Gotham Central – Band 3: Im Fadenkreuz des Jokers

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Was habe ich lange auf den dritten Band der „Gotham Central“-Reihe gewartet und nun ist es endlich soweit! Als ich die erste Ausgabe vor einigen Monaten in den Händen hielt, wusste ich zwar schon, dass die „Gotham“-TV-Serie unter anderem durch die Geschichten um die Cops aus der gleichnamigen Stadt als Vorlage diente, aber eine so hohe Qualität hätte ich wirklich nicht erwartet.

Was das anbelangt wurde ich relativ schnell überzeugt und gierte sofort nach der Fortsetzung, die in Bezug auf Spannung dem Vorgänger in nichts nachstand. Für diejenigen, die hiermit frisch auf den Titel stoßen, möchte ich kurz erklären was das besondere an „Gotham Central“ ist. Primär ist die Handlung zwar in der Welt von „Batman“ angesiedelt und wir treffen regelmäßig auf seine Widersacher, aber diejenigen, die sich mit ihnen rumschlagen müssen sind in dem Fall die Polizisten der Stadt. Klassischerweise kennen wir die Handlung nach dem Muster „Bösewicht greift an -> Keiner kann etwas dagegen tun -> Batman ist zur Stelle -> Happy End“. Hier wird ein gänzlich neuer Ansatz verfolgt, der das Police Department und seine Akteure in den Vordergrund stellt, die ihrer Arbeit nachgehen, persönliche Geschichten mit sich bringen und sich auch ohne Maske dem Verbrechen entgegenstellen. Dabei sticht die Atmosphäre durchaus auch im Vergleich zu anderen Cop-Reihen individuell hervor, indem die Geschichten sich am Film Noir- und Hardboiled-Genre orientieren. Alles ist geerdet, wobei eine durchgehend zynische Sichtweise auf den Alltag der Hauptfiguren gerichtet wird. Selbst wenn ein Schurke mit ungewöhnlichen Kräften oder Waffen wie „Mr. Freeze“ auftaucht, rutscht die Handlung nie ins fantastische und behält damit die einzigartige Note im DC-Universum bei.

Ein fast schon prototypisches Beispiel ist die vorliegende Story „Im Fadenkreuz des Jokers„. Hier macht der Clownsprinz des Verbrechens Jagd auf die Bewohner des verschneiten Gothams, indem er sie ins Visier seines Scharfschützengewehrs nimmt. Damit wird der Grundstein für eine Handlung um einen „klassischen“ Serienkiller gelegt, mit dem Unterschied, dass dieser üblicherweise in einer direkten Auseinandersetzung mit Batman zu verorten ist. In diesem Fall übernehmen jedoch die Polizisten Renee Montoya, Crispus Allen und ihre Kollegen den Fall, um weitere Mordopfer zu verhindern. Dabei legt der „Joker“ kleine Hinweise aus, verhöhnt sowohl den dunklen Ritter als auch die Gesetzeshüter gleichermaßen und arbeitet dabei auf einen in seinen Augen fulminanten Showdown hin.

In dieser Konstellation folgt der Leser den Ermittlern Schritt um Schritt, leidet mit ihnen um Verluste aus dem Umfeld, fühlt den Druck der Obrigkeit und sieht ihnen beim Messen mit Batman zu, um ihre eigene Legitimation aufrecht zu erhalten. In meinen Augen gibt es dabei während der Lektüre keinerlei Durchhänger oder Lückenfüller, sondern durchgehenden Nervenkitzel, für den das Autoren-Duo schon seit der ersten Ausgabe verantwortlich ist. Greg Rucka und Ed Brubaker, die beide neben Comic-Werken auch im Krimi-Genre beheimatet sind, haben von Anfang an die Messlatte sehr hoch gelegt und schaffen es erstaunlicherweise konsequent das selbst auferlegte Level zu halten. Natürlich bin ich froh darüber, die bis dato konstante Qualität genießen zu können, habe aber zeitgleich Angst bei den folgenden Werken einen Abfall der Kreativität beobachten zu müssen. Das ist natürlich das Los aller hervorragenden Serien, wobei ich mir in diesem Fall einen baldigen Abschluss in Deutschland wünsche, damit der Name „Gotham Central“ als Ganzes in positiver Erinnerung behalten werden kann.

Auf der visuellen Ebene erleben wir zum einen wieder den altbekannten Michael Lark, der mit seinem an den frühen Frank Miller erinnernden Stil für düster-beklemmende Bilder sorgt, während bei einem Kapitel Brian Hurtt den Stift schwingen darf. Da ihr Stil relativ ähnlich ist und sich großteils nur in der mal mehr oder weniger rohen Art der Darstellung unterscheidet, findet kein Bruch statt, der das Lesevergnügen stückelt. Alles in allem scheinen die Panels wie die Faust aufs Auge in Bezug auf die Story zu passen und unterstreichen durchgehend sowohl die bedrohliche Atmosphäre als auch den zynischen Blick der Protagonisten auf das Geschehen.

