Rob Zombie – Get High (Music Video)

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Schon seit der Bekanntgabe, dass Rob Zombie an einem neuen Album arbeitet, konnte ich es nicht erwarten neues Material des Multitalents zu hören. Es wurde zwar nie wirklich ruhig um den Mann, da er die Fans ständig auf dem Laufenden über sein neuestes Film-Projekt „31“ hielt, aber was auf die Ohren gab es nie.

Vor kurzem wurde dann das Musik-Video „Well, Everybody’s Fucking in a U.F.O.“ veröffentlicht und machte durchaus Appetit auf das Ende April erscheinende Album „The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser„. Das einzige was mir diesbezüglich fehlte, war die Härte der alten Tage, die nun mit der neuesten Auskopplung „Get High“ (auf dem Album als „In The Age Of The Consegrated Vampire We All Get High“ gelistet) befriedigt wird. Neben den wummernden Riffs für die Ohren, können wir in dem Performance-Video eine deutliche Anleihe an Elvis in Bezug auf die Bühnenausstattung erkennen.

Um ihn selbst aus dem Rolling Stone zu zitieren: „I always loved the way Elvis looked on his comeback special standing in front of a giant ‚ELVIS‘ sign, so I figured let’s do that, but instead of my name it will say ‚GET HIGH.‘ It’s a simple message for everyone.“

Und genau das will ich in diesem Sinne so stehen lassen! 😉

Hier geht es zum neuen Track!

Batman-Reboot bestätigt!

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Da flattern die Fledermaus-Ohren. Sorry. Auf jeden Fall müssen sich Fans des dunklen Ritters jetzt gut fest halten:

Wir werden Ben Affleck als Batman noch in mindestens drei(!) Filmen bestaunen dürfen!
Genaugenommen hat Warner-Firmenchef Kevin Tsujihara bestätigt, dass in den nächsten 5 Jahren 10 DC-Filme veröffentlicht werden.

Einer davon wird ein Batman-Reboot mit Affleck in der Hauptrolle sein. Darüber hinaus übernimmt er auch die Regie des Films.

Zusätzlich hat er schon für seine Auftritte in „The Justice League Part One“ und „The Justice League Part Two“ unterschrieben. Da wir aus dem Trailer zu „Suicide Squad“ herauslesen können, dass er auch dort zu sehen sein wird, sind andere Cameos nicht auszuschließen.

Bis dato sind folgende DC-Projekte in der Pipeline, wobei Sequels bei einem positiven Einspielergebnis nichts im Weg stehen sollte. So geht man aktuell schon vor der Premiere im August von einer Fortsetzung zu „Suicide Squad“ aus.

1. Suicide Squad – 2016
2. The Justice League Part One – 2017
3. The Flash – 2018
4. Wonder Woman – 2017
5. Aquaman – 2018
6. Batman – 2018 oder 2019
7. Shazam! – 2019
8. The Justice League Part Two – 2019
9. Cyborg – 2020
10. Green Lantern Corps – 2020

Dr. Strange – Trailer veröffentlicht!

Gerade wurde der Trailer zu Marvels „Dr. Strange“ veröffentlicht! Benedict Cumberbatch spielt hierbei die gleichnamige Figur, die aktuell wohl nur den Comic-Lesern unter uns etwas sagen dürfte. Nachdem sie jedoch im November diesen Jahres in das Cinematic Universe überführt wurde, sollte sich das schlagartig ändern.

Optik und Stimmung scheinen einen leicht anderen Weg einzuschlagen, als wir es von den anderen Cape-Trägern gewöhnt sind. Ich bin gespannt, ob dadurch frischer Wind in die doch sehr ausgereizte Sparte gebracht wird.

Bat-Mite

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Wie schon vor einiger Zeit ausführlich berichtet, gab es einen sanften Relaunch beim DC-Verlag, aus dem das sogenannte „DC You“-Universum hervor ging. Hier wurde die Kontinuität der einzelnen Reihen aufgeweicht um Autoren mehr Freiheiten bei der Gestaltung ihrer Geschichten zu geben und andererseits neue Zielgruppen zu erschließen.

Das geschieht aktuell zum Beispiel mit der „Gotham Academy“, „Batgirl“ oder „Bizarro„. Letzterer setzt auf einen humoristischen Ansatz, den man üblicherweise vom Konkurrenten Marvel erwarten würde. In die selbe Kerbe schlägt auch „Bat-Mite“.

