[Rezension] Walt Disneys Mickey Mouse: Die ultimative Chronik (TASCHEN)

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Wie Bob Iger, seines Zeichens CEO bei Disney, es treffend formuliert hat, gibt es nur noch sehr wenige Menschen, die von sich behaupten können, dass sie in eine Welt ohne Mickey Mouse hineingeboren wurden. Das ist keine übertriebene Aussage, sondern Fakt, wenn man bedenkt, dass der berühmteste Nager der Welt inzwischen 90 Jahre alt ist. Während dieser unglaublich langen Zeitspanne ist so einiges passiert. So hat sich nicht nur die visuelle Aufmachung der Figur, sondern auch ihr Verhalten grundsätzlich verändert, während im Hintergrund die Entertainment-Maschinerie um Disney zu einem Konzern mutierte, dessen Output jedermann bekannt ist. Kein Wunder, dass es Erhebungen gibt, nach denen Mickey Mouse in manchen Teilen der Welt berühmter ist, als der Weihnachtsmann.

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Daher ist es nur Folgerichtig dieses Jubiläum zu nutzen und eine Rückschau der gesamten Geschichte dieser Figur zu präsentieren. Und welche Verlag eignet sich dafür besser, als TASCHEN? Das Haus, welches uns schon seit Dekaden mit Kunstbänden in jeder Größenordnung und Preisklasse, bei gleichbleibend hoher Qualität versorgt und dabei thematisch keine Grenzen kennt, hat mit „Walt Disneys Mickey Mouse: Die Ultimative Chronik“ die Messlatte schon im Titel vorweggenommen. Auf sage und schreibe 496 Seiten im riesigen XXL-Format, wird der Leser mit einer Fülle an Informationen versorgt, die es so noch nicht gegeben hat.

Aufgeteilt in drei Entwicklungsphasen wird die Geschichte zunächst eng an der Biografie Walt Disneys orientiert, der mit einer anderen Tierfigur (Oswald the Lucky Rabbit) an seinem Durchbruch feilte, diese jedoch über Verwerfungen verlor und mit Mickey Mouse zunächst nur an eine Notlösung geriet, die sich jedoch in kürzester Zeit als wahrer Glücksgriff erwies. Nach einer relativ kurzen Orientierungsphase, in der der Charakter Form und Innenleben entwickelte, platzte mit „Steamboat Willie“ (1928) als erster vertonter Trickfilm eine popkulturelle Bombe, die bis heute nachhallt und seit geraumer Zeit sogar im Vorspann von Disney-Produktionen angeteasert wird (das berühmte Pfeifen der Melodie).

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Wie besonders die Einführung der Mickey Mouse war, zeigt sich schon in den ersten Jahren nach ihrer Entstehung. Eine heißlaufende Merchandise-Produktion, eine weltweite Expansion und Ehrungen, die man einer fiktiven Figur nie zuvor zugestanden hatte (sogar mit einer Figur im Wachsfigurenkabinett von Madame Tusseauds) wären nur als einige der Auswirkungen zu nennen. Diese machten es absehbar, dass Disney nicht nur einen kurzlebigen Geistesblitz hervorgebracht, sondern den Kulturbetrieb als solchen nachhaltig verändert hat.

Selbst als die klassischen Trickfilme in Spielfilmlänge die kurzen Abenteuer der Disney-Aushängeschilder wie Mickey und Donald in den Kinosälen ablösten, blieb die Maus gleichsam ein Synonym für ihren Erfinder. Nun war auch der Zeitpunkt dafür gekommen andere Medien in Beschlag zu nehmen, die heutzutage nicht mehr wegzudenken sind. Dazu gehören selbstverständlich die allseits bekannten Comicabenteuer, die sogar eigene Blüten im Ausland trieben und dort teilweise sogar erfolgreicher waren, als in den USA. Allen voran natürlich Italien mit seiner lebendigen Kultur der neunten Kunst und Deutschland mit seinem bis heute beliebten Output des „Micky Maus„-Magazins.

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Hierbei kommt neben der Masse an Informationen eine gewaltige Menge an Bildmaterial und Dokumenten zusammen. Diese haben die zwei Autoren David Gerstein, seines Zeichens Animations- und Comichistoriker, sowie der Filmhistoriker J.B. Kaufmann aus den Disney-Archiven, sowie privaten Sammlungen zusammengetragen und damit die wohl umfangreichste Aufbereitung der Geschichte von Mickey Mouse kreiert, die es bis dato gab. Ganze 1.200 Illustrationen, Animationszeichnungen, Storyboards, Hintergründe, Plakate und Fotografien werden dabei, in Teilen zum ersten Mal, dem geneigten Leser präsentiert.

