Stephen Kings „Cell“ – Trailer veröffentlicht!

Wenn man in einer Großstadt durch die Straßen läuft, in der Bahn auf dem Weg in die Arbeit ist oder sich einfach einen Snack gönnt – die Augen kleben bei den meisten Menschen am Smartphone.

Diese zur Abhängigkeit mutierte Verhaltensweise, die sich generationenübergreifend Bahn brach, verarbeitete Stephen King in seinem 2006 erschienenen Roman „Puls“ (engl. „Cell“) auf die ihm ganz eigene Weise. Da der Stoff (als Grundgedanke) nach wie vor aktuell ist und Kings Bücher sich so gut wie immer als spannender Leitfaden für Filme eignen, kommt dieses Jahr die Umsetzung der Geschichte ins Kino.

Mit dabei sind unter anderem Joch Cusack (auch schon in „Zimmer 1408“ zu sehen) und Samuel L. Jackson. Das Aufgebot ist stark und lässt mich dementsprechend auf einen soliden Horrorfilm hoffen. Was sagt ihr dazu?

Stephen Kings „Der Dunkle Turm“ – Schauspieler bestätigt

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©ew.com; Getty Images

Wie vor geraumer Zeit berichtet, gab es inoffzielle aber umso glaubhaftere Meldungen, dass Idris Elba als der Revolvermann und Matthew McConaughey als „der Mann in schwarz“ für die „Der Dunkle Turm“-Verfilmung gecastet wurden.

Nun wurde die Vermutung endlich auch von offizieller Seite bestätigt! In einem exklusiven Gespräch mit „Entertainment Weekly“ gingen dabei Stephen King und Co-Autor Nikolaj Arcel auf potentielle Fragen ein und lieferten schon die ersten Details bezüglich der Handlung, die nicht gänzlich der aus dem ersten Buch entspricht.

Der Autor der Reihe erklärt außerdem seine Sichtweise in Bezug auf die Besetzung der beiden Figuren (auch auf die Hautfarbe Elbas, die bei einigen Hinterwäldlern für Diskussionen sorgte) und seine eigenen Vorstellungen zur visuellen Umsetzung. Des Weiteren gibt es einen Ausblick auf die potentielle Zukunft des Stoffes für die große Leinwand und vieles mehr.

In sieben Wochen beginnen in Südafrika endlich die Aufnahmen und wenn nicht alles schief geht, dürfen wir uns auf den 13 Januar 2017 freuen, an dem der einst als unverfilmbar geltende Stoff das Licht der Welt erblickt!

Alle Details hierzu findet ihr hier:

http://www.ew.com/article/2016/02/29/dark-tower-rises-stephen-king-idris-elba-and-matthew-mcconaughey

Stephen King – Basar der bösen Träume

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Mit seiner sechsten Kurzgeschichtensammlung „Basar der bösen Träume„, bringt Stephen King ganze 20 seiner bis dato nicht im klassischen Buchformat veröffentlichten Werke unter die Leser.

Diese wurden in den letzten Jahren in den unterschiedlichsten (englischsprachigen) Magazinen abgedruckt oder waren zumindest dem deutschen Publikum nicht oder nur schwer zugänglich. So finden wir unter anderem „UR“, eine Geschichte die exklusiv für Amazon bzw. für den Release ihres Kindle geschrieben wurde und sich tatsächlich um das kleine Lesegerät dreht. Klingt seltsam und vor allem nach billiger Werbung, funktioniert aber mit dem angewandten Konzept so gut, dass das recht abwegige Thema nichts von der vorhandenen Spannung nimmt.

„Böser kleiner Junge“ wurde als Dankeschön für den warmen Empfang des Autors im Jahr 2013, in Europa exklusiv als eBook auf französisch und deutsch veröffentlicht. Der Meister des Horrors war im Herbst vor drei Jahren in München, Hamburg und Paris zu Gast und bewarb seine „Shining„-Fortsetzung „Dr. Sleep„, wobei dies zur Nebensache wurde und der Autor im Laufe der jeweiligen Abende selbst den Mittelpunkt des Geschehens darstellte.

Stephen King

Für mich wurde der 13. November (ein Freitag!) in der bayerischen Landeshauptstadt ohnehin zu einem unvergesslichen Erlebnis. Neben wenigen anderen Fans hatte ich die Ehre den erfolgreichsten Schriftsteller der Gegenwart und meinen Lieblingsautoren persönlich zu treffen und mir und meiner Freundin jeweils ein Buch signieren zu lassen („Der Anschlag„, der aktuell als Serie mit dem Titel „11.22.63“ auf hulu läuft und „Dr. Sleep“). Bezüglich der Kurzgeschichte mussten im Umkehrschluss das erste Mal Kings heimische Fans auf eine seiner stärksten Erzählungen warten.

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Inhaltlich erstreckt sich die Bandbreite vom klassischen Horror wie „Raststätte Mile 81“, über persönlich angehauchte Geschichten wie „Leben nach dem Tod“, in dem King seine Gedanken über das nahende Ende verarbeitet (der gute Mann geht auf die 70 zu), bis hin zu den hässlichen Dramen, die nur das Leben schreiben kann. Im Detail wird die Frage der „Moral“ erörtert, die Beziehung eines Sohnes zu seinem an Alzheimer erkrankten Vater beschrieben oder die alltägliche Gewalt unserer Gesellschaft gekonnt in Worte gefasst.