Viele Fans des dunklen Ritters kennen mit ziemlicher Sicherheit die 60er-Jahre Serie mit Adam West, die in Bezug auf verrückte Versionen von Batman wohl die Rangliste anführt. Was wiederum wenige wissen ist, dass schon im Jahr 1959 der kleine „Bat-Mite“ seinen Einstand in der US-Reihe „Detective Comics“ feiern durfte. Er stammt laut Origin-Story aus dem selben Universum wie Supermans Widersacher „Mr. Mxyzptlk“, ist aber im Gegensatz zu diesem Bösewicht ein großer Fan des dynamischen Duos „Batman & Robin“. Dementsprechend möchte er die beiden unterstützen, stiftet dabei jedoch mehr Chaos als zu helfen. Er tauchte größtenteils, passend zum damaligen Zeitgeist, in den 60ern auf und verschwand Ende der 70er fast vollkommen vom Radar der Comic-Leser, als  die Geschichten einen ernsteren Anstrich verpasst bekommen haben.

Nun ist der nervige Zwerg mit den magischen Kräften in einer abgeschlossenen Mini-Serie von Autor Dan Jurgens („Der Tod von Superman“, „Flashpoint“, „Batman of the Future“ usw.) und der Zeichner-Newcomerin Corin Howell (dieser Band ist ihr Debüt im Batman-Universum) zu neuem Leben erwacht.

In der vorliegenden Story taucht der Gnom aus dem nichts auf um dem echten dunklen Ritter bei einem Kampf zur Seite zu stehen. Natürlich artet die undurchdachte Aktion in Chaos aus und endet in einer Zerstörungsorgie. Wie üblich kann Bat-Mite jedoch keine Schuld bei sich selbst entdecken und ist nach wie vor überzeugt davon, der bessere Verbrechensbekämpfer zu sein. Dadurch bildet er sich zu allem Überfluss ein, dass Batman sein Sidekick sei, dem er fortwährend unter die Arme greifen muss. Dieser ist davon eher weniger begeistert und im Laufe des Zwiegesprächs entwickelt sich bei dem Wesen aus einer anderen Welt eine irrwitzige Idee. Dadurch, dass er sich für den ultimativen Helden hält, ist es für ihn die logische Konsequenz Amateure wie „Robin“ aka „Damian“, „Hawkman“, „Poster Gold“ oder die „Inferior Five“ zu coachen.

Mit der Umsetzung seines Einfalls bricht nun das komplette Chaos aus, welches unsere Hauptfigur in eine Anstalt für Hirntransplantationen, die Wohnung eines seltsamen Pärchens und in die Konfrontation mit der Cape-tragenden Version eines Sammler-Nerds treibt. Es klingt verrückt? Ist es auch! Glücklicherweise funktioniert dieses Konzept aber wunderbar und lässt den Leser öfter mal laut auflachen. Leider sind ein paar gute Witze durch die Übersetzung verloren gegangen, die ansonsten mehr als deutlich auf die verschiedenste Bereiche der Popkultur verweisen. Sie können aber bei der Masse an Gags gut verschmerzt werden. Filme, Comics und Musik werden mit sicherer Hand durch den Kakao gezogen und bilden das i-Tüpfelchen auf der durchgehend unterhaltsamen Geschichte. Auch mit diesem Band hat DC eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass Humor in ihrem Haus einen Platz finden kann und nicht nur auf depressiv dreinblickende (was nicht schlecht sein muss!) Charaktere bauen muss.

Die visuelle Umsetzung passt dabei wie die Faust aufs Auge und könnte für Corin Howell die Eintrittskarte für eine dauerhafte Etablierung im Verlag bedeuten, wenn „DC You“ einen nachwirkenden Anklang bei der Leserschaft findet. Ihr zwischen Realismus und Cartoon schwankender Stil unterstreicht die bizarre Verflechtung zwischen Superhelden-Genre und Comedy auf eine Weise, die frischen Wind in die Reihen der muskelbepackten Heroen bringen könnte. Ich werde die Dame auf jeden Fall auf dem Radar haben um ihren Werdegang ganz genau verfolgen zu können!

Dafür, dass ich es von mir selbst nicht erwartet hätte, habe ich einen Narren an der neuen Ausrichtung und den abgeschlossenen Serien gefressen, die etwas Leichtigkeit in die dunkle Comic-Welt in meinem Schrank bringen. Wer ebenfalls einen Versuch mit „Bat-Mite“ wagen möchte, kann ab dem 19. April im Comicbuchladen eueres Vertrauens oder hier zuschlagen.

Ghost Realm

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Als ich vor ein paar Jahren das erste mal auf dem Comicfestival München war, fiel mir ein Künstler ganz besonders auf: Timo Wuerz. Das erste, was einem ins Gesicht springt ist seine extrovertierte Optik samt flächendeckenden Tattoos, Iro und punkigem Outfit. Als er dann an seinem Platz anfing in unglaublicher Geschwindigkeit mit seinem Pinsel kleine Meisterwerke aufs Papier zu bringen, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich jeder ein Bild nach Hause mitnehmen wollte. Es schien als ob sein Pinsel von alleine hin und her tänzelt und dabei aus zunächst undefinierbaren Farbklecksen Figuren entstehen, die in der gegebenen Zeit nicht plastischer sein könnten. Im Großen und Ganzen also ein Ausnahmetalent, welches sowohl als Person als auch Künstler positiv auffällt.

