Neuer Suicide Squad-Trailer online!
Der neue „Suicide Squad“-Trailer ist endlich online, gibt ein paar mehr Hinweise zur Handlung und etwas mehr Screen-Time für den Joker! Seid ihr auch schon so gespannt wie ich? 🙂
Der neue „Suicide Squad“-Trailer ist endlich online, gibt ein paar mehr Hinweise zur Handlung und etwas mehr Screen-Time für den Joker! Seid ihr auch schon so gespannt wie ich? 🙂

Was habe ich lange auf den dritten Band der „Gotham Central“-Reihe gewartet und nun ist es endlich soweit! Als ich die erste Ausgabe vor einigen Monaten in den Händen hielt, wusste ich zwar schon, dass die „Gotham“-TV-Serie unter anderem durch die Geschichten um die Cops aus der gleichnamigen Stadt als Vorlage diente, aber eine so hohe Qualität hätte ich wirklich nicht erwartet.
Was das anbelangt wurde ich relativ schnell überzeugt und gierte sofort nach der Fortsetzung, die in Bezug auf Spannung dem Vorgänger in nichts nachstand. Für diejenigen, die hiermit frisch auf den Titel stoßen, möchte ich kurz erklären was das besondere an „Gotham Central“ ist. Primär ist die Handlung zwar in der Welt von „Batman“ angesiedelt und wir treffen regelmäßig auf seine Widersacher, aber diejenigen, die sich mit ihnen rumschlagen müssen sind in dem Fall die Polizisten der Stadt. Klassischerweise kennen wir die Handlung nach dem Muster „Bösewicht greift an -> Keiner kann etwas dagegen tun -> Batman ist zur Stelle -> Happy End“. Hier wird ein gänzlich neuer Ansatz verfolgt, der das Police Department und seine Akteure in den Vordergrund stellt, die ihrer Arbeit nachgehen, persönliche Geschichten mit sich bringen und sich auch ohne Maske dem Verbrechen entgegenstellen. Dabei sticht die Atmosphäre durchaus auch im Vergleich zu anderen Cop-Reihen individuell hervor, indem die Geschichten sich am Film Noir- und Hardboiled-Genre orientieren. Alles ist geerdet, wobei eine durchgehend zynische Sichtweise auf den Alltag der Hauptfiguren gerichtet wird. Selbst wenn ein Schurke mit ungewöhnlichen Kräften oder Waffen wie „Mr. Freeze“ auftaucht, rutscht die Handlung nie ins fantastische und behält damit die einzigartige Note im DC-Universum bei.
Ein fast schon prototypisches Beispiel ist die vorliegende Story „Im Fadenkreuz des Jokers„. Hier macht der Clownsprinz des Verbrechens Jagd auf die Bewohner des verschneiten Gothams, indem er sie ins Visier seines Scharfschützengewehrs nimmt. Damit wird der Grundstein für eine Handlung um einen „klassischen“ Serienkiller gelegt, mit dem Unterschied, dass dieser üblicherweise in einer direkten Auseinandersetzung mit Batman zu verorten ist. In diesem Fall übernehmen jedoch die Polizisten Renee Montoya, Crispus Allen und ihre Kollegen den Fall, um weitere Mordopfer zu verhindern. Dabei legt der „Joker“ kleine Hinweise aus, verhöhnt sowohl den dunklen Ritter als auch die Gesetzeshüter gleichermaßen und arbeitet dabei auf einen in seinen Augen fulminanten Showdown hin.
In dieser Konstellation folgt der Leser den Ermittlern Schritt um Schritt, leidet mit ihnen um Verluste aus dem Umfeld, fühlt den Druck der Obrigkeit und sieht ihnen beim Messen mit Batman zu, um ihre eigene Legitimation aufrecht zu erhalten. In meinen Augen gibt es dabei während der Lektüre keinerlei Durchhänger oder Lückenfüller, sondern durchgehenden Nervenkitzel, für den das Autoren-Duo schon seit der ersten Ausgabe verantwortlich ist. Greg Rucka und Ed Brubaker, die beide neben Comic-Werken auch im Krimi-Genre beheimatet sind, haben von Anfang an die Messlatte sehr hoch gelegt und schaffen es erstaunlicherweise konsequent das selbst auferlegte Level zu halten. Natürlich bin ich froh darüber, die bis dato konstante Qualität genießen zu können, habe aber zeitgleich Angst bei den folgenden Werken einen Abfall der Kreativität beobachten zu müssen. Das ist natürlich das Los aller hervorragenden Serien, wobei ich mir in diesem Fall einen baldigen Abschluss in Deutschland wünsche, damit der Name „Gotham Central“ als Ganzes in positiver Erinnerung behalten werden kann.