Zusammengenommen kriegt man hier die Kost, die man als Fan der Vorgänger erwartet und das im positivsten Sinne! Von der ersten bis zur letzten Seite bangt man mit und wird nicht durch allzu offensichtliche Hinweise vorzeitig auf das Ende hingewiesen, was einem Todesstoß für Kriminal-Geschichten gleichkommt. Im Laufe der Zeit habe ich mich wie erwähnt zu einem großen Fan der Reihe entwickelt und freue mich jetzt schon, wenn in der nächsten Panini-Vorschau Band 4 stecken sollte. In diesem Fall habt ihr meine uneingeschränkte Empfehlung bei „Gotham Central – Band 3: Im Fadenkreuz des Jokers“ zuzugreifen!

 

Howard the Duck – Ein Erpel für alle Fälle

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Letztens habe ich über den sanften Relaunch bei DC unter dem Namen „DC YOU“ berichtet und über die damit einhergehende humoristische Ausrichtung mancher Reihen bzw. Einzelbände wie „BIZARRO„.

In dem Artikel wurde ebenfalls angesprochen, dass ich so manchen Gag eher von Marvel erwartet hätte und siehe da: heute geht es quasi um den Prototypen der Selbstreferenz im Comic-Universum des Verlags (mit der Ausnahme von „Deadpool“).

Der Titel „Howard the Duck“ lässt vielleicht den ein oder anderen erahnen, dass die Hauptfigur ein Erpel gleichen Namens ist. Im Detail handelt es sich um ein Alien, welches auf der Erde gestrandet ist und sich als Privatdetektiv neu erfinden möchte. Tatsächlich eröffnet er ein eigenes Büro und nimmt sogleich einen Fall an, der ihn durch das halbe Marvel-Universum treibt.

Genaugenommen wird er mit einer bewaffneten Tante May konfrontiert, die einen Laden ausrauben möchte. Das bringt ihn wiederum auf eine Verschwörung, in die manipulierte Rentner involviert sind. Ja, das ist kein Witz und die folgende Anekdote bringt den Verrücktheits-Grad der Story vermutlich ganz gut auf den Punkt: Eine der Methoden die Howard nutzt um unerkannt die Verdächtigen zu observieren, ist es sich nackt zwischen Erden-Enten im Park zu platzieren und um Brot zu betteln. Nackt. Park. Brot. Genau dieses Level.

Während er irgendwie seinem Job nachgeht, stößt er unvermeidlich mit einem Großteil der A-Promis unter den Superhelden zusammen und bringt ihr Leben ordentlich durcheinander. Für den Leser ist es hingegen ein riesen Spaß zuzusehen, wie die Eigenheiten gewisser Charaktere teils bitterböse durch den Kakao gezogen werden. So versucht „Spidey“ zum Beispiel Howard vor einem Angriff zu retten und denkt daraufhin, dass dieser tot sei. Tja, was als nächstes kommt nennt man wohl Flashback. An seine Unfähigkeit Onkel Ben zu retten erinnert, bricht die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft kurzerhand zusammen und errichtet eine Art Schrein um sein Gewissen zu erleichtern. Außerdem muss sich unsere Lieblings-Ente eine Zelle mit „Rocket Raccoon“ teilen, sich mit Affen streiten und „Dr. Strange“ um Hilfe erpressen.

Ich denke allein diese Aufzählung sollte reichen um ein Bild davon zu vermitteln, was man erwarten kann, wenn man diese durchwegs gelungene Ausgabe aufschlägt. Vor allem handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs an wahnwitzigen Situationen und Gastauftritten ohne, dass es zu einer Übersättigung kommt. Verantwortlich dafür ist der Autor Chip Zdarsky, der zwar mit Independet-Projekten wie „Prison Funnies“ und „Monster Cops“ seinen Einstand feierte, sich aber spätestens seit dem Release der Eisner-Award-prämierten Reihe „Sex Criminals“ (die sogar für das TV adaptiert wurde) in die vorderste Reihe der Kreativen in der Branche katapultiert hat. Die Bandbreite seiner Interessen sieht man auch dem aktuellsten Werk an, das haarscharf an der Grenze zur Anarchie balanciert, aber mit einem roten Faden, begleitet von bösen Witzen und Slapstick-Humor die Richtung hält.