Was mich jedoch gewundert hat, war die komplette Abwesenheit seiner Werke. Üblicherweise werden Zeichner von den zuständigen Verlagen mit einem Katalog oder Neuerscheinungen unterstützt bzw. der Verkauf durch die Anwesenheit des Gastes angekurbelt. Hier saß nun jemand, um dessen „Sketche“ sich die Menschen rissen, aber nichts mit nach hause nehmen konnten, um seine Arbeit als Produkt ins Regal stellen zu können.

Später fand ich heraus, warum das der Fall war. Timo ist eine Legende, die schon mit 14 die erste Ausstellung hatte und nur wenige Jahre später den ersten Comic veröffentlichte. Es folgten weitere Projekte in dieser Sparte, bis er sich plötzlich komplett aus diesem Bereich zurück zog und anderweitig kreativ austobte. Dabei scheint er keine Grenzen zu kennen, wenn man sich sein erstaunliches Portfolio ansieht: Briefmarken, Freizeitpark-Entwürfe, Lack-Designs für Sportwägen, CD-Cover für Bands (Rock und Metal sind seine Steckenpferde und damit noch ein Sympathie-Punkt), Logos, Cover usw. Man könnte diese Liste praktisch bis ins unendliche weiter führen.

Nun meldet er sich endlich mit einem Comic in Form von „Ghost Realm“ in der Szene zurück und der hat es in sich. Zunächst zur Story von Robert Franke: Die Hauptcharaktere Elvira und Sam sind beide jugendliche Underdogs, die konstant mit Problemen in ihrem privaten Umfeld zu kämpfen haben. Elvira muss sich mit ihrer alkoholkranken Mutter auseinandersetzen, die den Tod ihres Mannes nicht verarbeiten kann und Sam steht unter dem Erwartungsdruck seines akademisch in höchsten Sphären schwebenden Vaters. Eines Abends müssen die beiden vor einer Gruppe Schläger fliehen, die die beiden scheinbar schon länger auf dem Kieker haben. Dabei geraten sie per Zufall in den mysteriösen Laden eines Doktor Wang, in dem verstörende Dinge vor sich gehen, die sowohl die Rowdys als auch die Haupt-Protagonisten an ihren Sinnen zweifeln lassen. Ab hier gerät das Leben der beiden völlig außer Kontrolle, als sie sich unabhängig voneinander in einer seltsamen Welt, dem titelgebenden „Ghost Realm“, wiederfinden. Dieser wird von Wesen aus den wildesten Fantasien bevölkert. Von Fabelwesen, über Voodoo bis Science-Fiction scheint hier alles aus jeder Ecke des Surrealen vertreten zu sein um Elviras und Sams Welt gänzlich auf den Kopf zu stellen…

Illustriert wird das Geschehen wie schon erwähnt von Timo Wuerz, der die Grenzen des Mediums Comic durchgehend sprengt. Klassische Panels? Fehlanzeige! Nur selten müssen sie mit Linien typisch getrennt werden. Hier werden Umgebung, Gegenstände oder einfach nur Bewegung genutzt um eine Struktur zu schaffen. Größtenteils starrt man jedoch ehrfürchtig auf Seiten füllende Layouts, die vor Details nahezu überlaufen. Dieser Stil erinnert mich persönlich sehr an die Arbeiten von Dave McKean, wobei hier auf Fotografien und Collagen mit Gegenständen verzichtet wird und der gemalte Strich im Vordergrund steht. Die Darstellung der Figuren lässt mich hingegen an Lee Bermejo denken, der ebenfalls viel und schnell mit großen Farbflächen arbeitet und die Charaktere sehr realistisch rüberbringt. Wenn man es genau nimmt, kann man kaum in Worte fassen,   wie großartig und vor allem einfallsreich jede einzelne Seite umgesetzt wurde. Natürlich wird der Künstler selbst eine ganz eigene Meinung zu seinem Schaffen haben. Als außenstehender Betrachter gibt es aber rein gar nichts zu bemängeln. Der einzige Grund die Illustrationen schlecht zu finden, wäre ein abweichender Geschmack.