Auf der visuellen Ebene erleben wir zum einen wieder den altbekannten Michael Lark, der mit seinem an den frühen Frank Miller erinnernden Stil für düster-beklemmende Bilder sorgt, während bei einem Kapitel Brian Hurtt den Stift schwingen darf. Da ihr Stil relativ ähnlich ist und sich großteils nur in der mal mehr oder weniger rohen Art der Darstellung unterscheidet, findet kein Bruch statt, der das Lesevergnügen stückelt. Alles in allem scheinen die Panels wie die Faust aufs Auge in Bezug auf die Story zu passen und unterstreichen durchgehend sowohl die bedrohliche Atmosphäre als auch den zynischen Blick der Protagonisten auf das Geschehen.
Zusammengenommen kriegt man hier die Kost, die man als Fan der Vorgänger erwartet und das im positivsten Sinne! Von der ersten bis zur letzten Seite bangt man mit und wird nicht durch allzu offensichtliche Hinweise vorzeitig auf das Ende hingewiesen, was einem Todesstoß für Kriminal-Geschichten gleichkommt. Im Laufe der Zeit habe ich mich wie erwähnt zu einem großen Fan der Reihe entwickelt und freue mich jetzt schon, wenn in der nächsten Panini-Vorschau Band 4 stecken sollte. In diesem Fall habt ihr meine uneingeschränkte Empfehlung bei „Gotham Central – Band 3: Im Fadenkreuz des Jokers“ zuzugreifen!

Vor einigen Jahren krempelte DC sein eigenes Universum kräftig um, indem alle laufenden Serien unter dem gemeinsamen Titel „New 52“ (entsprechend der Anzahl der Reihen) wortwörtlich auf 0 gesetzt wurden.
Mit wenigenAusnahmen, wurden alle Vorgeschichten, Entstehungsmythen und Beziehungen für nichtig erklärt und damit ein Neustart ermöglicht, den es in der langen Geschichte des Verlags bis dato nicht gab. Damit sollten vorrangig neue Fans rekrutiert und alte mit frischen Ideen getriggert werden. Selbstverständlich gab es auch einen Aufstand der Puristen, dem jedoch ein klarer Erfolg der Strategie entgegenstand.
So konnte man als alter Hase immer noch überrascht werden, während Neulinge plötzlich die Chance bekamen endlich in den boomenden Markt (vor allem aufgrund der zahlreichen Verfilmungen) einzusteigen. Wie gesagt fing alles schon vor gut 4 Jahren an und wie es eben in der Natur der Sache liegt, erweiterte sich das neue Universum wieder fast ins unendliche, die Erzählstränge wurden komplexer und die Qualität schwankte deutlich zwischen brillant und unerträglich.
Dementsprechend war es nur eine Frage der Zeit bis der nächste (sanfte) Relaunch kommt, um die nächste Generation an Lesern an sich zu binden und mit neuen Reihen das Interesse der Veteranen (wieder mal) hoch zu halten. Nun ist es endlich soweit und „DC YOU“ geht auch hierzulande an den Start. Dabei werden, wie eben angedeutet, nicht alle bisher publizierten Geschehnisse für ungültig erklärt, sondern zum einen die Kontinuität der Reihen aufgelockert und zum anderen ein für bestimmte Serien gültiger humoristischer Ansatz präsentiert.
Zum Beispiel agiert im ersten Fall Jim Gordon als Rächer der Nacht in der regulären „Batman“-Reihe, während der altbekannte Bruce Wayne bei der „JLA“ immer noch seinen Umhang trägt. Bei der zweiten Option sehen wir eine „hippe“ Version von „Bat-Girl“
oder die „Gotham Academy“, die beide eine jüngere und teils weiblichere Zielgruppe ansprechen sollen.
In diese Kerbe schlagen auch einige selbstreferenzielle Titel wie „Bizarro„, den ich euch heute stellvertretend für die gesamte Neu-Ausrichtung präsentieren möchte.
Leser der regulären Serien kennen die Figur als furchteinflößende, von Lex Luthor geschaffene Version des Mannes aus Stahl oder aus der „Superman Adventures“-TV Show aus den 90ern. In der vorliegenden Fassung sehen wir ein naives bis dämliches Alien,
welches es sich seit seiner Ankunft auf der Erde zur Aufgabe gemacht hat, ein eigener „Superman“ zu werden. Dafür ist es zwar mit entsprechend übermenschlicher Stärke, Gefrier-Blick und Laser-Atem ausgestattet, geht mit diesen aber um wie ein Kind,
dass gerade zu laufen beginnt. Darum folgen „Bizarro“ Zerstörung und Chaos auf Schritt und Tritt. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Metropolis vom selbsternannten Helden mehr als genervt und für jede Idee dankbar ist das gutherzige Ungetüm so weit wie möglich fort zu schaffen.