Visualisiert wurde alles von Joe Quinones, der zuvor schon seinen Stift bei „Spider-Man“, „Batman/Superman“, „Batman ’66“, „Fantastic Four“ und vielen anderen geschwungen hat. Sein Stil erlaubt es mühelos den cartoonesken Hauptcharakter zwischen realistisch dargestellten Nebenfiguren zu sehen ohne, dass sich etwas fehl am Platz anfühlt. Die Witze werden gekonnt in Bilder verpackt und entfalten auch gerne mal über mehrere Panels hinweg ihren Reiz.

Zusammengefasst kann ich „Howard the Duck – Ein Erpel für alle Fälle“ wirklich jedem ans Herz legen, der sich auch für Humor in Comics erweichen kann. Vor allem wenn dieser so souverän und alles andere als kindisch umgesetzt wurde. Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß und freue mich schon auf weitere Auftritte der Ente zwischen all den Cape-Trägern!

Hier geht es zur Leseprobe!

Record Store Day 2016 – Heute Abend Bekanntgabe der Releases

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Vinyl-Freunde unter euch? Heute wird um 19:15 Uhr auf recordstoredaygermany.de (weltweit und um die gleiche Zeit, weil es ein internationales Event ist) die offizielle Liste der Veröffentlichungen bekannt gegeben, die beim alljährlichen Record Store Day (diesmal am 16. April) die Herzen der Sammler und Fans höher schlagen lassen!

Unter anderem:

„DaDaDa“ von Trio als 12″ Picture Disc

Das erste Album von Madsen auf blauer 180g Vinyl

„TVS 15“ als Single und „The Man Who Sold The World“ als Album von David Bowie in hübscher Picture-Disc-Fassung

„Liberté, Egalité, Fraternité, Metallica! – Live at Le Bataclan. Paris, France – June 11th, 2003“ von Metallica. Die Erlöse daraus fließen an die Unterstützung für die Terror-Opfer vom 13. November in Paris.

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Viele weitere seltene Aufnahmen, Re-Issues und Sonder-Editionen können wir heute Abend bestaunen und uns auf DEN Feiertag für Musikliebhaber in knapp einem Monat freuen!

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BIZARRO

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Vor einigen Jahren krempelte DC sein eigenes Universum kräftig um, indem alle laufenden Serien unter dem gemeinsamen Titel „New 52“ (entsprechend der Anzahl der Reihen) wortwörtlich auf 0 gesetzt wurden.

Mit wenigenAusnahmen, wurden alle Vorgeschichten, Entstehungsmythen und Beziehungen für nichtig erklärt und damit ein Neustart ermöglicht, den es in der langen Geschichte des Verlags bis dato nicht gab. Damit sollten vorrangig neue Fans rekrutiert und alte mit frischen Ideen getriggert werden. Selbstverständlich gab es auch einen Aufstand der Puristen, dem jedoch ein klarer Erfolg der Strategie entgegenstand.

So konnte man als alter Hase immer noch überrascht werden, während Neulinge plötzlich die Chance bekamen endlich in den boomenden Markt (vor allem aufgrund der zahlreichen Verfilmungen) einzusteigen. Wie gesagt fing alles schon vor gut 4 Jahren an und wie es eben in der Natur der Sache liegt, erweiterte sich das neue Universum wieder fast ins unendliche, die Erzählstränge wurden komplexer und die Qualität schwankte deutlich zwischen brillant und unerträglich.

Dementsprechend war es nur eine Frage der Zeit bis der nächste (sanfte) Relaunch kommt, um die nächste Generation an Lesern an sich zu binden und mit neuen Reihen das Interesse der Veteranen (wieder mal) hoch zu halten. Nun ist es endlich soweit und „DC YOU“ geht auch hierzulande an den Start. Dabei werden, wie eben angedeutet, nicht alle bisher publizierten Geschehnisse für ungültig erklärt, sondern zum einen die Kontinuität der Reihen aufgelockert und zum anderen ein für bestimmte Serien gültiger humoristischer Ansatz präsentiert.

Zum Beispiel agiert im ersten Fall Jim Gordon als Rächer der Nacht in der regulären „Batman“-Reihe, während der altbekannte Bruce Wayne bei der „JLA“ immer noch seinen Umhang trägt. Bei der zweiten Option sehen wir eine „hippe“ Version von „Bat-Girl“
oder die „Gotham Academy“, die beide eine jüngere und teils weiblichere Zielgruppe ansprechen sollen.