Eine ähnliche Meinung scheint übrigens auch Popcom zu vertreten, die nach Timos Comeback eine Werksausgabe veröffentlichen wollen. Zunächst darf man sich freuen, dass es eine zweite Ausgabe von „Ghost Realm“ geben wird. Um sich bis dahin an weiteren Bänden zu erfreuen, kommt zum Beispiel im Juni “Aaron und Baruch”. Hier geht es um den Waffenhändler Aaron, der von ständigen Albträumen gequält wird und den Serienkiller Baruch, der Vergnügen am Töten gefunden hat. Ich lege mir nach dem persönlichen Einstand mit dem hier besprochenen Band mit Sicherheit alle seine Bücher zu und freu mich schon auf das nächste Mal, wenn ich mich erneut an den fantastischen Bildern laben kann.

Wer sich ein eigenes Bild von den von mir beschriebenen Bildern uns Szenen machen möchte, hat bei dieser Leseprobe die Möglichkeit dazu.

Rogue One: A Star Wars Story – Trailer veröffentlicht!

Ihr habt wie ich noch lange nicht genug vom „Star Wars“-Hype? Gut, denn hier ist der Trailer zum ersten Spin-Off der Reihe in Form von „Rogue One – A Star Wars Story“!

In diesem Streifen von „Godzilla“-Regisseur Gareth Edwards muss die von Felicity Jones gespielte Hauptrolle eine Gruppe von Rebellen zusammen bekommen, um die Pläne für den Todesstern zu stehlen. Dementsprechend ist die Story kurz vor den Ereignissen des allerersten „Krieg der Sterne“-Films angesiedelt.

Neben Jones findet man eine ganze Reihe weiterer hochkarätiger Schauspieler im Cast:

Donnie Yen, Jiang Wen, Diego Luna, Riz Ahmed, Mads Mikkelsen, Ben Mendelsohn, Forest Whitacker und Alan Tudyk. Wenn sich das nicht nach etwas großartigem anhört, dann weiß ich auch nicht weiter!

Freut ihr auch schon so sehr auf das Ende des Jahres wie ich? 🙂

 

X-Men: Ein neuer Anfang

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Aktuell befinden wir uns mitten in einem Hype um Superhelden, ausgelöst durch Verfilmungen, die einen Rekord nach dem anderen brechen. Angefangen mit Spider-Man, kriegen wir teilweise monatlich neue Kost von Marvel und DC auf der großen Leinwand geliefert. Als großer Comic-Fan freut es mich natürlich, dass plötzlich so viele Menschen einen Zugang zu diesem Medium gefunden haben und die Storys nicht mehr als Kinderkram abgetan werden (Spawn und Deadpool würde ich keinem Grundschüler in die Hand drücken). Aber wie nach jedem Aufstieg wird es irgendwann einen Absturz geben. Man kann davon ausgehen, dass der Markt irgendwann übersättigt wird und damit vermutlich auch die Leserschaft der bunten Hefte zurück geht.

Der letzte Boom, den ich aufgrund meines Alters leider nicht aktiv mitbekommen habe, war Anfang der 90er, nachdem Autoren wie Frank Miller und Alan Moore in den Jahren zuvor gänzlich neue Zielgruppen erschlossen haben, die mehr Dunkelheit und Härte wollten. Damit wurde eine Ära eingeläutet, die mit Konventionen brach und damit den Weg für Künstler und Schreiber ebnete, die ganz dem neuen Zeitgeist entsprachen.

Dazu gehörte eine ganze Riege an Kreativen aus dem Marvel-Lager wie der legendäre Jim Lee. Diesem wurde kurze Zeit nach seinem Einstieg in das Unternehmen die prestigeträchtige Serie „Uncanny X-Men“ anvertraut. Kurz darauf legte er auch Hand an den heute zu besprechenden Titel „X-Men“ (1991). Das erste Heft schaffte es sogar in das Guinness Buch der Rekorde als der meistverkaufte Comic aller Zeiten. Neben dem Artwork war natürlich auch die Story-Komponente entscheidend für den anhaltenden Erfolg der Reihe. Chris Claremont, schon 1969 als Laufbursche im Verlag eingestiegen, erarbeitete sich den Weg an die Spitze mit Einfällen für die Mutanten-Welt, die heute noch nachhallen und mit dem Look von Lee das Bild der X-Men erschaffen haben, welches schließlich in der 90er-Jahre TV-Serie mündete.

Nach einiger Zeit beanspruchte Lee jedoch mehr Mitspracherecht, änderte Skripte eigenmächtig ab und initiierte damit einen Disput, der zunächst den Abgang von Claremont zur Folge hatte. Nur Monate später ging auch der Zeichner, um mit anderen den Image-Verlag zu gründen, der ihnen Rechte an den eigenen Kreationen gab und am Teil des Booms profitieren ließ.

