlicht und damit das römische Reich erschüttert sehen will. Edward Snowden bzw. Julian Assange lassen dabei mehr als deutlich grüßen.

Als Ganzes liegt hier eine wirklich runde Geschichte vor, die durch den unkonventionellen Ansatz an Relevanz gewinnt und einen schön pointierten Schluss findet, der einen Bogen zu den Ursprüngen der Reihe schlägt und damit eine kleine Verneigung vor den Erfindern vollführt. Zeichnerisch wird man glücklicherweise nicht überrascht, denn die Optik der Figuren ist doch neben den tollen Geschichten das, was wir in gewohnter Form erwarten und auch in diesem Fall geliefert bekommen.

©2015 Les Éditions Albert René

©2015 Les Éditions Albert René

Alles in allem ein Pflichtkauf für Fans und für die, die es noch werden wollen. Denn wie alle anderen Storys, lässt sich auch diese Ausgabe für sich genießen, hat aber für alteingesessene Leser genug Anspielungen auf alte Abenteuer im petto. Wir dürfen uns zurecht auf weitere Veröffentlichungen von Ferri und Conrad freuen!

Weiterführende Informationen findet ihr unter www.asterix.com.

Hans Zimmer auf Tour 2016

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Es gibt vermutlich niemanden unter uns, der nicht mindestens ein mal die Musik von Hans Zimmer zu hören bekam. Das ist auch kein Wunder bei der Masse an Filmen, die er mit seinem Soundtrack veredeln konnte. Dabei sind Titel wie „Der König der Löwen“, „Gladiator“, die „The Dark Knight“-Trilogie oder „Innception“ nur die Spitze des Eisbergs, der Zimmers Lebenswerk darstellt.

Nun gibt es zum aller ersten mal die Möglichkeit das Genie samt Orchester und Chor live zu erleben. Es handelt sich nämlich um die erste Tour, die der Musiker absolviert und diese führt ihn glücklicherweise auch in den deutschen Raum. Bisher sind die folgenden Termine bestätigt:

16.04.2016 – Mannheim
18.04.2016 – Hamburg
20.04.2016 – Berlin
22.04.2016 – Oberhausen
26.04.2016 – München

Allgemeiner Vorverkaufsstart: Freitag, 06.11.15, 09:00 Uhr!

Review: Mustasch + Deville (22.10.2015, live in München)

An einem Donnerstag, nach 10 Stunden Uni, Arbeit und Schlafmangel bewegen mich wirklich sehr wenige Dinge aus dem Haus. Eine berechtigte Ausnahme kam am 22.10. in Form der schwedischen Rock/Metal-Combo „Mustasch“, die in ihrer Heimat unglaubliche Erfolge feiern, sich aber auch außerhalb der Grenzen eine treue Fan-Gemeinschaft erspielt haben.

© Fuchse Fotografie

© Fuchse Fotografie

Zunächst war ich recht verwundert über die recht wenigen Zuschauer, die zum Einlass da waren, da ich es gewohnt bin einen harten Kern an Fans anzutreffen, der sich um die Plätze in der ersten Reihe prügelt. Hier trudelten jedoch einzelne Grüppchen ein, die sich jedoch bei Beginn des Konzerts zu einer riesigen Masse zusammengefunden haben, um die Münchner Backstage Halle von vorne bis hinten auszufüllen.

Nun zum eigentlichen Geschehen. Natürlich ist das Quartett nicht alleine angereist, sondern hat sich einen Support aus Malmö in Form von „Deville“ eingepackt. Die Jungs machten mit ihrem an „Godsized“ erinnernden Stoner Rock einen echt guten Job als Anheizer. Während bei den ersten Tracks nur vereinzelt zustimmendes Nicken im Publikum zu verorten war, gingen die Leute gen Ende richtig steil und ließen die Matten kreisen. So schön aufgewärmt, waren die Fans perfekt auf einen bierseligen Abend mit den Mannen um Ralf Gyllenhammar vorbereitet. Mit dem neuen Album „Testosterone“ in der Hinterhand, ließen „Mustasch“ es sich natürlich nicht nehmen, ihre Setlist mit der Auskopplung „Breaking Up With Disaster“ einzuleiten.