In diese Kerbe schlagen auch einige selbstreferenzielle Titel wie „Bizarro„, den ich euch heute stellvertretend für die gesamte Neu-Ausrichtung präsentieren möchte.
Leser der regulären Serien kennen die Figur als furchteinflößende, von Lex Luthor geschaffene Version des Mannes aus Stahl oder aus der „Superman Adventures“-TV Show aus den 90ern. In der vorliegenden Fassung sehen wir ein naives bis dämliches Alien,
welches es sich seit seiner Ankunft auf der Erde zur Aufgabe gemacht hat, ein eigener „Superman“ zu werden. Dafür ist es zwar mit entsprechend übermenschlicher Stärke, Gefrier-Blick und Laser-Atem ausgestattet, geht mit diesen aber um wie ein Kind,
dass gerade zu laufen beginnt. Darum folgen „Bizarro“ Zerstörung und Chaos auf Schritt und Tritt. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Metropolis vom selbsternannten Helden mehr als genervt und für jede Idee dankbar ist das gutherzige Ungetüm so weit wie möglich fort zu schaffen.

Diese Aufgabe fällt Clark Kents/“Supermans“ Sidekick Jimmy Olsen zu, der das graue Monster nach Kanada (oder auch „Bizarro-Amerika“) verfrachten soll. Daraus ergibt sich ein wahnwitziger Road-Movie bzw. eine Buddy-Komödie, die es in der Form bei DC schon seit Ewigkeiten nicht gab. Dabei erleben wir die beiden Hauptfiguren beim Kampf gegen einen besessenen Gebrauchtwagen-Verkäufer, des Weiteren in einer Geisterstadt im Wilden Westen und einen wahrlich „bizarren“ Körpertausch. Und ja, es ist genauso verrückt wie es sich anhört.

Noch verwirrender aber umso witziger werden diese ganzen Situationen, wenn man sich vor Augen führt, dass „Bizarro“ durchgehend das Gegenteil von dem meint was er sagt und dabei nicht gerade die feinste Grammatik an den Tag legt. Durch diese Mixtur schafft Heath Corson als Autor mit einen Spagat zwischen Vorschlaghammer und dezenten Anspielungen, durchgehend die Lachmuskeln zu bearbeiten. Zusätzlich verknüpft er immer wieder Elemente aus der realen Welt, um das Geschehen trotz absurder Bedingungen dennoch greifbar zu machen. Kleine Gags wie der manchmal eingespielte Liebelingssong von „Bizarro“ („Wrecking Ball“ von Miley Cyrus, was denn sonst!?) stehen repräsentativ für einen Humor, den ich persönlich bis dato nur von Marvel kannte. Hier sieht man jedoch, dass auch in der tendentiell dunkleren Welt von DC Platz für Spaß vorhanden ist und dieser auch passend in Texten und Bildern umgesetzt werden kann.

Apropos Bilder. Gustavo Duarte macht einen ganz wunderbaren Job, indem seine cartoonhaften Panels einen nicht ganz unwesentlichen Beitrag zur Slapstick-Stimmung leisten. Ob nun Mimik oder Bewegung – beides passt wie die Faust aufs Auge und lässt einen Schnitzer höchstens mit der Lupe suchen. Als kleines Extra hat der gute Mann für einzelne Panels Gastzeichner mit an Bord geholt, die den meisten Kennern ein Begriff sein sollten. So finden wir Darwyn Cooke („Before Watchmen: Minutemen“), Tim Sale („Batman: Das lange Halloween“), Francis Manapul („The Flash“) und einige mehr. Da der Stil-Bruch sich zum einen nur auf einzelne Charaktere bezieht und die generelle Stimmung von vornherein sympathisch wirr ist, fallen die kleinen Gastauftritte in keinster Weise negativ ins Gewicht.

Als Fazit kann ich ziehen, dass der humoristische Einstand von „DC YOU“ zumindest in Bezug auf „Bizarro“ mehr als gelungen ist. Man wird durchgehend gut unterhalten und hat im Gegensatz zu den US-Amerikanischen Lesern sofort den Luxus, die Geschichte in einem Zug lesen zu können, da mit dieser Ausgabe die gesamte Miniserie von 6 Heften vorliegt. Da ich persönlich in Bezug auf Humor in Comics relativ schwer zu überzeugen bin, kann ich nach der persönlich positiven Erfahrung jedem einen Blick in den Band empfehlen. Nun bin ich auf „Bat-Mite“ im nächsten Monat gespannt und hoffe euch auch davon berichten zu können!

Eine Leseprobe zu „Bizarro“ findet ihr hier.

Wer gleich zuschlagen möchte, kann sich hier die Ausgabe besorgen.

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Auf 444 Stück limitierte Variant-Ausgabe für die Leipziger Buchmesse

Zwei weitere Harry Potter-Filme bestätigt!