Wem das nicht reicht, hat darüber hinaus die Möglichkeit sich über den Einfluss der Figur auf Politik, Gesellschaft und Kultur zu informieren. Dabei wird man feststellen, dass auch Themengebiete wie Krieg, Kommerz und zeitgenössische Kunst nicht ohne den Nager auskommen und dadurch die Relevanz dieser fiktiven Figur unterstreichen.

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Wenn man nun auf diese erstaunliche Geschichte zurückblickt, fragt man sich unwillkürlich, worin die Anziehungskraft von Mickey Mouse lag und immer noch liegt. Diese Frage ist sicherlich nicht einfach zu beantworten und letztlich auch nicht abschließend zu klären, denn nicht umsonst treibt sie seit 1928 Experten und Laien um. Vielleicht ist es auch dieses Mysterium, dass manche mit einer persönlichen Identifikation und andere mit einer stilisierten Projektionsfläche verbinden, dass den Erfolg anhaltend und rückwirkend fast schon fantastisch erscheinen lässt. In jedem Fall wird nach der Lektüre klar, dass die vergangenen 90 Jahre keinen Zweifel an einer Erfolgsgeschichte lassen, die auch die nächsten Generationen überdauern wird. Möchte man sie verstehen, führt wohl kein Weg an dieser wahrlich „ultimativen Chronik“ vorbei.

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Walt Disneys Mickey Mouse: Die ultimative Chronik* 
Verlag: TASCHEN 
Autoren: David Gerstein, J. B. Kaufman
Herausgeber: Daniel Kothenschulte 
Sprache: Deutsch
Format: Hardcover mit Leseband in Kartonverpackung 
mit Tragegriff , 29 x 39,5 cm 
Seitenzahl: 496
Preis: 150 EUR

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Mord im Orient-Express (Film 2017)

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Der Herbst ist zwar langsam aber dafür sicher angebrochen. Eine Zeit, in der man sich am liebsten in die eigene Decke verkriechen und stundenlang Bücher und Filme verschlingen möchte. Natürlich muss man dafür das passende Genre finden, dass die grauen Zellen nicht unterfordert, aber zeitgleich die Schwere unserer Zeit außen vor lässt, um mit einem wohligen Gefühl die immer dunkler werdenden Tage zu begehen.
Ein prototypisches Beispiel für solch ein Werk, finden wir in der neusten Verfilmung des Agatha Christie-Klassikers „Mord im Orient-Express“. Sich ganz einer längst vergangenen Epoche verschrieben, stellt der Streifen eine Detektiv-Geschichte dar, die in ihrem unbeschwerten Charme eine angenehme Ausnahme im dystopischen Output der letzten Jahre bildet.
Wir begegnen hierbei Anfang der 1930er Jahre dem legendären belgischen Ermittler Hercule Poirot (Kenneth Branagh), der nach einem spektakulär gelösten Fall in Jerusalem, seinen wohl verdienten Urlaub antreten möchte. Durch Umstände muss er für seinen Weg über Istanbul bis London den sogenannten Orient-Express in Anspruch nehmen, der zufällig von seinem alten Freund Bouc (Tom Bateman) betrieben wird, der ihm sogleich ein Abteil für die Fahrt beschafft.
Gleich zu Anfang seiner Reise wird er von einem geheimnisvollen Mann namens Samuel Edward Ratchett (Johnny Depp) angesprochen, der Poirot darum bittet ihn während des gemeinsamen Transports zu beschützen. Der scharfsinnige Detektiv lehnt jedoch ab, da er ein kriminelles Geheimnis hinter Ratchetts Fassade vermutet.
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© 2017 Twentieth Century Fox

Dem unbeständigen Wetter geschuldet, bleibt der Zug kurz darauf im Schnee Jugoslawiens stecken und muss auf die Hilfe von Gleisarbeitern warten, die sich nach der Verspätung auf den Weg zum verunglückten Express machen. Währenddessen wird der zuvor um Schutz suchenden Mr. Ratchett ermordet in seinem Abteil aufgefunden.
Aufgrund der Situation im Zug, muss einer der Passagiere der Täter sein und Poirot beginnt nach kurzem Zögern sofort mit den Ermittlungen vor Ort.
In Frage kommt eine ganze Reihe von Personen. Unter anderem die Gouvernante Mary Debenham (Daisy Ridley), der Arzt Dr. Arbuthnot (Leslie Odom Jr.), die spanische Missionarin Pilar Estravados (Penélope Cruz), die Witwe Caroline Hubbard (Michelle Pfeiffer), der Professor Gerhard Hardman (Willem Dafoe), sowie eine ganze Reihe weiterer Verdächtiger, die schnell befragt werden müssen, bevor der Mörder erneut zuschlagen kann.
Dieses Star-besetzte Aufgebot schafft es dabei im natürlich wirkenden Zusammenspiel, die angenehme Atmosphäre alter Krimis heraufzubeschwören, die vor allem durch die wunderschöne Kulisse des Zugs, sowie die Garderobe der Schauspieler befeuert wird. Trotzdem ruht sich der Film nicht auf den prominenten Namen, sowie der noch berühmteren Buch-Vorlage aus, sondern schafft es mehrere Plot-Twists einzubauen, die den Zuschauer aus der gemütlichen „ach, ich weiß doch eh wer es ist“-Attitüde reißen. Insbesondere Kenneth Branaghs Darstellung der Hauptfigur mit all ihren autistisch anmutenden Ticks in Bezug auf Ordnung, weiß diese Momente authentisch zu transportieren.
Zwar handelt es sich bei der 2017-Ausgabe von „Mord im Orient-Express“ definitiv nicht um eine Veröffentlichung, die auf prestigeprächtige Preise schielt, dafür aber um ein voll und ganz angenehmes Film-Erlebnis, dass man sich gerne mit Freunden und Familie ansieht, welches sich dabei aber nicht selbst zum visuellen Hintergrundrauschen degradieren lässt.
Eine klare Empfehlung für all jene, die ab und zu mal Abstand von Apokalypsen und mentalen Zusammenbrüchen brauchen und sich daher für Unterhaltung entscheiden, deren einziger Zweck es ist, dieser Bezeichnung gerecht zu werden.
Hier die Details:
Film: Mord im Orient-Express
Starttermin: 09. November 2017
Laufzeit: 1 Std. 54 Min.