© Fuchse Fotografie

© Fuchse Fotografie

Weiter ging es mit treibenden Nummern wie „Down In Black“ oder „Heresy Blasphemy“, die von Verschnaufpausen in Form ruhigerer Songs wie „Deep In The Woods“ durchzogen wurden und damit einer eventuellen Eintönigkeit entgegenwirkten. Dazwischen agierte die Band so nah an den Fans, dass man meinen könnte ein paar gute Freunde auf der Bühne spielen zu sehen. Ein immer wieder ausgestoßenes Prost und eine wandernde Whisky-Pulle taten ihr übriges um die Stimmung während und um Songs wie „Speed Metal“, „Thank You For The Demon“ und „Borderline“ zum überkochen zu bringen. Als Sahnehäubchen enterten auch noch „Deville“ nur in Unterhosen bekleidet die Bühne, um mit ihren Kollegen ein paar Schnäpse zu kippen. Bei der tollen Atmosphäre und den motivierten Musikern war es schlußendlich auch kein Wunder als man nach dem bunten Strauß an alten und neuen Hits eine Zugabe mit „Tara’s Song“ und „Parasite“ zum besten gab und ein zufriedenes München zurück ließ, welches sicherlich kaum die nächste Tournee erwarten kann.

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Mehr Fotos vom Konzert findet ihr hier bei „Fuchse Fotografie„.

Setlist

  1. Breaking Up With Disaster
  2. Down In Black
  3. Heresy Blasphemy
  4. Mine
  5. Black City
  6. Testosterone
  7. Deep In The Woods
  8. Bring Me Everyone
  9. Drum Solo
  10. Speed Metal
  11. Thank You for the Demon
  12. I Hunt Alone
  13. Down to Earth
  14. Borderline
  15. Homophobic/Alcoholic
  16. Be Like a Man
  17. Double Nature

Zugabe

  1. Yara’s Song
  2. Parasite

The Bronze Age Of DC Comics

Batman No. 251 Interiors, “The Joker’s Five-Way Revenge”; script, Denny O’Neil; pencils and inks, Neal Adams. © DC Comics

Als jahrelanger Fan des Verlags besitze ich mit „75 Years Of DC Comics“ selbstverständlich den ultimativen Prachtband zur Historie des Unternehmens. Inhaltlich sowohl in Bezug auf Informationsgehalt als auch Visualisierung nicht zu übertreffen, hat dieses 7-Kilo-Ungetüm von Paul Levitz einen „kleinen“ Ehrenplatz in meinem Schrank ergattert. Der einzige Nachteil, den eine Ausgabe in Über-Format mit sich bringt ist jedoch der fehlende Komfort beim lesen. Natürlich entfalten Titel-Seiten und legendäre Szenen eine ganz eigene Strahlkraft, wenn man diese auf fast einem halben Meter ausbreitet. Trotzdem muss man sich dafür den perfekten Ort und Zeitpunkt suchen um den Inhalt genießen zu können.

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GREEN LANTERN No. 76 Cover art, Neal Adams, April 1970. © DC Comics

Dieses Kriterium hat sich TASCHEN zu Herzen genommen und legt nach „The Golden Age“ und „The Silver Age Of DC Comics“ den nächsten Band in die Regale. „The Bronze Age Of DC Comics“ kommt im Vergleich zur Urfassung ebenfalls mit nur knapp der halben Größe aus, zeigt sich aber parallel mit in der titelgebenden Farbe gebundenem Umschlag von der schönsten Seite, nur um auf den noch prachtvolleren Inhalt hinzuweisen. Denn hier handelt es sich keineswegs nur um eine Wiederverwertung bekannter Texte und Bilder, sondern um eine stark erweiterte Fassung, die dem Leser einen Einblick in die vielleicht prägendste Ära der Superhelden-Geschichten bietet. Zum ersten mal wurden sozial relevante Themen wie Rassismus, Drogenmissbrauch und zwischenmenschliche Verwerfungen in den Raum gestellt und mit Fingerspitzengefühl einer breiten Basis zugänglich gemacht. Insbesondere der Zeichner Neal Adams und der Autor Danny O’Neil liefen mit ihrem „Green Arrow/Green Lantern“-Run zur nie wieder erreichten Höchstform auf und ebneten damit den Weg für eine erwachsenere Sichtweise auf diese Kunstform. Ohne die Vorarbeit durch solche Werke sind legendäre Titel wie „The Dark Knight Returns“, „Watchmen“ oder „V wie Vendetta“ schier unvorstellbar.