Diese Aufgabe fällt Clark Kents/“Supermans“ Sidekick Jimmy Olsen zu, der das graue Monster nach Kanada (oder auch „Bizarro-Amerika“) verfrachten soll. Daraus ergibt sich ein wahnwitziger Road-Movie bzw. eine Buddy-Komödie, die es in der Form bei DC schon seit Ewigkeiten nicht gab. Dabei erleben wir die beiden Hauptfiguren beim Kampf gegen einen besessenen Gebrauchtwagen-Verkäufer, des Weiteren in einer Geisterstadt im Wilden Westen und einen wahrlich „bizarren“ Körpertausch. Und ja, es ist genauso verrückt wie es sich anhört.
Noch verwirrender aber umso witziger werden diese ganzen Situationen, wenn man sich vor Augen führt, dass „Bizarro“ durchgehend das Gegenteil von dem meint was er sagt und dabei nicht gerade die feinste Grammatik an den Tag legt. Durch diese Mixtur schafft Heath Corson als Autor mit einen Spagat zwischen Vorschlaghammer und dezenten Anspielungen, durchgehend die Lachmuskeln zu bearbeiten. Zusätzlich verknüpft er immer wieder Elemente aus der realen Welt, um das Geschehen trotz absurder Bedingungen dennoch greifbar zu machen. Kleine Gags wie der manchmal eingespielte Liebelingssong von „Bizarro“ („Wrecking Ball“ von Miley Cyrus, was denn sonst!?) stehen repräsentativ für einen Humor, den ich persönlich bis dato nur von Marvel kannte. Hier sieht man jedoch, dass auch in der tendentiell dunkleren Welt von DC Platz für Spaß vorhanden ist und dieser auch passend in Texten und Bildern umgesetzt werden kann.
Apropos Bilder. Gustavo Duarte macht einen ganz wunderbaren Job, indem seine cartoonhaften Panels einen nicht ganz unwesentlichen Beitrag zur Slapstick-Stimmung leisten. Ob nun Mimik oder Bewegung – beides passt wie die Faust aufs Auge und lässt einen Schnitzer höchstens mit der Lupe suchen. Als kleines Extra hat der gute Mann für einzelne Panels Gastzeichner mit an Bord geholt, die den meisten Kennern ein Begriff sein sollten. So finden wir Darwyn Cooke („Before Watchmen: Minutemen“), Tim Sale („Batman: Das lange Halloween“), Francis Manapul („The Flash“) und einige mehr. Da der Stil-Bruch sich zum einen nur auf einzelne Charaktere bezieht und die generelle Stimmung von vornherein sympathisch wirr ist, fallen die kleinen Gastauftritte in keinster Weise negativ ins Gewicht.
Als Fazit kann ich ziehen, dass der humoristische Einstand von „DC YOU“ zumindest in Bezug auf „Bizarro“ mehr als gelungen ist. Man wird durchgehend gut unterhalten und hat im Gegensatz zu den US-Amerikanischen Lesern sofort den Luxus, die Geschichte in einem Zug lesen zu können, da mit dieser Ausgabe die gesamte Miniserie von 6 Heften vorliegt. Da ich persönlich in Bezug auf Humor in Comics relativ schwer zu überzeugen bin, kann ich nach der persönlich positiven Erfahrung jedem einen Blick in den Band empfehlen. Nun bin ich auf „Bat-Mite“ im nächsten Monat gespannt und hoffe euch auch davon berichten zu können!
Eine Leseprobe zu „Bizarro“ findet ihr hier.
Wer gleich zuschlagen möchte, kann sich hier die Ausgabe besorgen.

Auf 444 Stück limitierte Variant-Ausgabe für die Leipziger Buchmesse

Das große DC-Event „Convergence“, über das ich schon mehrfach berichtet habe, erstreckt sich bekannterweise über die gesamte Historie des Verlags und spart natürlich nicht die größten Aushängeschilder des Unternehmens aus.
Insbesondere Batman hat eine Vielzahl von Auftritten in mehreren Ausführungen. Ob nun als viktorianischer Tüftler, Vampir oder futuristisch ausgestattet – die Fledermaus ist überall. Bei der Masse an „Elseworld“-Geschichten liegt es natürlich nahe auch das auf einzelne Superhelden zugeschnittene Sonderband-Format zu nutzen, um wirklich allen Versionen des dunklen Ritters eine Bühne zu bieten. In Ausgabe 47 gehen wir dabei auf eine nostalgische Rückschau, die einen Blick auf eines der wichtigsten Kapitel rund um die Figur bietet und begleiten seine Mitstreiter aus Paralleluniversen, die gegen ebenfalls alternative Formen anderer Promis in Strumpfhosen antreten.