Die Zusammenarbeit der zwei Männer bleibt bis dato ein Meilenstein, der glücklicherweise von Panini Comics Deutschland neu aufgelegt wurde. „X-Men: Ein neuer Anfang“ beinhaltet die ersten sieben Hefte, die einen überspannenden Zusammenhang aufweisen und darum als ganze Geschichte gelesen werden können. In dieser macht sich eine Gruppe von Mutanten mit einem Raumschiff auf die Suche nach Magneto, der in seinem Asteroid M die Erde umkreist, um sein selbst auferlegtes Exil zu fristen. Als er von der Gruppe entdeckt wird, bietet diese ihm ihre Dienste an. Der Anführer Fabian Cortez erklärt des Weiteren, dass die Station angeblich entdeckt wurde. Um sich zu schützen, begibt sich Magneto daraufhin zur Erde um einige Atomraketen zu bergen, die im Notfall zur Verteidigung eingesetzt werden sollen. Dabei kommt es zum Kampf mit den X-Men, während dem einer der Sprengköpfe über Russland detoniert. Daraufhin zieht sich Magneto mit den verbliebenen Raketen auf seine Basis zurück, während auf der Erde ein Plan zum Einsatz kommt, der die Vernichtung des Asteroiden-Heims des Mutanten zum Ziel hat. Zeitgleich überzeugt Cortez Magneto davon, dass dessen DNA durch Moira McTaggert verändert wurde. Als Reaktion entführt er die Frau und Professor X um sie zu zwingen die X-Men zu manipulieren und für ihn kämpfen zu lassen. Doch als es zum Showdown kommt, ergibt sich eine überraschende Wendung der Ereignisse…

Was diese Geschichte anbelangt, bin ich relativ zwiegespalten. Einerseits sieht man den Panels eindeutig an, warum Jim Lee zur modernen Speerspitze der Comic-Künstler unserer Zeit avanciert ist und gelegentlich eingestreute Verweise auf ernste Ereignisse der Realität (z.B. der Holocaust, Rassismus usw.) sind eindeutig an ein älteres Publikum gerichtet. Trotzdem wirkt es alles mit einem zeitlichen Abstand von 25 Jahren etwas altbacken. Nachdem ich als Leser an Geschichten heran geführt wurde, die episch über einen Zeitraum von einem Jahr ausgebreitet werden können oder an visuelle Meisterwerke, die in Sachen Dramaturgie großen Film-Events in nichts nachstehen, fremdle ich ein bisschen mit dem vorliegenden Band. Ich gehe davon aus, dass es wie in jedem Bereich eine Entwicklung gab, die zum damaligen Release übergreifend nicht abgeschlossen war. Das beziehe ich jedoch ausschließlich auf fortlaufenden Reihen und nicht auf komplette Storys, auf die ja auch noch heute gern verwiesen wird (V wie Vendetta, Watchmen, The Dark Knight Returns usw.). Sprechblasen wurden scheinbar wahllos gestaltet, was wiederum Satzbrüche zur Folge hatte, die keinen wirklichen Sinn ergeben. Natürlich kann es ein Problem der Übersetzung sein, funktioniert im Vergleich jedoch in der Gegenwart tadellos. Außerdem finden wir die typischen Dialoge, die mitten im Kampfgeschehen geführt werden, obwohl einer der Charaktere zum Beispiel gerade eins übergebraten bekommen hat. Hinzu kommt die schon angesprochene Geschwindigkeit, bei der man als Leser das Geschehen kaum verarbeiten kann.

Das klingt im ersten Moment hart, ist aber ein übergreifendes Phänomen der damaligen Ära. Im Klartext bedeutet es, dass meine Generation etwas verwöhnt ist! 😉 Aus nostalgischer und historischer Sicht, ist es jedoch eine lohnenswerte Anschaffung. Man wird durchwegs gut unterhalten, die Optik stimmt (bei dem Künstler kein Wunder) und man kriegt einen kleinen Einblick in die Zeit, als die uns heute noch bekannten Figuren dem Höhepunkt ihrer Popularität entgegen schritten.

Dementsprechend kann ich „X-Men: Ein neuer Anfang“ jedem empfehlen, der weiß worauf er sich einlässt, während Neulinge oder Leser, die nur aktuelle Erscheinungen konsumieren erst einen Blick beim Comic-Shop eures Vertrauens riskieren sollten.

Old Man Logan: Die Rückkehr

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Vor geraumer Zeit habe ich mir im Kino den ultimativen Film bezüglich der visuellen Umsetzung einer Postapokalypse angesehen. „Mad Max“ überzeugte mich von der ersten bis zur letzten Sekunde durch die brillante Optik, den treibenden Soundtrack und die daraus resultierende Atmosphäre, die den Puls konstant oben hält. Im Endeffekt ein Szenario, dass wie geschaffen für eine Comic-Welt zu sein schien und mit der unvergleichlichen Art gleich mehrere Oscars absahnen konnte.