ALIEN: COVENANT (Filmkritik)

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Es gibt Regisseure, die gleichsam mit ihrem Werk verschmolzen zu sein scheinen.  Zu diesen gehört mit Sicherheit auch Ridley Scott, der gemeinsam mit H.R. Gigers alptraumhaften Visionen ein Stück Filmgeschichte erschaffen hat. Selbstverständlich ist die Rede von ALIEN und damit der Perfektion des Sci-Fi-Horrors, die bis heute unerreicht ist.

Nachdem Scott mit seinem Erstling einen Hype losgetreten und mit weiteren Werken für die Ewigkeit (z.B. Blade Runner) seinen Weg fortgesetzt hat, verselbstständigte sich sein Film zu einem Franchise, das über Dekaden hinweg die Leinwände unsicher machte.

Im Jahr 2012 rang er sich dann dazu durch seinen extraterrestrischen Stoff erneut aufzugreifen und die Ursprünge der echsenartigen Monster zu ergründen. Dabei widersetzte er sich dem Trend von semi-gewaltpornographischen Streifen wie SAW und blieb dem ursprünglichen Rezept treu, blutige Szenen aus der Geschichte heraus zu erzählen und sie nicht als Kern der Story zu benutzen. Der wichtigste Teil blieb die unterschwellige und doch allgegenwärtige Bedrohung.

Nun spinnt der Regisseur mit ALIEN: COVENANT die Handlung zehn Jahre nach den Ereignissen in Prometheus weiter: Die Crew des Kolonisationsraumschiffs Covenant ist auf dem Weg einen erdähnlichen Planeten zu besiedeln, als der Plan durch einen Unfall ins stocken zu geraten droht. Durch Zufall entdeckt die Besatzung jedoch einen abgelegenen und unerforschten Planeten, der zunächst all das zu bieten scheint, was zuvor gesucht wurde.

Der aufmerksame Zuschauer stellt aber recht schnell die Verbindung zu Prometheus her und kommt damit zur Erkenntnis, dass die Menschen nun auf dem Planeten gestrandet sind, auf dem zuvor schon der fehlgeleitete Android David eine Zuflucht fand. Doch damit nicht genug. Sowohl David als auch der Himmelskörper bergen mehr dunkle Geheimnisse, als es zunächst scheint.  Aufgrund des Film-Titels sollte es kein Geheimnis sein, dass die Xenomorphe einen nicht geringen Teil darin spielen.

Mehr soll hier bezüglich des Inhalts nicht verraten werden, da sich viel von der Spannung aus der Ungewissheit speist, die durch kleine Hinweise und Fährten zu bekannten Storyelementen aufgebaut wird. Selbst die blutigsten Szenen haben weniger vom Feierabend-Bier-Slasher, als von klassischer Grusel-Atmosphäre. Kein Tod, keine Verletzung und kein Kampf entsteht ohne Grund. Sogar eine Sex-Szene wird dazu genutzt, um die Handlung voran zu treiben und nicht und nicht als stereotypes Element um die Stimmung aufzulockern.

Dazu trägt nicht zuletzt das einnehmende Schauspieler-Ensemble bei. Allen voran Michael Fassbender, der gleich in einer Doppelrolle zu finden ist, die ihm wie auf den Leib geschneidert wurde und trotzdem Freiheiten in Bezug auf ihre Darstellung bietet.

Alles in allem wird hier eine gute schauspielerische Leistung mit klassischen Horrorelemente kombiniert, was leider oftmals ein Widerspruch in sich selbst zu sein scheint. Zusätzlich wirkt alles aufgrund des Science-Fiction-Gewands angenehm frisch.