Im Detail sehen wir in der ersten Erzählung „Die dunkle Seite der Straße“ eine Verbrüderung zwischen Batman und seinem Nachfolger Azrael, der während des Mega-Events „Knightfall“ (die Story, in der Bane Batmans Rückgrat bricht) mit eiserner Hand und brutalsten Methoden Gotham sicherer machen möchte. Nun müssen sie, eingesperrt unter der Kuppel, gemeinsam vorgehen um Metropolis (jap, nicht Gotham) zu beschützen. Dabei kommen wieder die gänzlich unterschiedlichen Ansätze der Verbrechensbekämpfung zur Geltung und lassen den alten Konflikt, der im Original schon gut über 20 Jahre her ist, wieder aufleben. Hier kann man die Nostalgie geradezu riechen. Zeitgleich spannend erzählt und visuell sehr ansprechend gestaltet, ist der Entertainment-Faktor gleich am Anfang hoch angesetzt.
Dem folgt das Aufeinandertreffen zwischen zwei meiner Lieblingswelten. Auf der einen Seite haben wir Robin und Huntress, die das dynamische Duo der alten „Erde-2“ bilden und „Genosse Superman“ in der anderen Ecke des Ringes. Der Mann aus Stahl ist in dieser Version nicht im ländlichen Amerika gelandet, sondern mitten in der Sowjetunion. Eine gewagte aber wunderbar umgesetzte Fassung der im Grunde sehr amerikanischen Story. Auch Batman darf bei diesem Clash der Titanen nicht fehlen. Da Supes seine Kräfte dank der Kuppel verloren hat, lässt er seinen Mythos durch sowjetische Propaganda aufrechterhalten. Dementsprechend gestaltet sich der Kampf bei weitem nicht so unfair wie er zunächst anmutet. Wenn man seinen Blick dabei von den von Denys Cowan mit rauem aber passenden Strich befüllten Seiten losreißen kann, merkt man bei der Aufzählung der Macher sofort, warum die Story so gut funktioniert. Wieder einmal wurde der legendäre Len Wein herangezogen um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und dabei ein so überzeugendes Ergebnis abzuliefern, wie wir es bei diesem Mann fast schon erwarten.
Die vorletzte Geschichte ist gleichzeitig die ungewöhnlichste des ganzen Bandes. Batman und die Outsiders (eine Art Ersatz für die JLA, angeführt vom dunklen Ritter, inklusive der ersten schwarzen Hauptfigur bei DC in Person von Black Lightning) müssen sich in „Der neue Alltag“ gegen OMAC behaupten. Dieser Charakter war nichts Geringeres als Jack Kirbys letztes Projekt für DC Comics und damit wieder ein Leckerbissen für Hobby-Historiker in Bezug auf das neueste Event. Das besondere an der Story ist, dass zunächst auf den Umgang der einzelnen Figuren mit der neuen Situation eingegangen wird. Für einige kann der Verzicht auf Superkräfte nämlich ein wirklicher Segen sein. Das erste Mal nach unendlich langer Zeit jemanden berühren zu können, sich als ein Teil der Gesellschaft zu betrachten. Teilweise gern betretenes Neuland, bis sich die Kuppel wie so oft auflöst und dadurch den Kampf der Welten auf ein Neues einläutet. Dieser wird durch Carlos D’Anda ansehnlich in Szene gesetzt, verleiht jedem Panel etwas fast schon explosives und gleichzeitig einen frischen Touch, wenn man bedenkt, dass unsere Helden noch in den Outfits der 70er Jahre stecken.
Die abschließende Handlung bildet „Ein Liebeslied für Stephanie Brown“. Diese Stephanie ist ein Batgirl, welches kurz nach dem verheerenden Erdbeben in Gotham auftauchte und genauso schnell wieder verschwand. Zusätzlich finden wir eine weitere weibliche Fledermaus in Form von Cassandra Cain und einen Red Robin, der das Gespann zu einem Trio aufstockt. Die eigentliche Hauptfigur bleibt jedoch die Dame aus dem Titel und führt uns durch die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Leider ist die Story hierbei nur bedingt unterhaltsam bzw. gelungen. Da ist als Abschluss für einen im Grunde sehr gelungenen Sonderband doch sehr schade. Offensichtlich auf lustig getrimmte Szenen regen nur bedingt zum lachen an, visuell wird zwar eine annehmbare Arbeit geleistet, sackt aber im direkten Vergleich deutlich ab.
