[Rezension] Walt Disneys Donald Duck. Die ultimative Chronik (TASCHEN) + UPDATE: SIGNIERSTUNDE IN BERLIN!

Kunst-Enthusiasten, die einen breiteren Horizont haben, als es die bildungsbürgerliche Blase zulassen möchte, wissen seit vielen Jahren, dass auch populäre und dem Mainstream nicht fremde Erzeugnisse einen hohen kulturellen Wert besitzen, der sich nicht in den Hängungen großer Pinakotheken aufwiegen lässt. Dazu gehören selbstverständlich Comics und Trickfilme, die in den letzten Jahrzehnten einen größeren Abdruck im weltweiten Bewusstsein hinterlassen haben, als es viele vermeintlich große Namen jemals könnten. Dabei soll hier keine wertende Unterscheidung getroffen werden, sondern nur die Feststellung, dass in der Wahrnehmung von Menschen ein Ungleichgewicht herrscht, die an Kunst Kriterien anlegen, die letztlich nur der Abgrenzung dienen.

©Disney

Ein grandioses Beispiel dafür, wie sehr sich dieser Personenkreis irrt, ist Walt Disney, der sein Publikum unabhängig von Alter, Geschlecht, (sozio)kulturellem Hintergrund oder Bildungsgrad stets zu begeistern wusste und der Welt einen Konzern hinterlassen hat, der diesen Geist in seinen Produktionen bis heute verfolgt. Noch zu Lebzeiten schufen er und seine Mitarbeiter Figuren und Geschichten, die auch nach fast einem Jahrhundert nichts an Relevanz und Qualität eingebüßt haben. Allen voran natürlich das Maskottchen des großen Ds: Micky Maus. Wer kennt ihn nicht, den pfiffigen Nager, dessen Konterfei aus unserem Leben nicht wegzudenken ist? Kein Wunder, dass der TASCHEN-Verlag vor gut sechs Jahren der Figur eine im wahrsten Sinne des Wortes ultimative Chronik widmete – ein Meilenstein, dem eigentlich nichts das Wasser reichen könnte.

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Wäre da nicht ein weiterer Charakter aus dem bunten Repertoire des kalifornischen Studios, der zwar nicht als Disney-Stellvertreter auftritt, aber in seiner Beliebtheit jede andere Kreation übertrifft: Donald Duck, der berühmteste Erpel der Welt, der dieses Jahr sage und schreibe seinen 90. Geburtstag feiert. Dabei blieb er sich immer treu, wirkte jedoch nie altbacken. Sein Humor war stets schelmisch, aber nie bösartig; sein Einfluss immens, aber nie ein Selbstläufer. Donald ist damit nicht nur eine sprechende Ente, die Kinder unterhält, sondern ein Symbol, das nie aufgehört hat zu strahlen. Er hat es also allemal verdient, dass man ihm ebenfalls ein Denkmal setzt, welches demnächst erhältlich ist: Walt Disneys Donald Duck. Die ultimative Chronik.

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Beginnend mit dem Kurzfilm The Wise Little Hen aus der Silly Symphony-Reihe vom 9. Juni 1934, in dem Donald zwar noch nicht seine endgültige Form, aber bereits seinen Charakter erhielt, über zahllose Comics und Serien bis hin zu Merchandise und Kuriositäten wird wirklich kein Aspekt seines Lebenswerks ausgelassen. Es wäre natürlich keine typische TASCHEN-Publikation, wenn nur eine bebilderte Chronologie vorläge. Dank des Zugangs der Autoren (Animations- und Comic-Historiker David Gerstein sowie Filmhistoriker J.B. Kaufman) zu den Disney-Archiven sowie öffentlichen und privaten Sammlungen kann der geneigte Leser in Sphären eintauchen, die so nie der Öffentlichkeit zugänglich waren. So wird nicht nur von unvollendeten Projekten berichtet; diese werden auch durch zutage geförderte Story-Skizzen, Hintergrundbilder und historische Fotos eingerahmt, die Fans ins Staunen versetzen. Das gilt natürlich auch für die realisierten Werke mit Donald. Dabei wird jede Facette und Entwicklungsstufe der Figur beleuchtet, die in Teilen einen Spiegel weltweiter Entwicklungen des 20. Jahrhunderts darstellt. Ob es nun die Interpretation des wirtschaftlichen Aufschwungs des Westens, des amerikanischen Selbstverständnisses oder sogar Oscar-prämierte Gegenpropaganda während des Zweiten Weltkriegs war (etwa der großartige Kurzfilm The Fuehrer’s Face von 1943) – Donald war immer zur Stelle.