Wie einige von euch bereits wissen, erscheint noch dieses Jahr die im „Harry Potter“-Universum angesiedelte Verfilmung „Fantastic Beasts and Where to Find Them“. Des Weiteren freuen sich schon alle Fans der Bücher (und den Vorverkaufszahlen nach auch die Händler) auf das Skript zur offiziellen Fortsetzung „Harry Potter and the Cursed Child„, welches Ende Juli das Licht der Welt erblicken wird.

Nun gibt es einen weiteren Grund, warum Potterheads rund um den Globus ausflippen können. Auf eine Frage bei Twitter hat J.K. Rowling mehr oder weniger mit Absicht die Nachricht in die Welt gesetzt, dass der Streifen mit Eddie Redmayne („Die Entdeckung der Unendlichkeit“, „The Danish Girl“) eine Trilogie bilden wird.

Ich persönlich hadere zwar etwas mit mir selbst, ob der Stoff nicht künstlich zu sehr gestreckt wird, aber ich lasse mich gerne überzeugen wenn es so weit ist. Freut ihr euch auch schon wieder in die altbekannte und lieb gewonnene Welt abtauchen zu können?

Stephen Kings „Der Dunkle Turm“ – Schauspieler bestätigt

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©ew.com; Getty Images

Wie vor geraumer Zeit berichtet, gab es inoffzielle aber umso glaubhaftere Meldungen, dass Idris Elba als der Revolvermann und Matthew McConaughey als „der Mann in schwarz“ für die „Der Dunkle Turm“-Verfilmung gecastet wurden.

Nun wurde die Vermutung endlich auch von offizieller Seite bestätigt! In einem exklusiven Gespräch mit „Entertainment Weekly“ gingen dabei Stephen King und Co-Autor Nikolaj Arcel auf potentielle Fragen ein und lieferten schon die ersten Details bezüglich der Handlung, die nicht gänzlich der aus dem ersten Buch entspricht.

Der Autor der Reihe erklärt außerdem seine Sichtweise in Bezug auf die Besetzung der beiden Figuren (auch auf die Hautfarbe Elbas, die bei einigen Hinterwäldlern für Diskussionen sorgte) und seine eigenen Vorstellungen zur visuellen Umsetzung. Des Weiteren gibt es einen Ausblick auf die potentielle Zukunft des Stoffes für die große Leinwand und vieles mehr.

In sieben Wochen beginnen in Südafrika endlich die Aufnahmen und wenn nicht alles schief geht, dürfen wir uns auf den 13 Januar 2017 freuen, an dem der einst als unverfilmbar geltende Stoff das Licht der Welt erblickt!

Alle Details hierzu findet ihr hier:

http://www.ew.com/article/2016/02/29/dark-tower-rises-stephen-king-idris-elba-and-matthew-mcconaughey

ESC-Vorentscheid: Für Avantasia stimmen!

Nach dem Debakel um die Personalie Xavier Naidoo, der aufgrund seiner mehrfach ausgeführten und untragbaren Aussagen als Vertreter Deutschlands beim ESC das Handtuch geworfen hat, gibt es etwas Hoffnung für eine würdige Repräsentation in Stockholm.

Zwischen all dem belanglosen Pop und peinlicher Elektro-Folklore, stechen Avantasia mit handgemachtem und ehrlichem Metal angenehm aus der Masse heraus! 

Tobias Sammet feiert mit seinem Projekt seit Jahren international Erfolge und ist auf den großen Bühnen dieser Welt zuhause. Nun kann man den restlichen Ländern zeigen, dass Rammstein und Scorpions nicht die einzigen Kappellen sind, die den Mainstream sprengen können und der Überraschungssieg von Lordi keine einmalige Angelegenheit bleiben muss.

Ich würde mich freuen, wenn Avantasia im ersten Schritt der deutschen Plastik-Musikindustrie zeigen könnten, dass ehrliche Mucke immer noch die beste ist und daraufhin in Schweden den Sieg endgültig einsacken!

Wenn ihr auch dieser Meinung seid, dann schaltet heute um 20:15 Uhr bei ARD rein und gebt dem Metal eine Stimme!

Edit: Nooooin!

Hieronymus Bosch. Das vollständige Werk

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Selbst diejenigen, die sich mit Malerei nur am Rande beschäftigen oder deren Wissen
um berühmte Werke sich auf die Mona Lisa beschränkt, haben sicherlich mindestens eines der Werke des Hieronymus Bosch (* um 1450; † August 1516), bürgerlich Jheronimus van Aken, zu Gesicht bekommen, es unterbewusst als (vermeintlichen) Surrealismus eingeordnet und sich über die vielen teils schockierenden Elemente gewundert.