MACY’S THANKSGIVING DAY PARADE Photograph, Superman balloon, New York City, Thanksgiving ca. 1982. © DC Comics

MACY’S THANKSGIVING DAY PARADE
Photograph, Superman balloon, New York City,
Thanksgiving ca. 1982. © DC Comics

Weitere prägende Ereignisse, die die Comiclandschaft nachhaltig verändern sollten, sind des Weiteren die zum Teil verlagsübergreifenden Crossover wie zum Beispiel „Superman vs. Spider-Man“ oder das Aufeinandertreffen von Muhammad Ali mit dem Mann aus Stahl. Dieser feierte zum damaligen Zeitpunkt auch sein Leinwand-Debüt, welches mit bis dato kaum vorstellbarer Tricktechnik und produktionstechnischem Aufwand zum Blockbuster avancierte und damit die Zielgruppe deutlich erweiterte. Parallel mischte Lynda Carter als „Wonder Woman“ die Fernsehwelt auf und nahm nach der übertriebenen „Batman“-Serie der 60er Jahre einen festen Platz im Nachmittags-Programm und in den Herzen der Zuschauer ein.

Doch es geht in diesem Buch selbstverständlich primär um die bunten Heftchen, die wir alle lieben. Dementsprechend würdigt Levitz im Großteil des Werks die kreativen Köpfe hinter den Geschichten. Darunter befinden sich unter anderem Bernie Wrightson, dem wir „Swap Thing“ zu verdanken haben. Eine waschechte Horror-Serie, die bis zum heutigen Tag Relevanz hat und mit den „New 52“ sogar einen Reboot feiern durfte. Des Weiteren konnte DC sogar die Marvel-Legende Jack Kirby unter Vertrag nehmen und damit visuell gänzlich neue Wege beschreiten. Das sind nur zwei der vielen Namen, die „The Bronze Age Of DC Comics“ prägten und denen hier auch der gebührende Platz eingeräumt wird. Um das Ganze zu verdeutlichen leitet ein Interview mit einem der bedeutendsten Kreativen der jeweiligen Ära jedes der Bücher dieser Reihe ein. Hier wäre es Danny O’Neil, der interessante und persönliche Einblicke in die damalige Zeit gibt und dabei das Erlebte launisch Revue passieren lässt.

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Batman No. 251 Interiors, “The Joker’s Five-Way Revenge”; script, Denny O’Neil; pencils and inks, Neal Adams. © DC Comics

Ich muss hier wirklich anmerken, dass es vermutlich nie eine so umfassende Aufarbeitung bezüglich DC gab und geben wird und jeder der nur im Ansatz ein Interesse verspürt auch hinter die Kulissen dieser Industrie blicken zu wollen, keine Wahl hat als zuzugreifen. Insbesondere die Möglichkeit sich die Geschichte Stück für Stück zuzulegen ist im direkten Vergleich zur Urfassung ein Argument für die Anschaffung. Ich für meinen Teil freue mich schon riesig auf die zwei ausstehenden Kapitel in Form von „The Dark Age“ und „The Modern Age Of DC Comics.“

Deadpool – Die Kunst des Krieges

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Unistress kombiniert mit unendlich viel Arbeit kann einen echt töten…tot…dead…Deadpool! Ahja, die Review. Sorry nochmals für die aktuell unregelmäßige Berichterstattung bezüglich Neuerscheinungen. Was würde ich nur dafür geben mehr Zeit zum lesen und schreiben zu haben, aber was soll man machen? Vielleicht härtere Bandagen auffahren, tief durchatmen und in den Kampf ziehen? Zumindest das ist es, was Wade Wilson aka Deadpool mal mehr oder weniger durchdacht in seinen Abenteuern erlebt. Das aktuellste, in sich abgeschlossene Werk „Die Kunst des Krieges“ macht hierbei keine Ausnahme und wartet mit einer so haarsträubenden Handlung auf, wie wir es gewohnt sind und wie wir es uns vor allem wünschen.