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Auch die Menschen hinter der Figur finden ihren Platz in diesem Band. Vor allem der als “Duck Man” verehrte Carl Barks wird in den Fokus gerückt. Dabei geht es nicht nur um sein bekanntes Werk, sondern auch um Überraschungen für Kenner, die glauben, schon alles zu wissen. So findet man beispielsweise noch nie zuvor gesehene Storyboard-Zeichnungen des Künstlers. Auch internationale Kreative werden gewürdigt, denn wer in Deutschland kennt nicht die italienischen Meister, die vor allem das Lustige Taschenbuch füllten und füllen, oder Werke europäischer Nachbarn, die Donald zwar auf eigene Weise interpretierten, seinem Kern jedoch stets treu blieben. So wird deutlich, dass Donald Duck zwar ein US-amerikanisches Original ist, aber im Laufe der Jahre zum Weltbürger wurde. Kein Wunder, dass er sich rühmen kann, häufiger als jede andere Figur (abgesehen von Superhelden-Kollegen) in Comics und auf Kinoleinwänden präsent gewesen zu sein. Wenn das nicht Beweis genug für seine Relevanz ist, die über reines Entertainment hinausgeht, dann ist den Kritikern wohl nicht mehr zu helfen. Für alle anderen ist die vorliegende Chronik eine unverzichtbare Anschaffung, die in jedes Regal eines Donald-Fans gehört.

Walt Disneys Donald Duck. Die ultimative Chronik
Verlag: TASCHEN
Herausgeber: Daniel Kothenschulte
Autoren: David Gerstein, J.B. Kaufman
Sprache: Deutsch, Französisch, Englisch
Format: Hardcover, 28 x 39,5 cm, 5,09 kg
Seitenzahl: 564
Preis: 175 EUR

UPDATE: Am 7. März werden sich der Herausgeber Daniel Kothenschulte und der Disney-Zeichner Ulrich Schröder im Berliner Flagship-Store von TASCHEN persönlich die Ehre geben und Walt Disneys Donald Duck mit einer Unterschrift bzw. Zeichnung veredeln!

Veranstaltung: Signierstunde mit Herausgeber Daniel Kothenschulte und Comic-Illustrator Ulrich Schröder im TASCHEN-Flagship-Store in Berlin
Ort: Schlüterstraße 39, 10629 Berlin
Zeit: Freitag, 07.03.2025, 17 bis 18 Uhr

Daniel Kothenschulte und Ulrich Schröder signieren Donald Duck im Kölner Flagship-Store des TASCHEN-Verlags

Dieses Jahr feiert die wohl berühmteste Ente der Welt ihren 90. Geburtstag! Um dieses außergewöhnliche Ereignis gebührend zu würdigen, veröffentlicht der TASCHEN Verlag in wenigen Wochen das ultimative Standardwerk über Disneys ikonischen Erpel: Donald Duck. The Ultimate History. Dieser Charakter hat nicht nur seinen Abdruck in der Kindheit mehrer Generationen hinterlassen, sondern spiegelt auch auf faszinierende Weise die Entwicklungen wider, in denen er seinen ZuschauerInnen und LeserInnen begegnete. Daher ist ein Blick in seine Geschichte nicht nur popkulturell spannend, sondern auch aus historischer Perspektive hochinteressant. Das umfangreiche Werk wird zudem mit unveröffentlichten Zeichnungen, Erstausgaben, Filmprojekten und vielen weiteren Raritäten aus den Archiven des Micky Maus-Imperiums bereichert. Eine ausführliche Rezension findet ihr selbstverständlich hier auf dem Blog. 

Für alle Fans und interessierten Leser gibt es bereits jetzt die Gelegenheit, ein Vorab-Exemplar mit einer persönlichen Zeichnung zu ergattern. Wann? Am Mittwoch, dem 27.11.2024. Wo? Diesmal im Kölner Flagship-Store des TASCHEN-Verlags (Neumarkt 3, 50667 Köln) erwartet euch niemand Geringerer als Ulrich Schröder – Comickünstler und ehemaliger Artdirector bei Disney. Dazu gesellt sich auch Herausgeber Daniel Kothenschulte. Also: Nicht verpassen!

Hier nochmal alle Details:

Veranstaltung: Signierstunde mit Comic-Illustrator Ulrich Schröder im TASCHEN-Flagship-Store in Köln
Ort: Neumarkt 3, 50667 Köln
Zeit: Mittwoch, 27.11.2024, 17 bis 18 Uhr

TASCHEN – Warehouse Sale – Bis zu 75% Rabatt

Der Sommer begann unterkühlt und nass, schwang sich nochmal auf und nun landen wir bei fast mediterraner Hitze im August. Egal welche Wetter-Version einen dazu animiert daheim zu bleiben, ist wohl der beste Zeitvertreib um Regen und Sonne zu entkommen, einen schönen Kunst-Band zu bestaunen. Eine Möglichkeit sich frisch einzudecken, wäre es bei TASCHEN vorbei zu gucken. Das geht glücklicherweise sowohl online, als auch in den Flagshipstores in Berlin (Schlüterstr. 39, 10629 Berlin) und Köln (Neumarkt 3, 50667 Köln). Warum? Weil hier vom 28. (Mittwoch) bis einschließlich dem 31. August (Samstag; online versetzt: 29.08. [Do.] bis 01.09. [So.]) die Preise purzeln und das nicht zu knapp. Beim sogenannten TASCHEN Warehouse Sale kann man satte Rabatte von bis zu 75% auf Display-Bücher und Mängelexemplare nutzen und sich den ein oder anderen Band ins Regal stellen, dessen Preis vielleicht vorher die Kaufentscheidung erschwert hat.