Dementsprechend kann ich eine klare Empfehlung für einen baldigen Kinobesuch aussprechend und kann persönlich nicht erwarten einen weiteren Ableger des Alien-Franchises zu sehen. Bei Ridley Scotts Arbeitsweise, die scheinbar keine Ruhepausen zulässt, vielleicht gar kein so abwegiger Wunsch!

Ab Donnerstag, 18. Mai 2017 nur im Kino!

The Boss Baby (Filmkritik)

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Die meisten von uns kennen die Madagascar-Reihe, Drachenzähmen leicht gemacht oder das legendäre Shrek-Franchise.

Das verantwortliche Studio ist dieses Jahr schon wieder mit einer Idee für die ganze Familie präsent und gibt uns The Boss Baby. Dabei ist der Name Programm. Die Welt des siebenjährigen Tim gerät komplett aus den Fugen, als er für ihn völlig überraschend einen kleinen Bruder bekommt.

Dabei handelt es sich aber nicht um irgendeinen Säugling, sondern um ein sprechendes, ständig Anzug-tragendes Baby, mit Business-Allüren. Die Eltern bekommen von diesen Sachen  jedoch nichts mit, während Tim sich mit einer Truppe aus Babys, mit seinem Bruder an der Spitze, herumschlagen muss. Dabei wünscht er sich nichts sehnlicher als wieder die ungeteilte Liebe seiner Eltern und ein Einzelkind-Dasein zurück.

Als sich plötzlich die Möglichkeit bietet, den neuesten Familienzuwachs loszuwerden, indem man ihm bei einem geheimen Plan hilft, schließt er sich mit ihm zusammen. Dabei müssen sie gegen seltsamen Geschäftsmann Francis E. Francis ankämpfen, der die Liebe für Babys komplett auf süße Hundewelpen umwälzen möchte.

Klingt verrückt? Ist es auch! Die lose auf dem gleichnamigen Bilderbuch basierende Geschichte von Marla Frazee, wird vom Regisseur Tom McGarth in einer liebevollen Weise adaptiert, die zwar keine wirklichen Überraschungen bietet, aber trotzdem sehr angenehm unterhält.

Insbesondere wenn man selbst Geschwister haben sollte, kann man sich selbst als Erwachsener schnell in Tims Gedanken- und Fantasie-Welt einfühlen. Die Zweifel, die Angst und der Trotz aufgrund gefühlter Ungerechtigkeiten sind nur allzu vertraut. Hinzu kommen die schön in Szene gesetzten Ausflüge in die bunte Vorstellungskraft von Kindern, die den nostalgischen Trip abrunden.

Dazwischen gibt es zusätzlich ein paar Verweise auf die Lebenswelt der Eltern, die potentiell mit ihrem Nachwuchs in die Kinosäle trudeln. So verkommt die Story nicht zu einem gänzlich weichgewaschenen Erlebnis für die Kleinsten und hält den ein oder anderen Lacher für Mama und/oder Papa bereit!

Zwar reicht The Boss Baby definitiv nicht an die großen Würfe des Studios heran, bietet aber entspannte Unterhaltung für die ganze Familie. Sollte sich darüber hinaus die Möglichkeit ergeben, den Streifen im Original anzusehen, wird einem ein Cast des Who-Is-Who um die Nase gehauen: Alec Baldwin, Steve Buscemi, Jimmy Kimmel, Lisa Kudrow und Tobey Maguire stellen neben anderen Sprechern die Speerspitze des prominenzgeladenen Ensembles dar! Musikalisch untermalt wird das Animationsspektakel von niemand geringerem als Hans Zimmer!

In diesem Sinne sind die bei diesem Film verbrachten 1,5 Stunden definitiv gut angelegt!

Laufzeit: 97 Minuten

Kinostart: 30.03.2017

 

LOGAN (Filmkritik)

 

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Foto Copyright: © 2017 Twentieth Century Fox

 

Nachdem ich den letzten Solo-Film um Wolverine als wirklich schwach empfunden habe und den ersten als mutlos, hat mich der nun (offiziell) letzte Auftritt des Mutanten wirklich positiv überrascht.

Erstmal zur Handlung selbst: Zwar spielt die Geschichte in der nahen Zukunft und suggeriert den Comic-Fans aufgrund des Titels eine Art Adaption des Meisterwerks von Mark Millar, besitzt daraus aber nur Anleihen, da eine wirkliche Verfilmung wohl kaum in das etablierte Filmuniversum der X-Men gepasst hätte.