Im Großen und Ganzen bleibt es aber der einzige Wermutstropfen, der das Lesevergnügen bei weitem nicht in dem Maße trübt, dass man von einem Kauf abraten müsste. Nach dem teils durchwachsenen, teils aber auch großartigen Megaband, kann ich heute den Batman-Sonderband zu „Convergence“ uneingeschränkt empfehlen!

Nach „Forever Evil“ und „Future’s End“ steht auch schon das nächste Crossover aus dem DC-Universum zum alles verändernden Rundumschlag bereit.
Apropos Universum. Wie der geneigten Fan sicherlich weiß, wurde mit den „New 52“ die Geschichte sämtlicher Heroen auf Null gesetzt, um zum einen Neulingen den Einstieg in die Materie zu erleichtern und zum anderen Künstlern und Autoren mehr Freiheiten zu geben, die sie nutzen konnten um ihre ganz eigene Version von Batman, Superman und Co. zu erschaffen.
Zeitgleich wurden alle vorangegangenen Ereignisse (mit vereinzelten Ausnahmen) für nichtig und damit der aktuelle Zeitstrang für den einzig gültigen erklärt (zumindest in Bezug auf den „offiziellen“ Kanon).
Dieses Konzept wird jedoch mit „Convergence – Kampf der Welten“ bis zu einem gewissen Grad aufgeweicht. Zunächt raubt Supermans alter Widersacher Brainiac eine gewisse Anzahl an Städten aus den verschiedensten Facetten von Raum und Zeit. Hier finden sich neben den „New 52“ plötzlich auch alte bekannte aus den Anfangstagen der Hefte in den 40er und 50er Jahren, „Elseworld“-Charaktere wie der kommunistische Superman oder der viktorianische Batman, als auch gänzlich abwegige Figuren wie die Vampirversionen unserer Lieblingshelden wieder. Um den Überblick zu behalten, liefert uns Panini Comics glücklicherweise eine kleine Übersicht zu den vorkommenden Welten.
Selbstverständlich hat die Entführung einen höheren Sinn. Nachdem die Charaktere in ihren individuellen Kuppeln auf dem Planeten Telos (der denken und fühlen kann) eingepfercht wurden, ruft dieser einen Krieg zwischen den einzelnen Städten aus, der wiederum von ausgewählten Helden ausgetragen werden muss. Der Unterlegene verliert dabei nicht nur den Kampf, sondern die gesamte Welt für die er stellvertretend angetreten ist. Wie das ganze im Detail abläuft, muss natürlich jeder für sich selbst herausfinden.
Hierzu findet man nämlich eine ganze Menge an Veröffentlichungen, die zusammen ein großes Ganzes ergeben und schlußendlich eine neue Ära unter dem Titel „DC YOU – Dein DC-Universum“ einläuten, die im Frühjahr in Deutschland das Licht der Welt erblickt.
Neben den zur Nostalgie anregenden Protagonisten, ist übrigens auch was für Kenner der Historie des Verlags dabei. So konnten einige Künstler und Autoren gewonnen werden, die ursprünglich tatsächlich an den einzelnen Reihen mitgewirkt haben. Zum Beispiel finden wir hier so klingende Namen wie Len Wein (Swamp Thing) und Dan Jurgens (Superman) sowie viele andere.
Nachdem ich nun etwas zur allgemeinen Rahmenhandlung erzählt habe, möchte ich heute insbesondere auf den ersten Sonderband eingehen, der seit dem 19. Januar die Regale der Republik verschönert.
Bei der unglaublichen Anzahl an Welten und Figuren ist es nicht verwunderlich, wenn einzelne Kämpfe auf gesonderte Ausgaben ausgelagert werden und man könnte in dem Zusammenhang dem Trugschluss folgen, dass es sich um weniger wichtige Geschichten oder sogar eine „Resteverwertung“ handelt.
Solchen Befürchtungen wird aber zum Glück während der Lektüre der Wind aus den Segeln genommen. Hier treffen nämlich niemand geringeres als die Gotham Sirens (Harley Quinn, Catwoman und Ivy) auf Captain Carrot (ja, ein Hase mit Superkräften),
Nightwing und Oracle auf Hawkman und Hawkwoman, Green Arrow und sein Sohn auf seine Exfrau und Tochter und schlußendlich das klassische Crime Syndicate auf die Justice Legion A aus DC One Million.
Das klingt nicht nur unterhaltsam und spannend, sondern ist es auch von der ersten bis zur letzten Seite. Durch die teils sehr gewagten Konstellationen, konnten die Autoren sich so richtig austoben und Eventualitäten in den Raum werfen, die in den „normalen“ Serien definitv keinen Platz gefunden hätten.