Ein Blick in den Berliner Flagship-Store von TASCHEN

Dabei sind TASCHEN mit ihrem breiten Angebot sowohl eine treffsichere Anlaufstelle für etwas klamme Fans von Kunst in all ihren Facetten, als auch für wohlbetuchte Sammler, die ihren bestehenden Katalog an Papier-Schätzen veredeln wollen. Dabei soll das Einkaufserlebnis sich für beide Pole nicht nach einem schnöden Besuch im trockenem Fachhandel anfühlen. Sowohl in Berlin als auch Köln wird für ein attraktives Rahmenprogramm gesorgt, welches sich auch ohne prall gefüllte Taschen zu einem Besuch empfiehlt. So darf sich in der Hauptstadt am Mittwoch und Donnerstag über eine Auswahl erfrischender Drinks von Aqua Monaco, am Freitag über eine Matcha Bar (hosted by Matchasome) und am Samstag über leckeres Eis von Tribeca Ice Cream gefreut werden. Am Rhein werden sogar noch größere Geschütze aufgefahren. So gibt es zu ausgewiesenen Zeiten das Kölner WaffelradCocktails von Buschi’s Spirits, Kaffee und Törtchen vom Coffee Bike und gleich zwei(!) Sale-Partys! Wer sich das entgehen lässt, verpasst wirklich alles.

Der Kölner TASCHEN-Store

Solltet ihr unsicher sein, was den Inhalt der Bände um Kunst, Architektur, Design, Grafik, Film, Fotografie, Mode, Reise, Popkultur und Erotik anbelangt, könnt ihr euch auf ZOMBIACblog umsehen. Es wurden schon zahlreiche Titel besprochen, von denen garantiert einige nun zu einem erschwinglichen Preis zu bekommen sind.

TASCHEN – New Year Sale – Bis zu 75% Rabatt

Neues Jahr, neues Glück. Das gilt auch für den richtigen Zeitpunkt bei Schnäppchen zuzuschlagen, die sonst eher selten zu haben sind. Eine Möglichkeit wäre es bei TASCHEN vorbei zu gucken. Das geht glücklicherweise sowohl online, als auch in den Flagshipstores in Berlin (Schlüterstr. 39, 10629 Berlin) und Köln (Neumarkt 3, 50667 Köln). Warum? Weil hier vom 31. Januar bis einschließlich dem 3. Februar (online versetzt: 01.02. bis 04.02.) die Preise purzeln und das nicht zu knapp. Beim sogenannten New Year Sale kann man satte Rabatte von bis zu 75% auf Display-Bücher und Mängelexemplare nutzen und sich den ein oder anderen Band ins Regal stellen, dessen Preis vielleicht vorher die Kaufentscheidung erschwert hat.

Der TASCHEN-Store Berlin.

Dabei sind TASCHEN mit ihrem breiten Angebot sowohl eine treffsichere Anlaufstelle für etwas klamme Fans von Kunst in all ihren Facetten, als auch für wohlbetuchte Sammler, die ihren bestehenden Katalog an Papier-Schätzen veredeln wollen. Dabei soll das Einkaufserlebnis sich für beide Pole nicht nach einem schnöden Besuch im trockenem Fachhandel anfühlen. Sowohl in Berlin als auch Köln wird für ein attraktives Rahmenprogramm gesorgt, welches sich auch ohne prall gefüllte Taschen zu einem Besuch empfiehlt. So darf sich in der Hauptstadt über eine Auswahl leckerer Drinks und spezifisch am Samstag über eine Matcha Bar (hosted by Matchasome) gefreut werden. Am Rhein werden sogar noch größere Geschütze aufgefahren. So gibt es zu ausgewiesenen Zeiten das Kölner Waffelrad, Cocktails von Toddy Tapper und Buschis Spirits, Kaffee von Veedelpastry und gleich drei(!) Sale-Partys! Wer sich das entgehen lässt, verpasst wirklich alles.

Ein Blick in den Kölner Store.

Solltet ihr unsicher sein, was den Inhalt der Bände um Kunst, Architektur, Design, Grafik, Film, Fotografie, Mode, Reise, Popkultur und Erotik anbelangt, könnt ihr euch auf ZOMBIACblog umsehen. Es wurden schon zahlreiche Titel besprochen, von denen garantiert einige nun zu einem erschwinglichen Preis zu bekommen sind.

[Rezension] Marvel Comics Library. Spider-Man. Vol. 2. 1965-1966 (TASCHEN)

Als Comic-Fan und Sammler darf man sich darüber freuen, dass TASCHEN sich mit Spider-Man. Vol. 2. 1965-1966 dazu entschieden hat einen weiteren Band unter dem Banner der Marvel Comics Library zu veröffentlichen. Insbesondere als jemand, der gerne seine Titel im Regal (oder im Fall der XXL-Bände im Schrank) komplementiert, geht einem das Herz auf, wenn man dabei zusehen kann wie sich die Ikonen im Übergrößen-Format nebeneinander aufreihen. Zudem scheint mit Ehrungen wie dem Eisner Award for Best Publication Design ein Ende dieser Reihe nicht absehbar zu sein.