Einige handelten den aus ’s-Hertogenbosch (daher sein Künstlername) in den Niederlanden stammenden Künstler aufgrund der durch ihn dargestellten Höllenvisionen als Ketzer oder schlimmeres. Nun weiß man aber seit geraumer Zeit, dass er Teil der lokal ansäßigen Liebfrauenbruderschaft war, die einen elitären und vor allem religiös geprägten Kreis an einflussreichen Männern bildete. Dort hätte er nur beim Hauch der Blasphemie keinen Einlass gefunden und die darauf einsetzenden Karrieresprünge, dank der in dieser Gemeinschaft gut gepflegten Kontakte, wären ausgeblieben. So dienten seine bizarren Darstellungen vor allem als moralischer Wegweiser, der die Quallen aufzeigt, die einen Sünder zu erwarten hätten. In diesem Zusammenhang erlangte er auch über Landesgrenzen hinweg schon während seiner Lebenszeit Berühmtheit und fertigte dadurch auch Auftragsarbeiten für sie städtische Oberschicht, den nationalen sowie internationalen Adel an.

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Der Garten der Lüste, um 1503; Mitteltafel: Die Menschheit vor der Sintflut

Aus seiner Schaffenszeit sind der Nachwelt aber nur wenige Bilder bekannt, die allesamt auf Holztafeln verewigt wurden, obwohl während der frühen Renaissance textile Bildträger schon vorhanden waren. Dieses kleine Erbe gibt aber glücklicherweise einen Überblick von den Anfängen in Form klassisch sakraler Darstellungen, die jedoch schon die ersten auffälligen Elemente aufwiesen, über den Höhepunkt seiner Schaffenszeit durch die berühmten Triptychen „Der Heuwagen“, „Der Garten der Lüste“ oder „Die Versuchung des heiligen Antonius“ bis hin zu seinem Spätwerk sowie Zeichnungen bzw. Entwürfen. Das besondere an all den vorhandenen Motiven, außer der übergreifenden Groteske, sind die schier unendlichen Verweise auf folkloristische Elemente in Form von Sprichwörtern, damals gegenwärtigen Vorstellungen von Himmel und Hölle und Hinweise auf Bibelstellen, die Bosch als sattelfester Kenner des Buches auch in die abwegigsten Szenen hinein malen konnte. All das wird durch visuell aufbereitete Metaphern wie fliegende Fische, nackte Leiber, monströse und bisweilen witzige Fantasiegebilde dargestellt und diente dabei nicht nur als Mittel zum Zweck, sondern zusätzlich der persönlichen Freude des Künstlers, wie man an den überlieferten Entwürfen erkennen kann. Viele dieser Ideen zog er aus der zeitgenössischen Literatur und eröffnete damit gänzlich neue Ansätze für die Entfaltung der Fantasie durch die Malerei.

Welch immensen Einfluss er auf die Nachwelt hatte und was für revolutionäre Ansätze in seinem Handwerk zu entdecken sind, sieht man an allerlei Zitaten durch Zeitzeugen, die wie die Nachwelt kaum Möglichkeiten hatten das Gesamtwerk von Bosch wirklich zu deuten. Diese damit verbundene Ehrfurcht blieb offensichtlich auch nach seinem Tod bestehen. So eröffnete er eine Werkstatt, die aufgrund seines inzwischen zu stattlicher Größe angewachsenen Vermögens mit Mitarbeitern besetzt werden konnte. Diese unterschrieben zum Teil post mortem mit dem legendären Namen. In diesem Zusammenhang gilt Bosch ebenfalls als Vorreiter, da er einer der ersten Künstler war, der seine eigenen Werke signierte und damit das Motiv ohne Zweifel mit dem Erschaffer verknüpfte.

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Die Versuchung der heiligen Antonius, um 1502

Nun können Interessenten seine kurze aber interessante Biografie, sämtliche ihm zweifellos zugewiesenen Werke, die Produktionen seiner Werkstatt und alle entdeckten Zeichnungen in TASCHENs „Hieronymus Bosch. Das vollständige Werk“ selbst erkunden. Neben den vom Bosch-Experten Stefan Fischer verfassten informativen Texten zu jedem Lebensabschnitt des Visionärs, findet man viele vergrößerte Ausschnitte, aus den vor Details überquellenden Bildern, die man in der Form sonst niemals zu Gesicht bekommen würde. Kleinste Szenen wirken dabei, bevor man das Gesamtkonstrukt aufschlägt, schon für sich alleine beeindruckend und entfalten bei der Gegenüberstellung zum ganzen Bild eine einzigartige Faszination. Genuagenommen wirkt alles bei der chronologischen Aufarbeitung von Boschs Lebenswerk in sich schlüssig und angenehm konstruiert. Nachdem man den Hauptteil des Buches genoßen hat, gibt es im Anhang zusätzlich die Möglichkeit alle Werke nochmals komprimiert in einer kleiner Fassung zu betrachten und einen kurze Text, der diese einordnet um das gelesene nochmals Revue passieren zu lassen.