Dazwischen befinden sich gleich zwei Gedichte die aufzeigen, dass King nicht Unterhaltungsliteratur mit Talent und ohne Ahnung publiziert, sondern ein gewaltiges Wissen um die englischsprachige Geschichte der Lyrik und Prosa verfügt, die er bei vollem Bewusstsein zu nutzen weiß. So ist beispielweise „Die Knochenkirche“ sowohl konzeptionell als auch stilistisch an Robert Browning angelehnt, der wohl den berühmtesten „dramatic monologue“ in Form von „My Last Duchess“ verfasste.

Neben dem Inhalt, der über 700 Seiten einnimmt, überzeugt die eben beschriebene Fülle an unterschiedlichsten Ansätzen, die vor allem beweist, dass King nicht ohne Grund seit Jahrzehnten Erfolge feiert und insbesondere in den letzten Jahren auch von der „seriösen“ Kritik und Presse ernst genommen wird und neben Horror auch Drama und Fantasy zu seinem natürlichen Terrain gehören. Um dabei den Hintergrund der jeweiligen Handlung für alle verständlich aufzuschlüsseln, steht jeder Geschichte ein einleitender Text vor, in dem die Intention, Entstehungsgeschichte und passende Anekdoten zur nachfolgender Handlung aufgeführt werden.

Als Fazit kann man anführen, dass man nicht nur vor Blut triefende Massaker oder übernatürliche Effektfeuerwerke erwarten kann. Sollte dies die Haltung des Lesers sein, hat er zum einen Stephen King nicht verstanden, und zum anderen das Konzept einer Kurz(!)Geschichte nicht begriffen, die nur bedingt Platz für eine ausufernde Handlung bieten kann.

Für alle anderen ist „Basar der bösen Träume“ nicht nur eine Ergänzung zum inzwischen zu einer stattlichen Größe angewachsenen Gesamtwerk des Autors, sondern eine auch für sich stehende, tolle Zusammenstellung an Storys, die ich persönlich nach der Lektüre nicht missen möchte!

Idris Elba ist der Revolvermann!

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©BBC Worldwide Productions

Seit gut einem Jahr bin ich auf der Suche nach all den Bänden aus der „dunklen Turm“-Reihe von Stephen King. Als Fan des Großmeisters weiß man, dass es extrem schwer ist die Hardcover-Versionen aus dem Heyne-Verlag zusammen zu kriegen, ohne einen absurd hohen Preis dafür zu zahlen.

Für deutsche Ausgaben eher ungewöhnlich, aber als jahrelanger Leser ist man eben geduldig. So habe ich es diese Woche nach mehreren Anläufen endlich geschafft alle sieben Werke mein Eigen zu nennen, indem ich zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen und damit vermutlich ein Fünftel des aktuellen Marktpreises auf den Tisch gelegt habe.

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Meine kleine Sammlung. „Schwarz“ ist zu diesem Zeitpunkt noch per Post unterwegs!

Insbesondere der Erstling „Schwarz“ ist rar und damit das Herzstück der Sammlung. Nachdem ich ohnehin wieder vom King-Fieber erfasst wurde (aktuelle Lektüre: „Finders, Keepers“), habe ich mich fast an meinem Kaffee verschluckt als ich las, dass die Verfilmung des modernen Epos endlich reale Züge annimmt. Nachdem der Regisseur Nikolaj Arcel („Die Königin und der Leibarzt“) feststand und Matthew McConaughey („Interstellar“, „Dallas Buyers Club“) nun aller Wahrscheinlichkeit nach als „der Mann in schwarz“ aka Randall Flagg zu sehen sein wird, scheint der Schauspieler fest zu stehen, der in die Haut des Revolvermanns „Roland“ schlüpfen soll: Idris Elba („Thor“, „Beasts Of No Nation“)!

Der Brite, der schon als der neue James Bond gehandelt wurde, ist damit das Gesicht einer Buch-Adaption, die zunächst als unverfilmbar galt und nun den Auftakt für eine auf mehrere Teile ausgelegte Reihe bildet, der parallel eine TV-Serie zur Seite gestellt werden soll.

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Der seltenste Band der Reihe vom Heyne-Verlag

Für mich eine überraschende, aber trotzdem nachvollziehbare Wahl, da der Mann über die nötige Ausstrahlung verfügt und als Mime ein sehr großes Repertoire mit sich bringt, welches er schon erfolgreich in Dramen als auch Superhelden-Streifen aus dem Marvel-Lager ausgespielt hat.

In meinen Augen wird es zwar schwer einer Vorstellung gerecht zu werden, die bei jedem der unzähligen Leser der Vorlage abweicht, aber man wurde ja über die Jahre hinweg immer eines besseren belehrt. Ob es nun „Der Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ – der Erfolg gibt den Filmen recht und ich wage zu behaupten, dass es diesmal nicht anders sein wird.

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Eine Version des Revolvermanns aus den Marvel-Comics zum Buch. ©Marvel Comics

Das einzige was mich jetzt schon ankotzt, ist die unausweichliche Diskussion darüber, dass es sich um einen farbigen Schauspieler handelt. Man hat schon an so manch ätzenden Kommentar zu John Boyegas Besetzung in „Star Wars“ gemerkt, dass gewisse Grenzen in den Köpfen einiger Trottel immer noch nicht überwunden sind. Doch genau an dem Beispiel sieht man, dass nach der ersten Reaktion der Rednecks die Freude der Masse überwiegt.

Deshalb heisst es nun: Die Idioten ignorieren, das Buch zum Film schnappen und die Tage bis zum Release zählen!