Wir sehen Logan, der seinen Alias Wolverine abgelegt hat, als Limo-Chauffeur an der Grenze zu Mexiko seinen Lebensunterhalt verdienen, während sein geschundener Körper immer weiter zerfällt, da seine Selbstheilungskräfte mit der Zeit nachlassen. Was der genau Grund dafür ist, erfährt der Zuschauer nicht wirklich, aber eine Anspielung, die man im Detail dem Comic „Der Tod von Wolverine“ entnehmen kann, deutet an, dass ihn die Adamantium-Legierung über seinen Knochen langsam vergiftet. Eventuell ist eine schleichende Verstrahlung des Metalls schuld, da er in Japan unmittelbar beim Bombenabwurf in Nagasaki anwesend war.

Kurz darauf erfahren wir, warum sich unser Held abrackert. Er fährt täglich über die Grenze Mexikos um illegal erworbene Medikamente in seinem Versteck abzuliefern, in dem der 90-jährige Professor Charles Xavier im Sterben liegt. Nur durch die ihm zuteilwerdende Medikation können immer wieder auftretende Anfälle vermieden werden, die schon bei einem nicht näher beschriebenen Ereignis viele Verletzte und einige Tote gefordert haben. Dabei steht Logan der befreundete Mutant Caliban zur Seite, der die Fähigkeit hat andere Mutanten aufzuspüren. Die X-Men selbst existieren schon lange nicht mehr, seit einem viertel Jahrhundert wurden keine Kinder mit besonderen Fähigkeiten mehr geboren. Daher füllt James Howlett, wie Logan mit bürgerlichem Namen heißt, seinen Alltag mit der Hilfe für den Professor und gesteigertem Alkoholkonsum aus.

Dieses Gerüst wird aber sofort aufgebrochen, als ein kleines Mädchen in sein Leben tritt, dass dringend Schutz vor zunächst ominösen Verfolgern braucht. Daher bleibt dem Krallenschwinger und dem alten Mann nichts anderes übrig, als sie an einen sicheren Ort zu eskortieren. Während dieses Roadtrips in den Norden Amerikas realisiert unser Held, dass das Kind eine ganz besondere Verbindung zu ihm hat und gibt damit der Story einen neuen Spin…

Von der ersten Minute des Films an, schwebt eine Gewissheit mit, dass es sich um den letzten Auftritt Wolverines handelt, den Hugh Jackman inzwischen ganze 17 Jahre lang verkörpert. Der omnipräsente Zerfall des Körpers, der Verlust aller alten Kameraden und der passend staubig-kaputte Look der Umgebung sind nur die offensichtlichsten Anzeichen eines finalen Kapitels. Das Ganze wirkt von seiner Tonalität in keiner Weise überdreht oder künstlich pathosgeladen, wie es oftmals typisch für Filme dieses Genres ist. Man begegnet zwar vereinzelt Sprüchen und Situationen, die die jeweilige Szene etwas auflockern, aber an der mürrischen Stimmung ändert es über weite Strecken nichts.

Dazu kommen weitere Neuerungen, die dem überladen scheinenden Superhelden-Genre wirklich gut tun. Zum einen versucht sich der Regisseur James Mangold an wirklich tiefgründigen Dialogen, die nicht als reiner Füller zwischen Action-Sequenzen zu verstehen sind. Zum anderen wird an der physischen und verbalen Gewaltspirale gedreht, die wir in der Form höchstens von Deadpool kennen. Aufgespießte und abgetrennte Gliedmaßen und Köpfe, literweise spritzendes Blut und wirklich unvorhersehbare Tote lassen einen mehr als nur einmal überrascht zurück. Zusätzlich werden Dialoge mit einem ganzen Arsenal an Kraftausdrücken aufgefüllt, wie wir sie noch nie aus dem Mund eines Marvel-Helden gehört haben. Das R-Rating in den USA ist in jedem Fall nicht übertrieben. Diese Kombination gibt dem finalen Kapitel einer fast zwei Dekaden andauernden Odyssee, die wohltuende Seriosität, welche ich mir viel früher gewünscht hätte. Natürlich ist es nur eine Vermutung, aber ich denke, dass Deadpool in vielerlei Hinsicht eine neue Ära eingeleitet hat. Während die Dark Knight-Trilogie gezeigt hat, dass Superhelden nicht zwangsläufig in einer bunten Umgebung platziert werden müssen und der Söldner mit der großen Klappe auch Erwachsenen einen Zugang zum Genre geebnet hat, geht Logan den entscheidenden Schritt weiter und gibt auch nicht Comic-affinen Zuschauern die Möglichkeit einen Film in diesem Universum zu genießen.