Wie schon beim Erstling bleibt sich der Verlag bei der Konzeption treu. Nach den 21 Heften (inkl. Specials) aus den Jahren 1963 und 1964 kann man sich nun die letzten gemeinsamen Werke zwischen Stan Lee und Steve Ditko während ihrer fünfjährigen Zusammenarbeit zu Gemüte führen, die mit Heft 38 und dem zweiten Annual 1966 ihr Ende fand. In dieser verhältnismäßig kurzen Zeit entstanden Ikonen der Comic-Kunst und des Storytellings im Allgemeinen, die sowohl aktuelle Veröffentlichungen in dem Medium als auch Spielfilme und Videogames so beeinflussen, wie kaum eine Ära des Wandkrabblers danach. Hierzu gehören die ersten Auftritte des Scorpion, Molten Man und des Crime-Masters. Einen ganz besonderen Stellenwert nimmt jedoch die „Master Planner Saga“ ein, die mit drei zusammengehörigen Heften zu den ersten Mehrteilern im Spider-Man-Universum überhaupt gehört. Vor allem Ditkos Artwork und die in dem Kontext legendäre Szene, in der die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft eine gigantische Metall-Konstruktion von seinem eingeklemmten Körper hievt, dient auch Jahrzehnte später als Inspiration für Autoren und Künstler der Branche. Nicht umsonst wird die Handlung von Kritikern immer wieder zur größten Superhelden-Geschichte aller Zeiten erklärt.

Neben den üblichen Auseinandersetzungen mit Bösewichten aus dem inzwischen bekannten Kanon des Titels, ist der zwischenmenschliche Teil derjenige, der Spider-Man aus der Masse an Cape- und Anzugträgern heraushebt. Die Verletzlichkeit eines Teenagers, der langsam in sein eigenes Leben hineinwächst, die Grenze zum Erwachsenenleben überschreitet und dabei den Unwägbarkeiten des Alltags entgegentreten muss, ist die Mischung in der sich viele Leser zur Zeit der Veröffentlichung und auch heute selbst wiederfinden. Diese Dinge nachzuempfinden ist deutlich einfacher, als zum Beispiel der Verlust beider Elternteile in einer Gasse von Gotham City. Daher nimmt die Figur seit dem Jahr 1963 eine Sonderrolle ein. In den letzten Zügen der Zusammenarbeit von Lee und Ditko erkennt man auch, dass ein gigantisches Potential ausgeschöpft wurde. Charaktere wie Gwen Stacy und Harry Osborn sowie Mary Jane Watson geben den Geschichten eine Tiefe, die sich in Fragen der Freundschaft, Liebe und zwischenmenschlichen Zerwürfnissen ergeht. Dabei ist man hier noch nicht einmal beim Status Quo der mit Mary Jane als dauerhafte Partnerin hantiert. In den 60er Jahren ist Batty Brant immer noch die Herzensdame von Peter Parker. Doch wie man es vermutlich erwartet, kann eine Verbindung dieser Art nur dramatisch enden.

Auch auf der rein haptischen und visuellen Ebene weiß dieser Band zu begeistern. Die Proportionen entsprechen den originalen Artboards (das Format in dem Comic-Künstler vor dem digitalen Umschwung arbeiteten) und die Abbildungen sind einzeln abfotografierte Seiten aus der Sammlung von Bob Bretall, seines Zeichens der Besitzer der größten Comicsammlung der Welt. Zwar wurden bestimmte Unvollkommenheiten, die der damaligen Drucktechnik geschuldet sind, korrigiert und mit modernster Retuschetechnik digital überarbeitet, aber näher an das Original (abgesehen von der Größe) wird man als Leser und Sammler nicht kommen. Um dem Ganzen das Sahnehäubchen aufzusetzen, hat TASCHEN für diese Serie ein eigenes Papier entwickeln lassen, welches Haptik und Farbwiedergabe der Originale aus den 60ern täuschend echt simuliert. Mit den zugehörigen Leserbriefen und der Werbung, die den Geschichten vorangeht, ist es wohl DAS Old-School-Leseerlebnis schlechthin, während man eigentlich ein wortwörtlich luxuriöses Buch in seinen Händen hält. Es bleibt dabei aber nicht nur bei der Reproduktion alter Hefte. Abgerundet wird Marvel Comics Library. Spider-Man. Vol. 2. 1965-1966 nämlich von einem amüsanten Essay des britischen TV- und Radiokommentators Jonathan Ross, Originalzeichnungen, Fotos und zeitgenössischen Dokumenten aus Marvels Archiven. Man kann als Fan und Sammler kaum mehr erwarten. Doch selbst an diesem Punkt kann man das Leseerlebnis noch exklusiver gestalten. Wie schon bei den anderen Bänden der Reihe kann man zu der streng limitierten Collector’s Edition von 1.000 Stück greifen.. Beeilt man sich jedoch auch bei der regulären Fassung, darf man sich ebenfalls über eine Nummerierung freuen. Die ersten 5.000 Exemplare gelten nämlich als sogenannte Famous First Editions. Daher heißt es schon wie zuvor: Schlagt zu und ihr werdet es nicht bereuen!