Wer hätte sich vorstellen könne, dass Harley eine Beziehung zu einem Polizisten aufnimmt? Wer hätte gedacht, dass Nightwing und Oracle auch als Team auf dem Schlachtfeld funktionieren? Diese und weitere Kuriositäten erwarten einen auf jeder Seite und wirken dabei keineswegs wie die Schnapsidee eines Autoren unter Zeitdruck, sondern wie das natürliche Ergebnis eines überdimensionalen Plots.
Visuell variieren die Storys natürlich aufgrund der unterschiedlichen Kreativteams und bieten dabei trotzdem vertraute Superheldenkost, die wie die Faust aufs Auge passt. Für expressive Ausflüge bietet die Handlung zwar nicht die nötige psycholigische Tiefe, versucht aber auch nicht diese zu erreichen oder zu imitieren. Da spiegelt sich selbstverständlich auch in den Panels wieder, deren Abfolge typisch für das Genre, fast schon einer Achterbahnfahrt gleicht.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es sich zwar oberflächlich um Popcorn-Unterhaltung handelt, der eigentliche Faktor aber, der einen weiter zum lesen antreibt, die intelleigent eigenflochtene Nostalgie ist, die jedem Comic-Hobby-Historiker (wie mir) die Tränen in die Augen treiben sollte.
Der Natur der Geschichte geschuldet, lohnt es sich hier meiner Meinung nach die gesamten Stränge zu sammeln um sich nochmals an den alten Welten in neuer Gestalt zu ergötzen. Was ihr dabei zum Beispiel im passenden Monsterband entdecken könnt, erfahrt ihr schon bald hier auf ZOMBIAC!
„Is this real life…?“
Nachdem der offiziell nur für die San Diego Comic Con bestimmte Trailer mit einem außergewöhnlichen Soundtrack und damit zweiter Ebene ausgestattet wurde, schlagen die Macher nun auch beim ersten für die breite Öffentlichkeit bestimmten Ausblick auf die „Suicide Squad“ diesen Weg ein.
Zu Queens „Bohemian Rhapsody“ haben wir das erste mal mehr Möglichkeiten einen Blick auf Jared Letos Interpretation des Jokers zu werfen, die Charaktereigenschaften der restlichen Bande zu beleuchten und ein paar mehr Szenen zu sehen, die uns Hinweise auf den Plot geben könnten.
„Suicide Sqaud“ erscheint im August diesen Jahres und ist Teil des neuen DC-Filmuniversums.

Nach der ersten, von mir schon hochgelobten und mit dem Eisner Award ausgezeichneten Geschichte um eine Gruppe von Polizisten aus Gotham, erscheint nun endlich der zweite Band und lässt in Sachen Qualität in keinster Weise nach.
Wieder einmal dreht sich die Story um die uns schon bekannten Charaktere, wobei insbesondere Renee Montoya in den Mittelpunkt gerückt wird. Um den übergreifenden Zusammenhang zum Hauptstrang des Bandes zu verstehen, wird jedoch eine Art Prolog vorangestellt, der wiederum aus zwei weiteren Batman-Reihen (Detective Comics & Batman Chronicles) zusammengesetzt wurde.
In diesen kurzen Geschichten wird erklärt wie der erste Kontakt zwischen Montoya und Two-Face, dem Haupt-Antagonisten der aktuellsten Ausgabe, zustande kommt. Dieser bleibt nämlich nicht ohne Folgen, denn der Ex-Anwalt fühlt sich von der Polizistin „verstanden“ und entwickelt ihr gegenüber langsam aber sicher amouröse Gefühle, verschwindet jedoch irgendwann von der Bildfläche.
Doch plötzlich taucht ein zuvor freigesprochener Vergewaltiger auf, gegen den einer der wenigen ehrlichen Polizisten in Form unserer Heldin ausgesagt hat. Es kommt zu Gewaltandrohungen, Psychoterror und Zerstörung des privaten als auch beruflichen Umfelds. Es scheint jedoch mehr dahinter zu stecken, als der zunächst angenommene Rachefeldzug eines Verbrechers…
Wie schon beim Erstling, schaffen es Greg Rucka und Michael Lark einen lupenreinen Thriller mit Drama-Bezug in die Welt des dunklen Ritters zu platzieren und damit ein weiteres Kapitel der Erwachsenenunterhaltung in das immer noch misstrauisch beäugte Comic-Format einzufügen. Themen wie Familienprobleme, Homosexualität, sowie die damit durch gewisse Milieus verbundene Abneigung, Polizeigewalt und fragile zwischenmenschliche Beziehungen finden alle ihren Platz ohne überflüssig zu wirken. In dieser moralisch in sich zusammengefallenen Stadt ist dieses Gefüge erschreckend alltäglich, während die Gegenwehr der Gesetzeshüter dadurch eine noch größere Bedeutung erfährt. All diese Elemente machen das Gesamtkonstrukt dieser Geschichte ungeheuer spannend und erzeugen das für Krimi-Fans nur allzu bekannte Gefühl nicht mehr mit dem lesen aufhören zu können, bis man das Ende der Geschichte erfahren hat.
Unterstützt wird die Story durch Larks immer noch schön groben Stil, der mit seiner realistischen Darstellung der Figuren fast so etwas wie eine Film-Atmosphäre zu erzeugen weiß. Ein perfektes Zusammenspiel mit der vorgegebenen Erzählung und damit Anreiz sich auch die nächste Ausgabe zu besorgen.
Als Fazit lässt sich ziehen, dass die Handlung auch ohne DC-Kontext auf eigenen Beinen hätte stehen können, in ihrer Form aber der Welt von Batman einen realistischen Anstrich verpasst, der ihr schon seit Frank Millers Revolution am besten zu stehen scheint. Im Gegensatz zur TV-Serie, die zum Teil auf dem vorliegenden Band beruht, zieht die Geschichte ihre Faszination allein aus ihrer starken Komposition und verschont den Leser mit künstlich eingefügten Origin-Storys, die Fanboys bei der Stange halten sollen. Dementsprechend gibt es von mir eine persönliche Empfehlung, wenn das Genre einem zusagt!

Mit dem Auftauchen des Jokers, nachdem dieser spurlos verschwand, begann das DC-Event „Todesspiel“, welches eine Brücke über mehrere Serien hinweg schlug und den „Clownprinzen des Verbrechens“ in den Mittelpunkt stellte.
Ganz der jahrelangen Tradition ergeben, erscheint am 22.12. der passende Sonderband, der in vier Geschichten unterschiedliche Blickwinkel nach dem Gas-Anschlag auf die Gothamer Innenstadt und die unmittelbaren Ereignisse davor bietet.
Dabei trumpft das Format wie so oft durch die unabhängigen Kreativteams auf, die sowohl inhaltlich als auch visuell einen bunten Strauß an Unterhaltung bereit halten. Zunächst fängt alles mit einer Story aus dem US-Heft „Batman – Annual“ an, welche den Begriff der Freundschaft aus der Sicht unseres Lieblingspsychopathen aufzeigt und uns nochmals vor Augen führt, dass es kein Entkommen gibt, wenn der Joker einen Narren (höhö) an einem gefressen hat. Erzählt wird die Geschichte hierbei von einem Polizisten, dem die Ehre zuteil wurde von Mr. J als Freund bezeichnet zu werden. Das erfrischende an der Perspektive ist, dass es sich um einen „normalen“ Charakter handelt, der nicht wie Batman und Konsorten an die Eskapaden rund um die Figur gewöhnt ist.
Natürlich wurden schon in der Vergangenheit Personen außerhalb der Kontinuität der Storys gequält, aber es erscheint trotzdem als frisches Element, eine Beziehung zwischen einem normalen Bürger von Gotham mit dem dauergrinsenden Albtraum zu verkuppeln. Vor allem fügt sich das Geschehen wunderbar als Rahmenhandlung zur primären Geschichte in den moantlich erscheinenden Heften ein! Auch von der visuellen Seite ist der Einstieg in den Sonderband sehr gelungen. An einen realistischen Stil angelehnt, wird die Seriösität der Handlung nochmals unterstrichen.
Als Kontrastprogramm finden wir als nächstes eine Geschichte um Batgirl, die sich an einer Brücke durchschlägt, als das Gas in der Stadt freigesetzt und die Bewohner in lachende Zombies verwandelt werden. Neben dem obligatorischen Kampf gegen Horden an Feinden muss sie zusätzlich ein kleines Mädchen retten, welches mitten im Getümmel steckt und nicht voran kommt. Die Handlung kommt dabei gänzlich ohne Sprechblasen aus und konzentriert sich gänzlich auf Mimik und Gestik der Figuren, die mit einem leichten Manga-Touch und passender Farbgebung viel „fröhlicher“ Wirken als die Charaktere der übrigen Geschichten. Nur der gelegentliche Einsatz von „Emojis“ (Smartphones gehören nun scheinbar auch für Helden zum Standard-Repertoire) ersetzt so manche Unterhaltung. Da dieser Umstand auch für witzige Situationen genutzt wird, fügt sich dieses Element sogar ganz natürlich ein. In meinen Augen ein netter „Ice-Breaker“ und thematisch natürlich in der Zeit des titelgebenden Events angesiedelt, aber abgesehen von der ungewöhnlichen Ezählweise nichts für die Ewigkeit.
Im eher kindlichen Stil geht es auch in der dritten Geschichte aus der „Gotham Academy“ weiter. Die malerisch und ebenfalls leicht Manga-typisch dargestellten Figuren in Form von drei Mädchen erzählen, um sich gegenseitig zu übertrumpfen, Gruselgeschichten die sich auf die ein oder andere Weise um den Joker drehen. Dabei werden die teils makaberen Panels durch die schon erwähnte Optik noch verstörender (Leichenteile jonglieren!?) und erzeugen eine viel intensivere Wirkung als ein von vornherein auf Schock ausgelegter Stil. Alles in allem ein schöner Eye-Catcher, auf den man sich jedoch erst einlassen muss.
Die letzte Erzählung im Bunde dreht sich um das Verhör eines Arkham Security-Mannes, der den Ausbruch der Gefangenen im vom Joker erzeugten Chaos überlebte und nun von seiner Flucht berichtet. Diese wird ihm durch einige Prominente Insassen erleichtert, die aus unterschiedlichsten Gründen immun gegen das Joker-Gas zu sein scheinen und auf die Gebäude-Kenntnis des Wachmanns angewiesen sind. Ein interessanter Aspekt ist zwar wieder der Bericht einer Nebenfigur, aber das Gesamtkonstrukt kommt leider nicht über das Prädikat „nett“ hinaus. Visuell wird sich wieder an klassisches Material angelehnt und damit die düstere Bedrohung durch den Clown auch durch die Panels hervor gehoben.
Wenn man nun alle gebotenen Geschichten zusammen nimmt, ist der Batman Sonderband 46 zwar definitiv kein Must-Have aber auf jeden Fall eine unterhaltsame Ergänzung zum DC-Event „Todesspiel“, welches sich allein schon wegen des Haupt-Antagonisten als Anschaffung über die vorhandenen Serien hinweg lohnt.

Gestern durften sich die Münchner über die Eröffnung eines weiteren Geek-Tempels in Form des „Buzzonaut“ freuen! Der Laden liegt sehr Zentral in einer Gasse gegenüber vom Hofbräuhaus (Am Platzl 2) und lädt mit seiner gemütlichen Wohnzimmer-Atmosphäre und dem bunten Sortiment zum stöbern ein.

Trotz dessen, dass es sich primär um einen Comic-Shop handelt, hebt sich die Location deutlich von den Mitbewerbern in Form der alteingesessenen „Comic Company“ und dem „Comicdealer“ ab, da das Konzept eine ganz eigene Richtung einschlägt.

Während andere die gesamte Bandbreite, die der Markt hergibt bedienen, richtet sich der „Buzzonaut“ primär an Fans des Superhelden-Genres und des Star Wars-Franchise. Um dabei nicht nur durch die Masse an Veröffentlichungen aufzufallen, bietet der Laden auch eine große Auswahl an Merchandise in Form von Shirts, Action-Figuren, Modellen und Accessoires an. Damit erinnert das Ganze leicht an die US-amerikanische Definition der Comic-Verkäufer und bringt damit frischen Wind in die Szene der bayerischen Landeshauptstadt. Und sollte der Einkauf einen arg erschöpfen, gibt es sogar eine Zocker-Ecke, die mit einer PS4 und passenden Spielen mit Comic- und Filmbezug ausgestattet ist.

Der familiäre Start-Up-Touch wurde bei meinem ersten (und bestimmt nicht letzten) Besuch durch die herzliche Eröffnungsfeier samt nerdigen Gebäck in Form von „Stormtrooper“-Cupcakes, viel Bier, netten Gesprächen und einem offenen Ohr für Fragen unterstrichen. Der Laden wird des Weiteren in den nächsten Monaten noch öfter von sich hören lassen, nachdem vor kurzem der Besuch des ultimativen Comic-Schaffenden in Form des einzigartigen Stan Lee angekündigt wurde! Sollte dieser nicht aufgrund von gesundheitlichen Problemen (der Mann ist schon über 90) oder anderweitigen Widrigkeiten absagen, dürfte der Andrang aus ganz Deutschland und dem europäischen Umland gewaltig werden. Sie werden sich zwar an der Umsetzung dieser Ansage messen lassen müssen, doch sollte alles klappen, steht einer Etablierung nach sehr kurzer Zeit nichts mehr im Wege!

Hier ist endlich der lang ersehnte zweite Trailer zu „Batman v Superman: Dawn Of Justice“! Schon mal etwas vorweg: Es gibt einige GROßE Überraschungen!