Nun ist mir ein Band in die Hände gefallen, der ganz dem gerade von mir beschriebenen Muster entspricht und sogar in einer Welt angesiedelt ist, die eine frappierende Ähnlichkeit zur Wüstenlandschaft von Max aufweist. „Old Man Logan: Die Rückkehr“ setzt kurz nach den Ereignissen des Erstlings von Mastermind Mark Millar ein, ist jedoch Teil des Mega-Events „Secret Wars“. Glücklicherweise wurde die Geschichte jedoch nicht in irgendeinem Megaband vergraben, sondern darf als eigenständiges Werk das Licht der Welt erblicken und dabei trotzdem Teil der Kontinuität nach dem Krieg bleiben.

Das gigantische Marvel-Multiverse wurde zerstört und nur ein Planet überlebte, der als eine Art bizarres Patchwork eine Vielzahl an Regionen beheimatet, die jedoch vollkommen unabhängig voneinander existieren. Anzutreffen sind dort die verschiedenen Versionen der uns bekannten Helden, die zwar von den anderen Zonen wissen, aber trotz allem isoliert agieren. Gemeinsam ist nur die Angst vor dem aus dem Chaos hervorgegangenen Herrscher Dr. Doom, der als Gott verehrt wird und dessen Status durch die Thors verschiedener Realitäten auch mit Gewalt untermauert wird.

Mittendrin finden wir eine von der Zerstörung des Krieges zwischen Helden und Schurken gezeichnete Wüste, die ein einsamer alter Mann durchstreift. Dieser ist der uns wohlbekannte Wolverine (oder auch Old Man Logan), der eine gewisse Ähnlichkeit zum Revolvermann aus der Stephen King-Saga „Der Dunkle Turm“ aufweist. In sich gekehrt versucht er die Ereignisse von vor 50 Jahren zu verarbeiten, bei denen er durch Mysterio manipuliert die X-Men getötet hat. In der Zwischenzeit schafft er es sogar eine Familie zu gründen, die jedoch durch den Hulk-Clan ermordet wird. Damit legt er seinen pazifistischen Lebensstil ab und eliminiert aus Rache die gesamte Sippe, mit der Ausnahme des Babys Robert Bruce Banner Jr., den er sogar adoptiert. Genau hier setzt die neue Story ein, bei der Wolverine bei einem seiner Streifzüge den Kopf eines Ultron findet. Ihm ist bewusst, dass dieser aus einem anderen Teil der „Battleworld“ stammen muss und macht sich auf die Suche nach dessen Ursprung. Dabei begegnet er alten Weggefährten, alternativen Versionen seiner Feinde und Verbündeten und trotzt unzähligen Gefahren, die sein vom langsamen Altern ausgezehrter Körper erdulden muss.

Verantwortlich für die Story, die mit wenig Dialog, dafür aber mit umso mehr packender Atmosphäre dienen kann, ist der Erfolgs-Autor Brian Michael Bendis. Der mit fünf Eisner-Awards ausgezeichnete Schreiberling kann sich so gut wie alles von Rang und Namen auf die Fahnen schreiben. Ob Hellspawn, Batman oder gefühlt jede wichtige Figur von Marvel Comics – überall hat der gute Mann schon seine Finger im Spiel gehabt. Bei der Fortsetzung zur Kult-Geschichte „Old Man Logan„, die nicht wenigen als das Wolverine-Äquivalent zu Batmans „The Dark Knight Returns“ gilt, ist es nicht verwunderlich, dass die verantwortlichen bei Bendis anfragten. So gut wie alle seine Veröffentlichungen wurden zu einem durchschlagenden Erfolg und auch hier enttäuscht er weder Fans noch Kritiker. Ein spannender Aufbau, der intelligent in die aktuellsten Ereignisse des fiktiven Universums eingepflegt wurde, ein Höhepunkt, der einen von Seite zu Seite treibt und ein Ende, dass direkt in die Kontinuität überführt ist fast schon mehr als man erwarten kann. Trotzdem schafft er es die Story mit der nötigen nüchternen Stimmung zu transportieren, die der Rahmen der Handlung verlangt.

Einen nicht geringen Anteil an der Atmosphäre hat der Zeichner Andrea Sorrentino, den man von seiner Arbeit an „Green Arrow“ oder „I, Vampire“ kennen könnte. Mit unzähligen Splash-Pages und Panel-Breaks kreiert er Seite für Seite kleine Meisterwerke, die man sich auch einzeln gerne an die Wand hängen würde. Mimik, Gestik und das Zusammenspiel mit der Umgebung tun ihr übriges, um nachhaltig Begeisterung auszulösen. Kombiniert mit der düsteren bis erdrückenden Farbpalette Marcelo Maiolos, kann man sich gar nicht lang genug an den Bildern laben.