Alles fängt damit an, dass Deadpool bei einem Auftrag die berühmten Schriften „Die Kunst des Krieges“ entdeckt und dabei die  (in seinen Augen) geniale Geschäftsidee entwickelt, das Werk als eigene Fassung herauszubringen und dadurch zu einem gefeierten Autor zu avancieren. Leider hat der Inhalt zum aktuellen Zeitpunkt keine Relevanz und so muss der Söldner mit der großen Klappe selbst für einen Konflikt sorgen, der sein Buch an die Spitze der Bestsellerliste katapultiert.

Was ist hierbei einfacher als die ohnehin kampfwütigen Bewohner in der Sphäre von Thor, Loki und Co. gegeneinander aufzustacheln und in den Krieg ziehen zu lassen. Selbstverständlich unter den immer wieder eingestreuten Tipps des Söldners, entliehen aus seinem in Entstehung befindlichem Buch. Als sich der Kampf dann tatsächlich bis auf die Erde ausweitet, mischen die Marvel All-Stars um die „Avengers“, „Spider-Man“, „X-Men“ und „Namor“ kräftig mit. Dadurch entsteht das wundervolle Chaos, wie es für die Geschichten um Deadpool obligatorisch ist. Wer hierbei auf ausgefeilte Logik, Tiefgang und Kontinuität aus ist, kann die Finger davon lassen. Sollte jemand jedoch auf popkulturelle Anspielungen, Alles-Scheißegal-Attitüde und ausufernde Action stehen, ist er hier genau richtig. Selbstverständlich gehen manche Witze auf Englisch besser auf (vor allem die vielen, vielen Wortspiele) als in der vorliegenden deutschen Ausgabe, aber die Übersetzer haben insoweit eine tolle Arbeit geleistet, als dass es sich immer noch sehr unterhaltsam liest.

Viel falsch konnte man ohnehin nicht machen, wenn man sich das Team hinter der Geschichte genauer ansieht. Auf der Autoren-Seite finden wir Peter David, der schon Anfang der 90er große Erfolge mit dem „Hulk“ feiern und in diesem Zuge sogar einen „Eisner-Award“ sein Eigen nennen durfte. Weitere Arbeiten, die man kennen könnte, wären „Spider-Man“, „Civil War“ und die Adaption von Stephen Kings „Dunkler Turm“-Saga. In der vorliegenden Ausgabe schafft er es der überdrehten Welt einen roten Faden zu verpassen, der trotz kleiner Ausflüge durch die vierte Wand und zahlreichen Szenen-Sprüngen deutlich sichtbar bleibt und nicht in die komplette Anarchie entgleitet. Bei so einer Hauptfigur keine Selbstverständlichkeit.

Scott Koblish übernimmt an der künstlerischen Front die Führung und schafft es die Gratwanderung zwischen lustig und ernst gekonnt umzusetzen. Genau das macht die Komik in vielen der Panels aus, die nicht nur mit flotten Sprüchen sondern auch mit zum brüllen komischer Gestik und Mimik überzeugen, die man gerne auch länger betrachten möchte. Vor allem in den zahlreichen Massen-Szenen findet man immer wieder kleine Geschichten, die einen zum Schmunzeln bringen. Dass der Zeichner schon Erfahrungen mit der Figur in dem Marvel-NOW!-Run zu „Wolverine/Deadpool“ sammeln konnte, ist sicherlich kein Nachteil. Zusätzliche konnte er schon zuvor Hand an zahlreiche Helden aus der ersten Reihe des Verlags anlegen und kann „Spider-Man“, „Wolverine“ und „Thor“ zu seinem Portfolio zählen. Das zahlt sich am Ende durch die souveräne Umsetzung der Story aus, die den Leser auf eine erneute Zusammenarbeit der Kreativen hoffen lässt.

Als Fazit lässt sich ziehen, dass hier für gerade mal 12,99€ eine tolle Geschichte vorliegt, die man aufgrund des hohen Spaß-Faktors in einem Rutsch verschlingen kann. Wirkliche Überraschungen bleiben zwar aus und es ist auch nichts was die Ewigkeit überdauern wird. Trotzdem kriegt man hier, was man erwartet. Deadpool bleibt Deadpool und damit ein Must-Have für seine Fans.