Marvel Comics Library. Spider-Man. Vol. 2. 1965-1966
Verlag: TASCHEN 
Sprache: Englisch
Format: Hardcover, 28 x 39,5 cm, 4,40 kg
Seitenzahl: 626 
Preis: 150 EUR 

Beatriz Milhazes – Signierstunde im TASCHEN-Store Berlin am 14.09.2023

Es ist schon etwas länger her, seit ich eine Künstlerin als Gast eines TASCHEN-Flagshipstores ankündigen durfte. Doch nun ist es endlich soweit und ich freue mich euch mitzuteilen, dass die große brasilianische Künstlerin Beatriz Milhazes an diesem Donnerstag (14. September; Beginn 18 Uhr) ihr Buch im Berliner Store (Schlüterstr. 39, 10629 Berlin) des Verlags signieren wird!

Ein Blick in den Berliner TASCHEN-Store

Beim besagten Band handelt es sich um eine aktualisierte Monografie, die über 300 Abbildungen von Milhazes Kompositionen in einer für TASCHEN typischen Qualität erstrahlen lässt. Für den persönlichen Ton des Bandes sorgt eine enge Zusammenarbeit mit der Künstlerin, die nicht nur in die Auswahl der Bilder involviert, sondern auch für die Gestaltung der Seiten zwischen den Kapiteln verantwortlich war. Zudem enthält das Buch ein Gespräch mit dem Herausgeber Hans Werner Holzwarth, in dem Milhazes ihre Arbeitsweise erläutert und ihre Ideen und kulturellen Hintergründe beleuchtet. Abgerundet wird dieses Gesamtpaket durch eine kunsthistorische Abhandlung von David Ebony, ein poetisches Wörterbuch von Milhazes’ Schlüsselmotiven, zusammengestellt von Adriano Pedrosa, und eine ausführliche, aktualisierte Künstlerbiografie von Luiza Interlenghi.

Fans haben nun, wie eingangs erwähnt, die Möglichkeit sich das Buch in Berlin persönlich signieren zu lassen. Verpasst nicht diese einzigartige Chance und berichtet gerne von vor Ort!

Beatriz Milhazes
Verlag: TASCHEN 
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch
Format: Hardcover, 25 x 33.4 cm, 3.83 kg
Seitenzahl: 528 
Preis: 80 EUR

TASCHEN – Warehouse Sale mit bis zu 75% Rabatt auf Ansichts- und Mängelexemplare

Das Jahr 2023 hat den Zenit überschritten und der Sommer lädt zur verdienten Entspannung ein. Das bedeutet für viele auch die vermehrte Zuwendung zur Literatur und Kunst, die vielleicht durch Arbeit und private Verpflichtungen zu kurz gekommen ist. Selbstverständlich gibt es für diese Bedürfnisse DEN Verlag, der bis dato noch jeden Geschmack bedienen konnte: TASCHEN. Bei einigen könnten nun im Hinblick auf Finanzen die Alarmglocken schrillen, doch wie schon oft betont, bietet das Unternehmen die komplette Spannbreite von Büchern sowohl für Sparfüchse als auch Privatiers an. Nun ist es erneut soweit und beide Pole können sich etwas annähern, denn der beliebte Warehouse Sale des Verlages steht erneut an!

Der Kölner Flagshipstore.

Dieser findet das nächste Mal schon in wenigen Tagen statt. Sollte man das Glück haben in Berlin (Schlüterstr. 39, 10629 Berlin) oder Köln (Neumarkt 3, 50667 Köln) zu wohnen, kann man sich von Mittwoch, 30. August, bis Samstag, 2. September persönlich in den Flagshipstores auf die Suche nach Schnäppchen von 25 bis 75% Rabatt (auf Ansichts- und Mängelexemplare) machen. Speziell in Köln wird zudem ein kleines Rahmenprogramm geboten. Am Mittwoch gibt es ab 11 Uhr das Kölner Waffelrad, ab 16 Uhr die Pre-Sale Party und Cocktails von Toddy Tapper! Vom Donnerstag bis Samstag dürfen sich Besucher vor Ort zudem ab 11 Uhr über Kaffee von Veedelpastry freuen. Den Abschluss bildet am Samstag ab 16 Uhr die End of Sale-Party (erneut mit Cocktails von Toddy Tapper). Berliner dürfen sich aber ebenfalls über Drinks zu spezifischen Zeiten freuen! Doch auch Leser jenseits von Rheingebiet und Hauptstadt müssen auf nichts verzichten. Von Donnerstag, 31. August, bis Sonntag, 3. September kann nämlich auch auf www.taschen.com zugeschlagen werden!

Ein Blick in den Berliner Store.

Solltet ihr unsicher sein, was den Inhalt der Bände um Kunst, Architektur, Design, Grafik, Film, Fotografie, Mode, Reise, Popkultur und Erotik anbelangt, könnt ihr euch auf ZOMBIACblog umsehen. Es wurden schon zahlreiche Titel besprochen, von denen garantiert einige nun zu einem erschwinglichen Preis zu bekommen sind.