Natürlich gibt es auch Punkte wie die Charakterentwicklung der Nebenfiguren, die teils auf der Strecke bleiben. Ich denke jedoch, dass es auf den rasanten Stilwechsel zurückzuführen ist, der keine ausgedehnten Vorgeschichten erlaubt. Auch die brachiale Gewalt könnte den ein oder anderen Liebhaber bewährter Kost abschrecken. Bei der überwiegend sehr gut umgesetzten Arbeit, wäre das alles jedoch gut zu verkraften. Alles in allem lässt sich feststellen, dass es sich bei „Logan“ nicht nur um wohl den besten Film aus dem X-Men-Franchise handelt, sondern um eine der besten Comic-Verfilmungen überhaupt. Daher kann ich nichts anderes, als eine uneingeschränkte Empfehlung für den baldigen Kinobesuch aussprechen!

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Foto Copyright: © 2017 Twentieth Century Fox

 

Das Walt Disney Filmarchiv. Die Animationsfilme 1921–1968

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Zeitlos. Ein Wort, dass nur auf wenige Filme zutrifft. Ein Stück moderne Unterhaltung, dass Generationen an Herzen höher schlagen lässt. Wer hat keine Träne bei „Der König der Löwen“ vergossen, mit Balu beim „DschungelbuchWie wärs mal mit Gemütlichkeit angestimmt oder bei modernen Meisterwerken wie „Alles steht Kopf“ einen Kloß im Hals bekommen? Zwischen all diesen Werken liegen Jahrzehnte und keins von ihnen scheint aus der Zeit gefallen oder an eine bestimmte Altersgruppe gerichtet zu sein. Ein Kunststück, dass nur ein Studio hinkriegt und dem der Erfolg seit dem Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts recht gibt. Die Rede ist selbstverständlich von Disney und den unzähligen Zauberwelten, die auf Leinwand gebannt jung und alt staunen lassen.

Schon zu Lebzeiten von Walt Disney strotzte der Output seines Teams vor Innovationen und Ansätzen, die Mitbewerber vor Neid erblassen ließen. Neuartige Techniken der Animation, Konzentration auf Charakter-Entwicklung statt auf reine Gags, Story-Boards und der erste abendfüllende Zeichentrickfilm in Form von „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ – Nur die Spitze des Eisbergs an fantastischen Neuerungen, die zu ihrer Zeit Revolutionen in der Branche gleich kamen. Daher ist es fast schon verwunderlich, dass erst in diesem Jahr eine lückenlose Aufarbeitung der Filme unter den Fittichen des Studio-Gründers veröffentlicht wurde.

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Welcher Verlag käme dafür besser in Frage als TASCHEN? Wenn man sich die Publikationsgeschichte ansieht, weiß man, dass in Sachen lückenloser Dokumentation kaum ein anderes Unternehmen an die verlangte Qualität heran reicht.

Das dies nicht einfach so dahingesagt ist beweist „Das Walt Disney Filmarchiv. Die Animationsfilme 1921-1968“ auf fulminante Art und Weise als weiterer Zuwachs der „Archiv“-Reihe nach Stanley Kubrick, James Bond und Charlie Chaplin. Es wird auf jede Veröffentlichung eingegangen, ob diese nun dem Mainstream bekannt oder nur für Kenner einen Begriff darstellt. Angefangen bei den „Laugh-o-Grams“, die als Zubrot entstanden, über die „Silly Symphonies“, die vielen als solche kein Begriff sind aber mit Sicherheit schon mal gesehen wurden, bis hin zu den vielen Spielfilmen, die teils erst lange nach der jeweiligen Veröffentlichung zum Legenden-Status gelangt sind.

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Dabei wird nicht einfach trocken über den Entstehungsprozess hinweg gegangen, sondern  lebhaft mit Kommentaren der Künstler, Produzenten und anderer kreativer Köpfe ein greifbares Bild der beschriebenen Zeit erzeugt. Untermalt wird das Ganze wie üblich mit einer üppigen Fülle an teils exklusivem Bildmaterial. Dazu gehören Film-Zellen, Sketche, Dokumentationen aus dem Alltag der Mitarbeiter und Bebilderungen zu Werken, die den meisten Lesern wohl nicht bekannt sein sollten. Auf den knapp 620 Seiten beschäftigt sich der Herausgeber Daniel Kothenschulte zwar primär mit den Langfilmen, lässt aber auch Fachleute im Bereich der Propaganda-Filme während des zweiten Weltkriegs zu Wort kommen und räumt den vielfach unterschätzten Kurzfilmen des Studios einen gebührenden Platz ein. Auch prekäre Themen wie Rassismus („Onkel Remus’ Wunderland“ [1946]) oder an den Kassen gefloppte Produktionen werden angesprochen und nicht zur Image-Glättung ausgeblendet.

Dadurch bietet sich ein allumfassendes Bild der goldenen Ära unter dem Genie Walt Disney, welches Nostalgiker schwelgen, Fans verzücken und Laien staunen lässt. Ich persönlich wüsste nicht was man als Liebhaber oder Interessent, sowohl qualitativ als auch quantitativ diesem Band ankreiden sollte. Persönlich sehe ich schon der Fortsetzung entgegen. Welchen Teil der Walt Disney-Geschichte diese abdecken soll, ist zwar noch nicht bekannt, aber an einer Themen-Auswahl sollte es in diesem Fantasie-Universum definitiv nicht mangeln.