Ursprünglich erschien auch dieses Buch in einem für den Verlag typischen XL-Format, welches sich für Malerei dieser Größenordnung geradezu anbietet aber natürlich in einer entsprechenden Preisklasse zu verorten ist. Zum 500. Geburtstag des Künstlers gibt es nun auch für Fans oder die, die es noch werden wollen eine kleinere aber ebenfalls wunderschön gebundene Ausgabe, die inhaltlich dem großen Bruder in nichts nachsteht, aber der breiten Masse auch auf finanzieller Ebene den Zugang zu Hieronymus Bosch gewährt. Hier stimmen wieder sowohl Quantität als auch Qualität, die mich immer wieder gerne rein blättern lassen um neue Sachen zu entdecken. Das ist eine Anschaffung, die man auch nach einiger Zeit gerne erneut hervor holt.

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Der Garten der Lüste, um 1503; Rechter Innenflügel: Die Hölle

Für diejenigen unter euch, die entweder in der Nähe der niederländischen Grenze wohnen, in Spanien ansäßig sind oder sich ohnehin gerne in der Weltgeschichte treiben lassen, gibt es dieses Jahr zwei Ausstellungen, wovon die aktuell durchgeführte vermutlich die beste ist. Sie findet in Boschs Heimatstadt statt und vereint, die zuvor auf verschiedenen Museen verteilten Teile seiner Triptychen. Ein Trip, der sich durchaus lohnt. Hier wären die Details:

 

13. Februar 2016 – 08. Mai 2016

Bosch

Het Noordbrabants Museum, ’s-Hertogenbosch, Niederlande

 

31. Mai 2016 – 11. September 2016

Bosch. The Centenary Exhibition

Museo Nacional del Prado, Madrid, Spanien

 

Eine Zeitreise in die Kindheit

Leider weiß ich nicht wie alt der durchschnittliche Leser meines Blogs ist, aber in meinem Fall gehört die Serie „Pokémon“ zu einem großen Teil meiner Kindheit. Angefangen mit den täglich verschlungenen Folgen auf RTL II, über blutig „gezockte“ Handflächen auf dem Schulhof um sein Sticker-Album voll zu kriegen bis hin zu den legendären Gameboy-Spielen „Pokémon – Blaue bzw. Rote Edition“ („Grün“ gab es exklusiv in Japan). Wenig später kam die „Gelbe“, bei der ein „Pikachu“ die Hauptfigur durch das gesamte Game begleitete. Nett, aber die Nostalgie hängt bei mir am unerreichten Original.

Genuagenommen muss ich gestehen, dass meine Familie zum damaligen Zeitpunkt kaum Geld hatte. Wir sind erst 1997 von Russland nach Deutschland übergesiedelt und lebten wortwörtlich von der Hand in den Mund. Die Sticker waren ein kleiner Luxus den ich mir leisten konnte und die Folgen flimmerten auf einem mikroskopisch kleinen Röhrenfernseher. Trotzdem war ich ein riesiger Fan und habe jeden meiner Mitschüler um den Nintendo Handheld und vor allem die Spiele beneidet. Ab und zu konnte ich mir entweder eins für wenige Tage ausleihen oder in Anwesenheit meiner Bekannten und Freunden zocken. Dementsprechend kann man sagen, dass ich nie das Vergnügen hatte mich komplett dem fesselnden Gameplay und der Sammelwut hinzugeben.

Nun durfte ich vor einiger Zeit feststellen, dass Nintendo in einem Video mehrere Remakes und Re-Releases bekannter Marken angekündigt hatte. Zum einen die HD-Version von „The Legend of Zelda: Twilight Princess“ und zum anderen die eben erwähnten Freizeitfresser mit den unzähligen Monstern als emulierte Ausgabe für den Nintendo 3DS (bzw. 2DS). Genau in einer Woche können sich dann die glücklichen Besitzer der passenden Konsole bei der Virtual Console (alte Titel, vergünstigt für die aktuellste Generation als Download) einloggen und sich die gewünschte Edition besorgen! In meinem Fall greife ich bei der roten zu, die für mich visuell (bezüglich des Covers. Das Spiel selbst ist schwarz/weiß) am attraktivsten war und ist. Auch am Anfang schnappe ich mir das dazu passend „Glumanda“ um mich in das alte Abenteuer und damit in Jugenderinnerungen zu stürzen!

Seid ihr auch Fans von nostalgischen Ausflügen oder hab ihr zu oft die Erfahrung gemacht, dass in der Kindheit und Jugend erlebte Gefühle nicht mehr in der Form zurück kommen, in der man es sich wünscht?

Stephen King – Basar der bösen Träume

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Mit seiner sechsten Kurzgeschichtensammlung „Basar der bösen Träume„, bringt Stephen King ganze 20 seiner bis dato nicht im klassischen Buchformat veröffentlichten Werke unter die Leser.

Diese wurden in den letzten Jahren in den unterschiedlichsten (englischsprachigen) Magazinen abgedruckt oder waren zumindest dem deutschen Publikum nicht oder nur schwer zugänglich. So finden wir unter anderem „UR“, eine Geschichte die exklusiv für Amazon bzw. für den Release ihres Kindle geschrieben wurde und sich tatsächlich um das kleine Lesegerät dreht. Klingt seltsam und vor allem nach billiger Werbung, funktioniert aber mit dem angewandten Konzept so gut, dass das recht abwegige Thema nichts von der vorhandenen Spannung nimmt.

„Böser kleiner Junge“ wurde als Dankeschön für den warmen Empfang des Autors im Jahr 2013, in Europa exklusiv als eBook auf französisch und deutsch veröffentlicht. Der Meister des Horrors war im Herbst vor drei Jahren in München, Hamburg und Paris zu Gast und bewarb seine „Shining„-Fortsetzung „Dr. Sleep„, wobei dies zur Nebensache wurde und der Autor im Laufe der jeweiligen Abende selbst den Mittelpunkt des Geschehens darstellte.

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Für mich wurde der 13. November (ein Freitag!) in der bayerischen Landeshauptstadt ohnehin zu einem unvergesslichen Erlebnis. Neben wenigen anderen Fans hatte ich die Ehre den erfolgreichsten Schriftsteller der Gegenwart und meinen Lieblingsautoren persönlich zu treffen und mir und meiner Freundin jeweils ein Buch signieren zu lassen („Der Anschlag„, der aktuell als Serie mit dem Titel „11.22.63“ auf hulu läuft und „Dr. Sleep“). Bezüglich der Kurzgeschichte mussten im Umkehrschluss das erste Mal Kings heimische Fans auf eine seiner stärksten Erzählungen warten.

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Inhaltlich erstreckt sich die Bandbreite vom klassischen Horror wie „Raststätte Mile 81“, über persönlich angehauchte Geschichten wie „Leben nach dem Tod“, in dem King seine Gedanken über das nahende Ende verarbeitet (der gute Mann geht auf die 70 zu), bis hin zu den hässlichen Dramen, die nur das Leben schreiben kann. Im Detail wird die Frage der „Moral“ erörtert, die Beziehung eines Sohnes zu seinem an Alzheimer erkrankten Vater beschrieben oder die alltägliche Gewalt unserer Gesellschaft gekonnt in Worte gefasst.

Dazwischen befinden sich gleich zwei Gedichte die aufzeigen, dass King nicht Unterhaltungsliteratur mit Talent und ohne Ahnung publiziert, sondern ein gewaltiges Wissen um die englischsprachige Geschichte der Lyrik und Prosa verfügt, die er bei vollem Bewusstsein zu nutzen weiß. So ist beispielweise „Die Knochenkirche“ sowohl konzeptionell als auch stilistisch an Robert Browning angelehnt, der wohl den berühmtesten „dramatic monologue“ in Form von „My Last Duchess“ verfasste.

Neben dem Inhalt, der über 700 Seiten einnimmt, überzeugt die eben beschriebene Fülle an unterschiedlichsten Ansätzen, die vor allem beweist, dass King nicht ohne Grund seit Jahrzehnten Erfolge feiert und insbesondere in den letzten Jahren auch von der „seriösen“ Kritik und Presse ernst genommen wird und neben Horror auch Drama und Fantasy zu seinem natürlichen Terrain gehören. Um dabei den Hintergrund der jeweiligen Handlung für alle verständlich aufzuschlüsseln, steht jeder Geschichte ein einleitender Text vor, in dem die Intention, Entstehungsgeschichte und passende Anekdoten zur nachfolgender Handlung aufgeführt werden.

Als Fazit kann man anführen, dass man nicht nur vor Blut triefende Massaker oder übernatürliche Effektfeuerwerke erwarten kann. Sollte dies die Haltung des Lesers sein, hat er zum einen Stephen King nicht verstanden, und zum anderen das Konzept einer Kurz(!)Geschichte nicht begriffen, die nur bedingt Platz für eine ausufernde Handlung bieten kann.

Für alle anderen ist „Basar der bösen Träume“ nicht nur eine Ergänzung zum inzwischen zu einer stattlichen Größe angewachsenen Gesamtwerk des Autors, sondern eine auch für sich stehende, tolle Zusammenstellung an Storys, die ich persönlich nach der Lektüre nicht missen möchte!