Es gibt durchaus komplexere Geschichten, die durch ausgetüftelte Wendungen im Gedächtnis bleiben oder durch Cliffhanger die Tage bis zum Release der Fortsetzung zählen lassen, aber insbesondere ein visuelles Medium wie der Comic, lebt von den Gefühlen, die die Bilder kombiniert mit der Story transportieren wollen. Genau das schafft „Old Man Logan: Die Rückkehr“ mit Bravour. Packend, spannend und nachdenklich zugleich, wird man auf eine Reise geschickt, die man gerne noch viel weiter mit gegangen wäre. Glücklicherweise werden diese Gebete von Marvel erhört. Im Klartext können wir uns auf eine reguläre Reihe um den gealterten Recken freuen, die zwar von Jeff Lemire („All-New Hawkeye“, „Extraordinary X-Men“) getextet, aber weiterhin mit dem beliebten Artwork von Sorrentino veredelt wird.

In diesem Sinne könnt ihr euch nach meiner Huldigung schon denken, was ich als Fazit von dem vorliegenden Band halte: Absolute Kaufempfehlung! Wenn ihr euch unsicher seid oder denkt, dass ich euch was andrehen will, dann schaut im nächstgelegenen Comic-Shop vorbei und wagt einen Blick in die Ausgabe. Es wird sich lohnen!

[Rezension] Ai Weiwei (TASCHEN)

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Es gibt da diesen Spruch, der besagt, dass der Unterschied zwischen Kunst und Abfall eine Meinung ist. Diese Sichtweise wird vermutlich durch die sogenannte „moderne Kunst“ gespeist, die sich außerhalb der Norm bewegt, die die Gesellschaft als „wertvoll“ oder nachvollziehbar erachtet. Wenn man in eine entsprechende Pinakothek geht, steht man tatsächlich oft vor bestimmten Werken und weiß nichts mit ihnen anzufangen, da der Kontext einfach aus dem Stegreif nicht zu erschließen ist. Hierfür wird viel Hintergrundwissen benötigt, welches insbesondere über mehrere Kreative hinweg nicht immer vorhanden ist.

Eine Ausnahmeerscheinung bildet dabei der wohl berühmteste zeitgenössische Künstler Ai Weiwei. Der Chinese, der sich nicht auf eine bestimmte Richtung in der Gestaltung seiner visualisierten Aussagen festlegen will, hat trotz jahrzehntelanger Teilhabe am Geschehen in der Szene, vor allem durch seine Aktionen als Dissident international Aufmerksamkeit erregt. In einem Blog und über soziale Medien verbreitete er seine Kritik an der Regierung und bekam als Quittung eine Haftstrafe, die ihn komplett von der Außenwelt abschnitt. Während dieses Zeitraums landete sein Name regelmäßig in namhaften Publikationen, die ihn einem großen Publikum bekannt machten. Natürlich fand er schon zuvor Erwähnung. Vor allem das als „Vogelnest“ bekannte Stadion zu den Olympischen Spielen in Peking blieb in kollektiver Erinnerung.

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Dementsprechend ist der Name inzwischen zwar in aller Munde, aber konkrete Projekte des Künstlers sind bis dato nur einem entsprechenden Klientel bekannt, welches zwar über die üblichen Verdächtigen hinaus geht, aber der breiten Masse leider immer noch keine Assoziation mit Ai Weiwei erlaubt. Nachdem vor geraumer Zeit bei TASCHEN schon eine limitierte Fassung der Monografie zu diesem Band erschien (entweder signiert und in Seide eingeschlagen oder mit einem Buchständer aus Marmor(!)), kommen nun auch Interessenten mit etwas weniger Budget in den Genuss des Buches.

Dieses steht vom Umfang her, dem imposanten Schaffen des Künstlers in nichts nach. Auf 600 Seiten bekommt man einen Einblick in das Gesamtwerk der Ausnahmeerscheinung. Angefangen bei Malereien und kleineren Installationen in New York bis hin zu den gigantischen Bauten, die nach Weiweis Rückkehr in seine Heimat zu seinem Markenzeichen wurden, wird nichts ausgelassen. Das diese Aussage keine Übertreibung ist, kann man selbst am Ende anhand eines Registers überprüfen, welches neben der Biografie und einer Liste der bekannten Ausstellungen auch eine Auflistung aller Werke des Künstlers beinhaltet.