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Übrigens: Nicht mehr lange und es ist Weihnachten! 😉 Hätte ich dieses Prachtstück unter dem Christbaum, würde ich vermutlich in Schnappatmung verfallen! Damit macht ihr sicher jedem eine Freude!

TASCHEN WAREHOUSE SALE und GEWINNSPIEL

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Ihr werdet bemerkt haben, dass seit ZOMBIAC in Betrieb ist, eine Vielzahl an TASCHEN-Publikationen auf der Seite besprochen wurden. Es ist wohl offensichtlich, dass ich ein Fan des Verlags bin. Warum? Dort scheint es selbst für die abwegigsten Themen eine Nische zu geben und sollte es sich um Mainstream-Kost handeln, wird diese unnachahmlich aufbereitet.

So gibt es gelegentlich Beigaben, wie Original-Filmschnipsel bei „The Charlie Chaplin Archives“ oder „The James Bond Archives„, wertvolle Drucke und signierte Exemplare wie bei „Mick Rock. The Rise of David Bowie, 1972-1973“ oder einfach nur gigantische Rückblicke auf das Werk von Verlagen und Künstlern („75 Years of DC Comics„).

Dabei wird sowohl der Leser mit kleinem Geldbeutel (Kunst-Bände ab 10€ oder „Volksausgaben“ für ein wenig mehr bei gleichem Inhalt wie der große Bruder), als auch der vermögende Sammler mit Editionen für mehrere Tausend Euro bedient („Moonfire“ als extremes Beispiel mit Mondgestein(!) als zusätzlichen Anreiz). Natürlich kann man sich beim Blick auf den Katalog nicht alles leisten, aber nun gibt es endlich die Möglichkeit auch bei wertigeren Veröffentlichungen zuzuschlagen:

Vom 23. bis 26. Juni findet der große TASCHEN WAREHOUSE SALE statt! Bei Rabatten von 50% bis 75% auf Ansichtsexemplare und Bücher mit kleinen Mängeln könnt ihr euch entweder in den Stores in Köln und Hamburg oder direkt auf taschen.com eindecken!

Was es genau geben wird, erfahrt ihr bei Beginn des Sales, aber Titel wie „The Charlie Chaplin Archives“ oder die große „Hieronymus Bosch„-Monografie sind fest eingeplant!

Um das Ganze gebührend zu zelebrieren, findet in Zusammenarbeit mit und dank TASCHEN das erste Gewinnspiel bei ZOMBIAC statt und folgendes könnt ihr vielleicht schon bald euer Eigen nennen:

Unter allen Lesern, die bis zum 26.06.2016 (23:59) meine Seite und den Facebook-Beitrag zum TASCHEN SALE mit einem „Like“ markieren und öffentlich in ihrem Profil teilen, verlose ich ein (lieferbares) Buch eurer Wahl bis zu einem Bestellwert von 50€! Schaut euch ruhig auf taschen.com um! Neben den von mir schon besprochenen Titeln, gibt es auch eine Vielzahl an neuen Büchern, die nur zu empfehlen sind. Da wären zum Beispiel Exodus von SalgadoHelmut Newton. Us and Them oder Castros Kuba!

Viel Glück an alle Teilnehmer!

Teilnahmebedingungen
1. Teilnahmeberechtigte
Teilnehmen kann jede(r) Volljährige, ausgenommen Mitarbeiter der TASCHEN GmbH.
Eine Teilnahme über Gewinnspiel-Agenturen oder sonstige Dritte, die den Teilnehmer bei einer Vielzahl von Gewinnspielen anmelden, ist ausgeschlossen.
2. Teilnahmemöglichkeiten
Eine Teilnahme ist nur über Facebook möglich, indem der im Text angegebene Beitrag und die Facebook-Seite von ZOMBIAC mit einem „Like“ versehen und öffentlich geteilt wird. Das Gewinnspiel erfolgt ohne Zusammenarbeit mit Facebook.
3. Teilnahmeschluss
Teilnahmeschluss ist der 26.06.2016 um 23:59.
4. Gewinnermittlung
Der Gewinner wird per Los ermittelt.
5. Art der Gewinnbenachrichtigung
Der oder die Gewinner/in wird über eine persönliche Facebook-Nachricht schriftlich kontaktiert.
6. Veröffentlichung der Gewinner
Der Name des Gewinners wird nach seiner Ermittlung in anonymisierter Form auf zombiac.wordpress.com und der angeschlossenen Facebook-Seite veröffentlicht.
7. Der Rechtsweg
Eine Barauszahlung der Gewinne ist ebenso wie der Rechtsweg ausgeschlossen.