[Rezension] Marvel Comics Library. X-Men. Vol. 1. 1963–1966 (TASCHEN)

Viele Teenager, insbesondere diejenigen, die sich Produkten wie Comics oder Fantasy-Romanen widmen, neigen dazu in fremde Welten abzutauchen, da sie sich als Außenseiter verstehen. In diesem Sinne eine Gruppe an Menschen, die sich von der Mehrheitsgesellschaft missverstanden fühlt und sich daher beweisen muss. Die kreativen Köpfe bei MARVEL, allen voran Stan Lee, haben das schon früh verstanden und versucht ihren Leserinnen und Lesern Vorbilder und Helden an die Hand zu geben, mit denen sie sich identifizieren können. Darunter bis heute legendäre Charaktere wie Spider-Man, die Avengers oder die Fantastic Four. So unterschiedlich wie sie alle anmuten, haben sie doch eine Sache gemeinsam: Mit wenigen Ausnahmen erhielten sie ihre übermenschlichen Kräfte durch Experimente oder Unfälle und damit erst im Laufe ihres Lebens. Dadurch konnten Fans sich zwar dem heimlichen Wunschtraum hingeben eines Tages an ihrer Seite kämpfen zu können (wer weiß, wann man mal einer radioaktiven Spinne begegnet?) aber die einschneidenden Veränderungen in Körper und Geist eines Teenagers konnten nie abgebildet werden.

Genau hier setzte Stan Lee an, als er von MARVEL-Verleger Martin Goodman den Auftrag bekam eine weitere Comic-Reihe zu entwickeln. Aus der Not heraus, dass es sich als schwierig gestaltet einem ganzen Team Ursprungsgeschichten zu verpassen, beschloss er, dass seine neuen Figuren schon mit ihren Fähigkeiten, die sich erst mit dem Einsetzen der Pubertät zeigen, geboren werden sollten und damit als Mutanten galten. Eine bessere Metapher für den Übergang von Kindes- zu Erwachsenenalter hat es in der Comicwelt zuvor noch nicht gegeben. Damit waren die X-Men geboren (Menschen mit „x-tra“ Kräften). Zusätzlich wurde in den hitzigen 60ern sogar eine politische Dimension eingebracht. Eine Gruppe an Menschen, die aufgrund ihrer von Natur aus gegebenen Erscheinung gefürchtet, missverstanden und verfolgt wurde, hat bei nicht wenigen auch Assoziationen mit der Realität ausgelöst (Stichwort „Bürgerrechtsbewegung“). Trotz dieses vielversprechenden Ansatzes konnte die Reihe jedoch nicht an die hohen Auflagen der schon erwähnten Titel anknüpfen und spiegelte damit den „Underdog“-Status der Figuren wieder. Eventuell war die Welt noch nicht bereit für uniform auftretende Teams? Vielleicht galten die dargestellten Kräfte nicht als cool? Man wird es wohl nie erfahren. Trotzdem wurde hier die Basis für etwas gelegt, was sich als eine über Dekaden laufende Erfolgsgeschichte entpuppen sollte. Vor allem ab den 70er Jahren stoßen plötzlich Figuren wie Wolverine oder Storm hinzu, definieren das Bild der X-Men und steigern damit die Popularität, die bis heute anhält.

Doch ohne die Ursprünge, lassen sich spätere Erfolge trotzdem nicht erklären. Genau hier setzen TASCHEN erneut mit ihrer beliebten Marvel Comics Library-Reihe ein und liefern mit X-Men. Vol. 1. 1963–1966 den Lesern endlich ein weiteres Must-Have für Sammler, Comic-Historiker und offene Kunstinteressierte. Man darf sich wie schon bei den drei Vorgänger-Bänden auf die ersten 21 Hefte freuen, die in diesem Fall zwischen 1963 und 1966 veröffentlicht wurden. Erneut in enger Zusammenarbeit mit CGC entstanden, wurden für die XXL-Reproduktionen ausschließlich makellose Originalausgaben herangezogen, Seite für Seite fotografiert und mit moderner Retusche-Technik zum bestmöglichen Produkt verwandelt. Um den Retro-Charme zu steigern, wurde für die Comic-Seiten ein eigens dafür entwickeltes ungestrichenes Papier verwendet, welches die Haptik der Hefte aus den 60er Jahren simulieren soll. Ein wahres Fest für Enthusiasten, die dem Original nahe kommen wollen.

Inhaltlich lernt man die erste Generation an Helden und Schurken kennen, von denen einige uns bis heute erhalten geblieben sind. Cyclops, Beast, Professor Xavier, Magneto, Quicksilver, Scarlet Witch, Juggernaut und viele mehr werden von Stan Lee eingeführt und vom legendären Jack Kirby visuell einzigartig in Szene gesetzt. Den Kern bildet dabei auf lange Sicht die Konfrontation zwischen den X-Men und der Bruderschaft böser Mutanten, die jeweils eine eigene Vorstellung davon haben, wie die Stellung der Mutanten innerhalb der Gesellschaft aussehen soll.

Auch auf der Meta-Ebene tut sich in den den drei präsentierten Jahren einiges. Ab einem bestimmten Zeitpunkt überlassen nämlich Lee und Kirby den Platz zwei weiteren (zukünftigen) Giganten der Comic-Branche. Niemand Geringeres als der Zeichner Werner Roth und Autor Roy Thomas übernahmen den Titel und begannen damit eine langjährige gemeinsame Arbeit, die ihre Karrieren beschleunigen und ihren Status zementieren sollte.

Doch auch heute angefertigte Texte und kontextualisierte Originalzeichnungen, Fotos und Erinnerungsstücke finden Eingang in Marvel Comics Library. X-Men. Vol. 1. 1963–1966. In einem Vorwort nimmt Chris Claremont (16 Jahre lang Autor für X-Men) den Leser an die Hand und übergibt ihn an seinen Kollegen Fabian Nicieza, der in einem ausführlichen Essay die Entwicklung der Reihe über die ersten Jahre ihrer Entstehung nachzeichnet. Dadurch wird das Lesen nicht einfach zu einer simplen „Zeitreise“ für Nostalgiker, sondern ein Ritt durch Popkultur, Geschichte und Politik und damit genau das was erfolgreiche Comics ausmacht. Sie sind Unterhaltung und zeitgleich das Produkt eines Zeitgeistes. Genau dieser Punkt wird durch diese qualitativ in nichts nachstehenden Publikation mehr als deutlich unterstrichen. In diesem Sinne handelt es sich bei dem Band nicht einfach um eine Neuauflage für diejenigen, die eine hübsche Kopie im Schrank stehen haben wollen, sondern um ein Stück Zeitgeschichte, welches das Herz von Fans und alle jenen die es noch werden wollen höher schlagen lässt. All jene, für die Geld zumindest in solchen Fällen eine untergeordnete Rolle spielt, können außerdem zu einer auf 1.000 Stück limitierten Version greifen, die in Kunstleder gebunden und eingefasstem ChromaLuxe-Aluminiumprint im Schuber geliefert wird. Alle anderen können mit etwas Glück auch ein Exemplar der ersten Auflage (Famous First Edition) ergattern. Diese ist nummeriert und macht sich nicht minder hübsch in einer gut sortierten Sammlung.

Marvel Comics Library. X-Men. Vol. 1. 1963–1966
Verlag: TASCHEN
Sprache: Englisch
Format: Hardcover, 28 x 39.5 cm, 4.67 kg
Seitenzahl: 666
Preis: 150 EUR

[Rezension] The Fantastic Worlds of Frank Frazetta (TASCHEN)

Als jemand, der Popkultur in all ihren Facetten und Entwicklungen verfolgt und auch die damit zusammenhängende Historie einbezieht, war ich fast erstaunt zu erfahren, dass es bis dato keine vollumfassende Monografie zu Frank Frazetta gab, die diese Bezeichnung auch verdient. Selbstverständlich wurden Bände über ihn und sein Werk publiziert, ihm ganze Kapitel zu Kunst-Strömungen im 20. Jahrhundert gewidmet, aber eine Rückschau, die der 2010 verstorbenen Legende gerecht wird, gibt es erst seit kurzem bei TASCHEN. Überraschenderweise der selbe Verlag, der schon 1999 ein Buch mit 164 Seiten zu dem Mann herausbrachte, welches aber im direkten Vergleich zum neuesten Titel aus dem Hause, so gut wie verblasst.

Um auch all jene ins Boot zu holen, die mit dem Namen nichts anfangen können, sei gesagt, dass auch sie definitiv Bilder des in Brooklyn geborenen Künstlers kennen. Vor allem die kraftvollen Ölgemälde von Tarzan, Conan, Vampirella und dem legendäreren Death Dealer. Die Interpretation von Conan definiert sogar bis heute den Look & Feel von Filmen, Comics und anderweitigen Formen der Verwertung. Doch auf den 468 Seiten des knapp 5 kg schweren Buchs findet man nicht nur Ikonen, sondern unzählige weitere Arbeiten aus der gesamten Karriere des Amerikaners. Angefangen mit den ersten Gehversuchen im Bereich der grafischen Literatur als Teenager, über Arbeiten für legendäre Publikationen wie EC-Comics bis hin zu legendären Plakat- (z.B. Was gibt’s Neues Pussy?, Der Mann der niemals aufgibt oder From Dusk Till Dawn) und LP-Cover-Motiven (z.B. Molly Hatchet, Wolfmother oder Nazareth) ist die unfassbar lange Karriere von Frank Frazetta in tiefstem Detail illustriert und ausgeleuchtet. Hinzu kommen informative Texte des Experten Dan Nadel und des Künstlers Zak Smith, die vier zunächst chronologisch und später thematisch geordnete Kapitel einleiten. Dementsprechend findet man mit The Fantastic Worlds of Frank Frazetta nicht nur ein visuell opulentes Werk vor, sondern einen Fundus an Informationen, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch auch das schwer zusammenzuführende Oeuvre perfekt einzuordnen weiß.