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Seinen prestigeträchtigen Projekten wird gebührend viel Platz eingeräumt, die auf ganzseitigen Abbildungen ihre ganz eigene Faszination entfalten und die Fantasie des Betrachters anregen. Installationen wie „Sunflower Seeds“, bei denen 100 Millionen handbemalte(!) Sonnenblumenkerne aus Porzellan das Greifbare sprengen, zeugen eventuell von einem gewißen Wahnsinn, während Projekte wie „Straight“ an den Moralvorstellungen und dem Obrigkeitsverständnis der Chinesen rütteln. Hierbei wurden verbogene Stahlstangen aus den zerstörten Häusern in Sichuan (ein gewaltiges Erdbeben verwüstete Teile der Stadt im Jahr 2008) herangeschafft, um diese gerade zu biegen und in eine bestimmte Reihenfolge auszulegen. Im ersten Moment nur ein imposanter Anblick, der einem mulmigen Gefühl weicht, nachdem einem bewusst wird, dass mehrere tausend Menschen aufgrund von Bestechung und Vetternwirtschaft sterben mussten. Die Gebäude wurden mit mangelhaftem Baumaterial ausgestattet. Insbesondere die Schulen in dem Gebiet waren betroffen und mussten infolgedessen mehr als 1000 verstorbene Kinder beklagen. Im Zuge einer parallel laufenden Recherche nach den Namen der Toten, da die Regierung keine Liste herausgeben wollte, bekamen sowohl Ai Weiwei als auch sein Team die Härte des Staates sowohl auf psychischer als auch physischer Ebene zu spüren. Allein diese Geschichte verdeutlicht den brisanten politischen Aspekt an der Arbeit des Künstlers. Viele seiner Werke nehmen Bezug auf aktuelle Ereignisse in seinem Heimatland oder das Verhalten der herrschenden Klasse gegenüber der Bevölkerung. Das hat ihm lokal viele Feinde und international umso mehr Anhänger beschert.

Weitere Themen, die er nicht ausspart sind der Konsum (beispielhaft ist die Foto-Serie um die „Coca-Cola Vase“), zerstörtes Kulturerbe und chinesische Identität („Template“, ein gigantisches Konstrukt aus Türen abgerissener Tempel und „Fairytale“, das Einfliegen von 1001 Chinesen aus verschiedensten Milieus auf die Documenta 2007, auf der beide Projekte präsentiert wurden). All diese Motive ziehen sich bis heute durch sein Schaffen und erinnern den Betrachter, dass Kunst mit und ohne offensichtlicher Aussage einen grundlegenden Zweck erfüllt: das Anregen von Gedanken und damit Ideen. Ob diese eine kulturelle, sozial relevante oder nur unterhaltsame Komponente haben, bleibt dem Individuum überlassen. Trotzdem bleibt Ai Weiwei ganz Exot, da ihm für seine ambitionierten Ideen, die finanziellen Mittel für die entsprechende Umsetzung zur Verfügung stehen. Das macht die Ergebnisse im Vergleich zu anderen beeindruckender in ihrer Wirkung, kompensiert damit aber keinesfalls potentiell billige Ideen oder nutzt Effekthascherei.

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Strukturiert wird das Buch dabei in chronologischer Reihenfolge durch Kommentare des Künstlers zu einzelnen Werken. Dazwischen kommt man in den Genuss andere Blickwinkel kennen zu lernen, da langjährige Wegbegleiter Ai Weiweis ebenfalls zu Wort kommen. Unter anderem Uli Sigg, ehemaliger Schweizer Botschafter in China, Roger M. Buergel, Kurator der documenta 2007 und die Experten für chinesische Kultur und Politik Carlos Rojas, William A. Callahan und James J. Lally. Jeder hat etwas interessantes zum Entstehungsprozess vieler Installationen beizutragen und gewährt damit eine noch intensivere Auseinandersetzung mit den abgebildeten Kunstwerken. Ein weiteres erfreuliches Detail ist, dass viele der Bilder noch nie zuvor veröffentlicht wurden. Im Klartext bedeutet es, dass man als Leser indirekt der Entstehung zahlreicher Konstrukte beiwohnen kann.

Zunächst könnte man denken, dass die pure Masse an visuellen Eindrücken erschlagend wirken kann. Persönlich habe ich jedoch festgestellt, dass ich mit jeder Seite begeisterter und interessierter den Werdegang Ai Weiweis anhand seiner Arbeit verfolgt habe und tagelang über kaum etwas anderes reden, geschweige denn denken konnte. Dieses Buch eignet sich perfekt um seine eingerostete Begeisterung für moderne Kunst wieder zu beleben oder sogar absolute Laien an die Materie heran zu führen. In meinem Fall hat diese Monografie einen ganz besonderen Platz in meinem Schrank verdient, aus dem ich sie immer wieder gern hervor hole um mich in die abstrakten und zeitgleich doch in der Realität verwurzelten Bilder fallen zu lassen.

Ai Weiwei
Verlag: TASCHEN 
Herausgeber: Hans Werner Holzwarth
Sprache: Deutsch 
Format: Hardcover, 25 x 33,4 cm 
Seitenzahl: 600
Preis: 60 EUR