The Legend of Zelda: Art & Artifacts

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The Legend of Zelda. Ein Titel, der das „legendäre“ nicht ohne Grund im Namen trägt. Es wird kaum jemanden geben, der nicht zumindest einmal von der Reihe gehört hat. Ob es nun das sogenannte „Triforce„, die Hauptfigur „Link“ oder einfach nur der Name der Spielreihe ist: der Wiedererkennungswert hat sich nicht umsonst über Dekaden hinweg bis heute länderübergreifend gehalten.

Da ist es nicht verwunderlich, dass sich über die Zeit hinweg einiges an Material angesammelt hat, dass man als interessierter Spieler auch außerhalb der digitalen Welt erkunden möchte. Wie zu erwarten begann man in Japan, dem Ursprungsland der Reihe, damit die Fans mit Hintergrundinformationen, sowie Artworks im Buchformat zu versorgen. In Deutschland sind dafür Tokypop zuständig, die schon vor wenigen Jahren mit „The Legend of Zelda: Hyrule Historia“ erfolgreich den Markt bereichert haben. Angereichert mit chronologisch angeordneten Hintergrundinformationen, Skizzen und Designs, bietet es alles was man sich in der Richtung nur wünschen kann. Natürlich ist trotz des üppigen Inhalts, nicht Platz genug für wirklich alle relevanten Artworks vorhanden gewesen. Daher hat man sich bei den Machern dazu entschieden ein Buch herauszubringen, dass sich gänzlich der visuellen Pracht von „Zelda“ widmet und mit insgesamt über 400 Seiten auch quantitativ eine ganze Schippe drauf legt: „The Legend of Zelda: Art & Artifacts„!

Wie schon im Vorgängerband, arbeitet man sich als Leser chronologisch durch die Geschichte der Serie vom Erstling bis zum aktuellsten AblegerBreath of the Wild„, welcher aufgrund des zeitlichen Abstands in der „Hyrule Historia“ noch keine Erwähnung fand.

Nun findet man eine Masse an wunderschönen Farbillustrationen, die die letzten 30 Jahre der Geschichte aufarbeiten und dadurch einen nachvollziehbaren Prozess darstellen, der bei cartoonesk wirkenden Märchen-Anleihen begann und in epischen Kunstwerken, nahe am Photorealismus, seinen bisherigen Abschluss findet. Darunter befindet sich aber nicht nur schon bekanntes Promo-Material, sondern auch eine Vielzahl an Charakterdesigns, sowie bisher unveröffentlichte Darstellungen, einschließlich exklusiver Zeichnungen und einem Ausklapp-Poster. Nicht zu vergessen sind auch die vollständigen Abbildungen aller in den Spielen verfügbarer Items, die auf gedrucktem Papier sogleich eine andere Qualität entfalten, als auf dem heimischen Bildschirm

Man kann sich gefühlt stundenlang durch die wunderschönen Illustrationen blättern und immer wieder kleine Details entdecken, die man beim bisherigen spielen eventuell übersehen hat und kann dem Erlebnis dadurch einen weiteren Aspekt hinzufügen.

Als krönenden Abschluss bietet der Band darüber hinaus ein lesenswertes Interview mit Künstlern und Entwicklern von NINTENDO, die einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Videospielschmiede bieten und dadurch das bisher gesehene in einen informativen Rahmen bettet.

In diesem Sinne ist mit „The Legend of Zelda: Art & Artifacts“ ein wahres Must-Have für jeden Fan erschienen, dass sich als edles Hardcover (für 34,95€ in der Größe vollkommen im Rahmen) auch im Regal als schöner Hingucker entpuppt.

Eine Zeitreise in die Kindheit

Leider weiß ich nicht wie alt der durchschnittliche Leser meines Blogs ist, aber in meinem Fall gehört die Serie „Pokémon“ zu einem großen Teil meiner Kindheit. Angefangen mit den täglich verschlungenen Folgen auf RTL II, über blutig „gezockte“ Handflächen auf dem Schulhof um sein Sticker-Album voll zu kriegen bis hin zu den legendären Gameboy-Spielen „Pokémon – Blaue bzw. Rote Edition“ („Grün“ gab es exklusiv in Japan). Wenig später kam die „Gelbe“, bei der ein „Pikachu“ die Hauptfigur durch das gesamte Game begleitete. Nett, aber die Nostalgie hängt bei mir am unerreichten Original.

Genuagenommen muss ich gestehen, dass meine Familie zum damaligen Zeitpunkt kaum Geld hatte. Wir sind erst 1997 von Russland nach Deutschland übergesiedelt und lebten wortwörtlich von der Hand in den Mund. Die Sticker waren ein kleiner Luxus den ich mir leisten konnte und die Folgen flimmerten auf einem mikroskopisch kleinen Röhrenfernseher. Trotzdem war ich ein riesiger Fan und habe jeden meiner Mitschüler um den Nintendo Handheld und vor allem die Spiele beneidet. Ab und zu konnte ich mir entweder eins für wenige Tage ausleihen oder in Anwesenheit meiner Bekannten und Freunden zocken. Dementsprechend kann man sagen, dass ich nie das Vergnügen hatte mich komplett dem fesselnden Gameplay und der Sammelwut hinzugeben.

Nun durfte ich vor einiger Zeit feststellen, dass Nintendo in einem Video mehrere Remakes und Re-Releases bekannter Marken angekündigt hatte. Zum einen die HD-Version von „The Legend of Zelda: Twilight Princess“ und zum anderen die eben erwähnten Freizeitfresser mit den unzähligen Monstern als emulierte Ausgabe für den Nintendo 3DS (bzw. 2DS). Genau in einer Woche können sich dann die glücklichen Besitzer der passenden Konsole bei der Virtual Console (alte Titel, vergünstigt für die aktuellste Generation als Download) einloggen und sich die gewünschte Edition besorgen! In meinem Fall greife ich bei der roten zu, die für mich visuell (bezüglich des Covers. Das Spiel selbst ist schwarz/weiß) am attraktivsten war und ist. Auch am Anfang schnappe ich mir das dazu passend „Glumanda“ um mich in das alte Abenteuer und damit in Jugenderinnerungen zu stürzen!

Seid ihr auch Fans von nostalgischen Ausflügen oder hab ihr zu oft die Erfahrung gemacht, dass in der Kindheit und Jugend erlebte Gefühle nicht mehr in der Form zurück kommen, in der man es sich wünscht?