Sollte einem der Zeichner und Maler auch mit diesen Informationen nichts sagen, kann es sein, dass die Rezeption seiner Bilder insbesondere für jüngere Generationen teils schwer zu verdauen ist. Oder wie der Mann es selber formulierte: „Ich bin sehr körperfixiert. In Brooklyn kannte ich Conan, ich kannte Typen, die exakt so drauf waren wie er“. Das heißt im Klartext, dass man hier zunächst einmal auf massive, bedrohliche und Testosteron-gesteuerte Fantasy-Helden trifft, die man heutzutage wohl in ihrem Auftreten als toxisch bezeichnen würde. Auch im Hinblick auf die Darstellung von Frauen wurden hypersexualisierte Körper mit feinen Gesichtszügen, muskulösen Oberschenkeln, gebärfreudigen Hüften, hervortretenden Brüsten und Hintern auf Papier und Leinwand gebracht. Bedenkt man jedoch die Sozialisation und die Zeit in dem Frazetta aufwuchs, relativiert sich die Empörung. Er wurde 1928 als Sohn einer sizilianischen Familie in Brooklyn geboren. Er war Profi-Baseballer in der amerikanischen Liga, Kleinkrimineller und notorischer Verführer mit dem Aussehen eines Filmstars und außergewöhnlichen Begabungen. Seine Umgebung ließ keine andere Sichtweise als „nur der Stärkste überlebt“ zu. Damit einher gingen selbstverständlich Darstellungen von Körpern, die einem geradezu animalischen Idealbild entsprachen. Es sollte jedem ernsthaft an Kunst interessiertem Leser aber fern liegen, aus der Gegenwart heraus Werke der Vergangenheit losgelöst zu kritisieren. Trotzdem soll an dieser Stelle auf die teils delikate Visualisierung von Frank Frazettas Fantasie aufmerksam gemacht werden, die in jeder Hinsicht wegweisend ist, für zeitgenössische Augen aber gewöhnungsbedürftig sein kann.

Alles in allem, handelt es sich bei The Fantastic Worlds of Frank Frazetta (in Zusammenarbeit mit der Frazetta-Familie und den wichtigsten Sammlern erstellt) in meinen Augen um eine Pflichtanschaffung für all jene, die verstehen wollen, wie Popkultur verwoben ist, wie Impulse zur richtigen Zeit am richtigen Ort gesetzt und sich die Reputation von KünstlerInnen in diesem Kontext verändern kann. So hat Frazetta einst billige Pulp-Romane mit Covern bestückt, während 2019 sein Gemälde Egyptian Queen für unfassbare 5,4 Millionen Dollar an den Höchstbietenden einer Auktion in Chicago ging. Dieser Sprung innerhalb von einem halben Jahrhundert sollte schon Grund genug für einen Blick in das Schaffen des Malers sein. Sollte man zeitnah seine Bestellung auf der Website von TASCHEN tätigen, hat man zudem das Glück eines der nummerierten 6.000 Exemplare der sogenannten Famous First Edition sein Eigen nennen zu dürfen.

The Fantastic Worlds of Frank Frazetta
Verlag: TASCHEN 
Sprache: Englisch, Deutsch, Französisch
Herausgeberin: Dian Hanson
Autoren: Dan Nadel, Zak Smith
Format: Hardcover, Leineneinband mit Schutzumschlag, 29 x 39.5 cm, 4.87 kg
Seitenzahl: 468 
Preis: 150 EUR

TASCHEN- Warehouse Sale mit bis zu 75% Rabatt auf Ansichts- und Mängelexemplare

Das Jahr 2023 ist noch jung und die Vorsätze frisch. Für viele gehört zum letzteren die tiefere Auseinandersetzung mit Literatur und Kunst, die vielleicht durch Arbeit und private Verpflichtungen zu kurz gekommen ist. Um sich selbst zu motivieren, endlich etwas zu namhaften Malern, Fotografen oder Comickünstlern zu erfahren, führt meist kein Weg an DEM Verlag für alles Kreative vorbei: TASCHEN. Wie vielen bekannt sein sollte, findet man in diesem Haus alles in der Spannbreite vom kleinen Geldbeutel bis zur handfesten Geldanlage. Insbesondere in die Nähe des letztgenannten Spektrums verschlägt es eher die Minderheit der Kunstbegeisterten in diesem Land. Doch diesem Frust kann in regelmäßigen Abstand Abhilfe geschaffen werden, indem man beim beliebten Warehouse Sale des Verlags zuschlägt.

Berlin

Dieser findet das nächste Mal schon in knapp einer Woche statt. Sollte man das Glück haben in Berlin (Schlüterstr. 39, 10629 Berlin) oder Köln (Neumarkt 3, 50667 Köln) zu wohnen, kann man sich von Mittwoch, 1. Februar, bis Samstag, 4. Februar persönlich in den Flagshipstores auf die Suche nach Schnäppchen von 25 bis 75% Rabatt (auf Ansichts- und Mängelexemplare) machen. Doch auch Leser jenseits von Rheingebiet und Hauptstadt müssen auf nichts verzichten. Von Donnerstag, 2. Februar, bis Sonntag, 5. Februar kann nämlich auch auf www.taschen.com zugeschlagen werden!

Köln

Solltet ihr unsicher sein, was den Inhalt der Bände um Kunst, Architektur, Design, Grafik, Film, Fotografie, Mode, Reise, Popkultur und Erotik anbelangt, könnt ihr euch auf ZOMBIACblog umsehen. Es wurden schon zahlreiche Titel besprochen, von denen garantiert einige nun zu einem erschwinglichen Preis zu bekommen sind.