Rob Zombies „31“-Trailer veröffentlicht

Als großer Fan von Rob Zombie, egal ob nun Musik oder Filme, freue ich mich ganz besonders auf den Release seines neuesten Streifens „31„. Dieser wurde nämlich größtenteils durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert und ist entsprechend von künstlerischer Seite an fast keine Zwänge in Bezug auf die Umsetzung gebunden. Im Klartext heißt es, dass man sich nicht sicher sein kann, ob wir ihn in Deutschland überhaupt zu sehen bekommen, aber Indizierungen halten Fans ja bekanntlich nicht auf! 😉

Die Story sieht folgendermaßen aus: Am 30 Oktober 1975 wurden fünf Karneval-Arbeiter gekidnappt und bis zur folgenden Nacht (Halloween) in einem Käfig gefangen gehalten. Ihnen wird erzählt, dass sie an einem Spiel mit dem Namen „31“ teilnehmen müssen, dessen Ziel es ist die kommenden 12 Stunden zu überleben. Das Ganze gestaltet sich jedoch etwas schwierig, da sie nicht alleine sind. Eine Gang von bösen (etwas untertrieben, ich weiß) Clowns ist ebenfalls da und verfolgt die Gefangenen.

In jedem Fall gibt es ab heute in Form des ersten Trailers einen kleinen Ausblick auf das frische Massaker aus dem Hause Zombie:

Stephen Kings „Cell“ – Trailer veröffentlicht!

Wenn man in einer Großstadt durch die Straßen läuft, in der Bahn auf dem Weg in die Arbeit ist oder sich einfach einen Snack gönnt – die Augen kleben bei den meisten Menschen am Smartphone.

Diese zur Abhängigkeit mutierte Verhaltensweise, die sich generationenübergreifend Bahn brach, verarbeitete Stephen King in seinem 2006 erschienenen Roman „Puls“ (engl. „Cell“) auf die ihm ganz eigene Weise. Da der Stoff (als Grundgedanke) nach wie vor aktuell ist und Kings Bücher sich so gut wie immer als spannender Leitfaden für Filme eignen, kommt dieses Jahr die Umsetzung der Geschichte ins Kino.

Mit dabei sind unter anderem Joch Cusack (auch schon in „Zimmer 1408“ zu sehen) und Samuel L. Jackson. Das Aufgebot ist stark und lässt mich dementsprechend auf einen soliden Horrorfilm hoffen. Was sagt ihr dazu?

„Batman: The Killing Joke“ – Trailer veröffentlicht!

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Die Pose diente auch als Inspiration für Jared Letos erstes Promo-Foto als „Joker“.

Es gibt wahnsinnig viele Geschichten um und mit Batman, die in ihrer Qualität von fantastisch bis grottig schwanken. Bei fast 80 Jahren als Hauptfigur einer der meistgelesenen Comic-Reihen aller Zeiten ist das natürlich kein Wunder.

Nun gibt es ein paar Storys, die jeder Fan in seinem Schrank und jeder Einsteiger in die Welt des dunklen Ritters gelesen haben sollte. Dazu gehören selbstverständlich „The Dark Knight Returns“, „Batman: Das erste Jahr“, „Arkham Asylum“ und die legendäre Graphic Novel „The Killing Joke“.

Hier wird durch Alan Moore („From Hell“, „V wie Vendetta“, „Watchmen“) auf eine Origin des Jokers eingegangen, der Grund für Barbara Gordons Lähmung dargestellt und eine nachdenklich-düstere Ebene eingeführt, die es in der Form noch nie gab. Die detailverliebten Zeichnungen des Briten Brian Bolland (2011 Gast auf dem Comicfestival München) passten in diesem Zusammenhang wie die Faust aufs Auge und unterstrichen die Atmosphäre der Geschichte in Perfektion. So hinterließen zwischen Szenen und Zeiten verbindende Panels und ein Witz des Clownprinzen des Verbrechens einen bleibenden Eindruck bei mir und inspirierten mich vor einigen Jahren sogar zu einem gleichnamigen Song, der die Ereignisse in dem Band behandelt.

Dieses Jahr erscheint nun eine passende Film-Adaption aus der „Animated“-Reihe, in der schon der Stoff von „The Dark Knight Returns“ und „Batman: Das erste Jahr“ vorlagengetreu umgesetzt wurde.

Was erstaunlich wenige Leute wissen ist, dass Mark Hamill (ja, Luke Skywalker!) dem Joker bis dato in so gut wie allen Videospielen und Trickfilmen seine Stimme lieh. Leider kündigte er schon vor geraumer Zeit an sich von der Figur zu verabschieden, kehrt aber für den aktuellsten und vermutlich wichtigsten Auftritt des Bösewichts zurück.

Jetzt wurde der erste Trailer zum Event veröffentlicht, dass schon in wenigen Monaten (voraussichtlich August) auf Blu-Ray erscheinen wird: